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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
Seite
679
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Fußwaschen Fyt "'-1

Octave tiefer (l6 Fußton), bei halber Lange eine Octave höher (3 Fußton) U. s. w. Es gibtin der Orgel Stimmen von 32 bis zu einem Fußton.

Fußwaschen war im Morgenlande eine Pflicht der Gastfreundschaft, welche derWirrh den bei ihm ankommcnden Reisenden entweder persönlich oder durch seine Diener lei-stete. Da auch Jesus Christus seinen Jüngern, am Abende vor seinem Todestage, die Füßewusch, um sie durch diese symbolische Handlung zur Demuth zu ermahnen, so kam im 3.Jahrh. in der Kirche hier und da die Sitte auf, daß die Priester oder, wie in Mailand, derBischof selbst an den Täuflingen einige Tage nach der Taufe das Fußwaschen vollzogen.Zugleich wurde dieser Handlung mit Bezug auf I Mos. 3, 15. eine sacramentale Wirkungzugcschrieben. Als bloße Kundgebung der Demuth hat sich dieser Ritus in der röm.-katholi-schen Kirche sowie bei der evangelischen Brüdergemeinde, bei den Mcnnvniten und andernchristlichen Parteien erhalten und findet am Gründonnerstage statt. In Rom geschieht esauf folgende Weise. Aus einer erhöhten Bank in dcr Clemcntinischen Kapelle sitzen l 3 Armeals Stellvertreter der Apostel in einer weißwollenen Kutte, den Kopf mit einer weißen Mützebedeckt. Diesen besprüht der Papst, der eine einfache weiße Tunica trägt und dem CardinäleHandtuch und Becken halten, den rechten Fuß mit Wasser, trocknet ihn ab und küßt ihn bann.Hierauf werden sie in der Pauluskapelle gespeist, wobei sie der Papst bedient, und erhal-ten beim Nachhausegehcn die wollenen Kleider und das Handtuch, mit dem ihre Füße ab-getrocknet worden sind, nebst einer silbernen Denkmünze zum Geschenk. Ähnlich ist dieFeierlichkeit an den Höfen mehrcr katholischer Fürsten, namentlich in Wien und München.

Fustäge wird in derHandelssprache ziemlich gleichbedeutend mit Emballage gebraucht,indem man darunter das Materiale versteht, dessen man sich zum Einpacken der Waarcnund anderer Gegenstände bedient. In der Schiffsprache versteht man unter Auflage dieFässer und Gefäße, in welchen die Flüssigkeiten aufbcwahrt werden.

Fusty heißt in der Handelssprache alles Schadhafte und Unbrauchbare einer Waareund Fusty - oder Fustarcchnung die Berechnung des Fusty, welche von dem angcsetztcnWerthe der Waare in Abzug kommt.

Futtermauern oder Revetirungen (revetemeats VN pierre) heißen diejenigenMauern, womit die Wälle und Gräben einer Festung bekleidet werden, theils um die Erdezu halten, theils auch um die Anlage (talus) oder Böschung steiler machen zu können alsdies bei bloßer Erde möglich ist, und dadurch dem Feinde das Hinaufklettern zu erschweren.

Futterpflanzen heißen diejenigen krautartigen Gewächse, welche ihres reichlichen Er-trags und ihrer besonder« Nahrhaftigkeit wegen auf den Feldern zu Viehfutter angebautwerden. Ihre Cultur bildet den sogenannten künstlichen Futterbau im Gegensatz zudem natürlichen Futterbau, den Wiesen. Zu den Futterpflanzen gehören namentlichalle Kleearten, vorzugsweise aber die Esparsette, die Luzerne, der Kopsklee und der Weidc-klee. (S. Klee.) Außerdem rechnet man auch noch dazu Erbsen, Wicken, Hafer, Roggen,Spergel, Buchweizen, Mais, Raps, Rübsen, Kohl, Rüben und Kartoffeln. Seit der Ein-führung des Futterpflanzenbaus in Deutschland durch Schubarl von Kleefeld (s. d.)hat sich die deutsche Landwirthschaft mächtiger als durch irgend ein anderes Mittel cmpor-geschwungen, indem durch den Anbau von Futterkräutern die reine Brache entbehrlich ge-macht und sonst noch viele andere große Vorthcile vermittelt werden.

Futürum (lat.) heißt in der Grammatik diejenige von den drei Hauptformen des Zeit-worts, durch welche die Zukunft ausgedrückt wird. Mehre Sprachen, wie die griech. undlat., haben hier besondere Formen für die absolute und relative Zukunft futurum Simplex)und zur Bezeichnung einer in der Zukunft vollendeten Thätigkeit (butmiun exuetum).

Fyt (Ioh.), ein holländ. Maler, geb. zu Antwerpen um IK25, malte Vieles mit Ru-bens, Jak. Jordaens und Th. Willebort gemeinschaftlich, und sein Pinsel war so fruchtbar,daß fast jede bedeutende Gemäldesammlung etwas von ihm aufzuweiscn hat. Vorzugsweisemalte er Jagden, wilde und zahme vierfüßige Thiere, Vögel, Früchte, Blumen und Bas-reliefs. Seine Zeichnung ist höchst naturgetreu und doch gewählt, sein Colorit glühend undkräftig, und die Farben sind besonders im Lichte stark impastirt, sodaß er in allen diesen Be-ziehungen mit de Voes und Snyders wetteiferte. Auch in der Ätzkunst war er ausgezeichnet.