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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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681
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Gaveleutz Gabinius 681

l GabelenH (Hans Konon von der), Geh. Kammer- und Regierungsrath zu Alten-

burg, ein bekannter Sprachforscher, geb. daselbst am t 3. Oct. > 807, der einzige Sohn desim 7. März 1831 verstorbenen Geh. Raths und Kanzlers Hans Karl Leopold vonderG., erhielt seine Bildung auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt und seit 182 5 auf denUniversitäten zu Leipzig und Göttingen, worauf er 1829 in den sachsen - altenburg. Staats-dienst trat, in welchem er 1831 zum Kammer- und Regierungsrath und 1833 zum Geh.Kammer- und Regierungsrath befördert wurde. Einen Ruf als Curator der Universität zuJena im Anfänge des J. 1833 lehnte er ab. Frühzeitig bildete sich bei ihm die Neigung aus,fremde Sprachen zu erlernen, und mit einem glücklichen Gedächtnisse und seltenem Scharf-sinne versehen, drang er schnell in den eigenthümlichen Charter eines jeden Idioms ein.Schon als Gymnasiast suchte er sich die Sprache der Chinesen anzucignen; als Student,ohne sein eigentliches Fachstudium, das der Rechte, zu vernachlässigen, wurde er auf dieübrigen Sprachenfamilicn des östlichen Asiens hingeleitet. In Göttingen begann er das! Studium der Mandschusprache, der einzigen des in Ostasien weit verbreiteten tungusischen' Stamms, der literarisch angebaut worden ist. Ungeachtet der spärlichen und meist mangel-haften Vorarbeiten von P. Amyvt, Langles, Re'musat und Klaprokh, unternahm er es, daihm einige in China gedruckte Origmalwerke zu Gebote standen, in denLIemonts 0« Ingrsmmnire Miuniscboitk:" (Altenb. 1833) eine neue Grammatik der Mandschusprache zubearbeiten, in der er diese Sprache nach ihrer ganzen Individualität in conciscn Regeln ent-wickelte. Von seinen übrigen Forschungen in den ostasiatischen Sprachen hat er bis jetzt we-nig bekannt gemacht. In der von ihm mikbegründetenZeitschrift für die Kunde des Mor-genlandes" lieferte er einige interessante Aufsätze über das Mongolische. Neben diesen orien-tal. Studien und der THLtigkeit, die seine öffentliche Stellung verlangte, wendete er in Vcr-I bindung mit einem Jugendfreunde, I. Löbe, seinen Fleiß den älter» Zweigen des german.

I Sprachstamms zu, namentlich der gothischen Bibelübersetzung des Ulfila (s. d.), von der

' sie eine neue kritische Ausgabe nebst lat. Übersetzung (Bd. I und 2, Abth. 1, Altenb. >836

und Lp;. 1833, 3.) lieferten, der bereits ein goth. Glossar bcigegeben ist und eine goth. Gram-matik folgen wird. Nachher den Sprachen des finnisch - tatarischen Sprachstamms sich zu-wendend, war er der Erste in Deutschland, der dieselbe nach rationalen Grundsätzen zu bear-beiten unternahm. Er lieferte eine Grammatik der mordwinischen Sprache in der erwähn-ten Zeitschrift (Bd. 2) und demnächst dieGrundzüge der sirjanischen Grammatik" (Altenb.>831). Auch besitzt er ein glückliches Talent für Poesie und hat namentlich mehre Scott'scheDichtungen in der gelungensten Weise übersetzt; doch ist davon wenig gedruckt worden.

Gabelle, soviel wieindirecteSteuer; in Frankreich eine Salzsteuer, die, während derRevolution abgeschafft, durch Napoleon wieder eingeführt wurde. 6al,eIIa emigrntioins,s. Abzugsgcld.

Gab«, eine alte Stadt in Latium, zwischen Rom und Präneste (jetzt Palestrina) nahebei dem heutigen Lago di Castiglione gelegen, kam der Sage nach durch die List des SextusTarqmnius in röm. Gewalt. Einst groß und mächtig, durch alten Zuno-Cultus berühmt, ver-fiel sie schon früh und lag zu Augustus' Zeit in Trümmern. Die Steinbrüche in ihrer Nähelieferten den Römern vortreffliche Bausteine. Llsbinus cinctu5 hieß bei den Römern eine' »on den Gabinern hergenommene, bei Opfern und andern heiligen Gebräuchen übliche! Schürzung der Toga, die sich auch auf antiken Bildwerken dargestellt findet.

> Gabinius (Aulus), ein Römer aus plebejischem Geschlecht, machte als Volkstribun im1.67 v. Chr. den Vorschlag zu dem Gesetze (lex 6»I>inic>), durch welches zur Führung des See-i räuberkriegs dem Pompejus, den er nachher in den asiat. Kriegen als Legat, auf seine Berei-! cherung bedacht, begleitete, eine ungemeine Macht übertragen wurde. Durch den Einfluß derTriumvirn für das I. 58 mit L. Calpnrnius Piso zum Consul ernannt, unterstützte er denClodius in seinen Feindseligkeiten gegen Cicero. Als Statthalter Syriens nahm er sich 57 derSache des Hohenpriesters Hyrkanus gegen dessen Bruder Aristobulus und Neffen Alexan-der an und besiegte die Letztem vornehmlich durch seinen Legaten M. Antonius. Um Cäsar'sund Pompejus' Willen zu genügen und reichen Lohn zu erwerben, setzte er den PtolcmäusAuletes mit Gewalt wieder in Ägypten ein; während der Zeit wurde seine Provinz von räu-berischen Arabern durchzogen, und in Judäa brachen durch Alexander die Unruhen wieder