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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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683
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Gabriel Gaeta (Stadt) 683

samkeit auf G. gerichtet, als er nach Hegel's Tode, nachdem mit der Wiederbe>ehung des da-durch erledigten Lehrstuhls längere Zeit gezögert worden war, als Nachfolger desselben nachBerlin berufen wurde und zu Ostern 1835 diesem Rufe folgte. In seinem Antrittspro-grammDe vsrus piiilosopkise erg-t reli^ionem cliristirmom pietutte" (Berl. 1836)suchte er die Übereinstimmung der Hegel'schen Philosophie mit den christlichen Religionsdog-men nachzuweisen; in neuester Zeit bat er die Hegel'sche Philosophie namentlich gegen dieAngriffe Trendelenburg's in dessenLogischen Untersuchungen" durch eine sehr ausführlicheRecension zu vertheidigen gesucht, die als selbständige Schrift unter dem TitelDie Hegel'-sche Philosophie. Beiträge zu ihrer richtigem Beurtheilung und Würdigung" (Heft 1,Berl. > 843) erschienen ist.

Gabriel, d. h. Mann Gottes, ist nach der spätem jüd. Mythologie einer der siebe»Erzengel, der dem Propheten Daniel seinen Traum auslegte und die künftige Erscheinungdes Messias verkündigte. Er offenbarte dem Zacharias die Geburt des Johannes und derMaria die Geburt des Heilandes. Nach den Rabbinen ist er der Todesengel für Israeliten,und alle israel. Seelen werden an ihn abgeliefcrt; nach dem Talmud der Fürst des Feuersund über den Donner und das Reifen der Früchte gesetzt. Er brannte auf Jehovah's Geheißden Tempel an, ehe Nebukadnezar's Krieger ihn anzündeten. Auch wird er zufolge des Tal-muds einst auf den Fisch Leviathan Jagd machen und ihn überwältigen. Nach der moham-medan. Sage ist er einer der vier von Gott besonders begnadigten Engel, der die göttlichenNathschlüsse aufzeichnct und dem Mohammed den ganzen Koran eingegeben hat.

Gabrielli (Catharina), eine der berühmtesten Sängerinnen des 18. Jahrh., geb. zuRom 1730, die Tochter eines Kochs, genoß den Unterricht Garcia's (Io SpaAnoletto) undPvrpora's und sang seit 17-17 auf dem Theater von Lucca mit allgemeiner Bewunderung.Kaiser Franz 1. berief sie nach Wien, wo der Unterricht des Metastasio ihre Bildung voll-endete. Mit ihrem Gesang verband sie ein anmuthiges Spiel. Im 1.1765 folgte sie demRufe der Kaiserin Katharina nach Petersburg; zehn Jahre darauf ging sie nach London;im I. > 7 7 7 kehrte sie nach Italien zurück. Gegen 1780 begab sie sich nach Mailand, wo sienoch durch ihren Gesang Alles in Erstaunen setzte. Sie starb 1796. Ihr Talent war mitvielem Eigensinn gepaart, sodaß die Sänger sich scheuten, mit ihr auszutreten, was zu vielenAnekdoten Veranlassung gab.

Gacon (Franc.), ein franz. satirischer Dichter, geb. zu Lyon 1667, war eine Zeit langMitglied des Oratoriums, trat dann aus dieser Congregation, um desto ungebundenerseinen satirischen Gelüsten sich hingeben zu können. Gegen das Ende seines Lebens nahm eraber wieder das Mönchsgewand, wurde Prior in Baillon bei Beanmont-sur-Oise und starbdaselbst am 15. Nov. 1725. Am bekanntesten sind unter seinen SchriftenDe poete ssnsürrcl" (1696),D'^nti-Uousseuu" (1712),D'Domere venge" (1715),Lmlrlemes»» elevises ciiretiennes" (I 714 und 1718) undDe 8ecretuire <1» Dsrnssse" (1723).Auch lieferte er eine metrische Übersetzung des Anakreon (2 Bde., 1712).

Gadebusch, eine alte Stadt im Großherzogthum Mecklenburg-Strelitz mit 1860 E-,ist durch mehre Schlachten in ihrer Nähe denkwürdig, so namentlich durch die im I. 1283,in welcher die Söhne Heinrich's I. von Braunschweig über die Sachsen und Brandenburgersiegten und die am 20. Dec. 1711, wo die Schweden unter Stcenbok den Sieg über dieDänen davontrugen. Bei dem nahen Dorfe Wöbbelin fiel in einem Gefechte am 26. Aug.1813 Theodor Körner (s. d.). Unter einer alten Eiche wurde er daselbst bestattet, und ne-ben ihm ruhen seit 1815 seine Schwester und seit 1831 sein Vater.

Gaeta, Stadt und Festung am Mittelländischen Meere, in der ncapolit. ProvinzTerra di Lavoro, . auf einer kleinen schroffen Landzunge, welche nach Virgil ihren Namenvon Cajeta, des Äneas Amme, erhalten haben soll, der Sitz eines Bischofs, zählt 14000 E.und ist eine der stärksten Festungen in Europa. Im Castell wird der Leichnam des Conne-table Karl von Bourbon aufbewahrt; sein prachtvolles Grabmal ist jedoch zerstört. Unterden Gebäuden zeichnen sich die Kathedrale des heil. Erasmus und der Thurm, den KaiserFriedrich Rothbart erbaut haben soll, durch Bauart und Höhe aus. Die Umgebungen derStadt sind reizend und mit einer Menge von Landhäusern geziert. G. wurde schon vor RomsErbauung gegründet und diente fortwährend vielen vornehmen Römern zum Aufenthalts-