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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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677
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Fußangel« Fußkuß 677

theilen. Der engl. Fuß, dem der russ. gcüau gleich ist, ist der dritte Theil eines Aaro, das inEngland die eigentliche Einheit des Längenmaßes bildet, und wird in > 2 Zoll s 10 Liniengetheilt; er beträgt nur 135,16 par. Linien. Der rhcinländ. oder preuß. Fuß, auch Werk-oder Baufuß genannt, ist der zwölfte Theil einer preuß. Ruthe; er wird gleich demstanz, in 12 Zoll ä 12 Linien getheilt und hat 139,13 par. Linien, während der preuß.Feld - oder geometrische Fuß der zehnte Theil einer preuß. Ruthe ist und in 1» Zoll L I»Linien getheilt wird. In ganzen Zahlen sind ungefähr 29 franz. mit 30 rheinl. (genauer57 franz. mit 59 rheinl.), 46 franz. mit 49 engl, und 34 rheinl. mit 35 engl. Fuß von glei-cher Größe. Der größte vorkommende Fuß ist der alte turiner (pieele Ichrsnäo), welcherfast >9 franz. Zoll hält. Der östr. oder wiener Fuß hat >40,13, der bair. 129,38,' derwürteniberg. 127 stanz. Linien, der hannöv. 11engl. Zoll; der neufranz. ist der badischeund neue schwciz. Fuß°/io,derhcssen-darmstädtische '/> eines Metre, welches die Einheit des ncu-ftanz. Längenmaßes hildet, u. s. w. Der Flächcnfuß oder Quadratfuß ist ein Flächen-raum, der einen Fuß lang und einen Fuß breit ist; er hat 144 oder 100 lUZoll, je nachdemman den Fuß in >2 oder in 10 Zoll theilt. Der körperliche Fuß oder Cubikfuß ist ein kör-perlicher Raum, der einen Fuß lang, einen Fuß breit und einen Fuß hoch ist. Nur sehr seltenkommen noch vor: beim Flächenmaß der Riemcnfuß, 1 F. lang und 1 Zoll breit; beimKörpermaß derScha chtfuß, I F.lang und breit, > Zoll hoch und der Balkenfuß, 1 F-lang, aber nur 1 Zoll breit und hoch.In der Architektur heißt Fuß der untere Theilkines Gebäudes oder einzelner Theile desselben. An Gebäuden besteht der Fuß aus einerhohen Platte, Plinthe, welche sich mit einigen mehr oder minder ausladenden Gliedern (Fuß-gesims) an die eigentliche Frontwand anschließt. Der Fuß eines Gebäudes muß immer ge-ringere Ausladung haben als das Hauptgesims, damit er nicht unter dem Bogenfall liege.Der Fuß an Säulen bildet den Übergang aus der cylindrischen Form derselben in das Vier-eck, daher ist die Plinthe desselben meist quadratisch, die Gesimse aber sind rund. Die griech.dorische Säule hat keinen eigentlichen Fuß, obwol man Beispiele hat, daß derselbe dadurchersetzt ist, daß der untere Theil des Säulcnschafts bis auf eine geringe Höhe nicht cannelirt ist.Erst bei der ionischen Säule finden wir den Fuß eingeführt. Die Höhe des Fußes darf nieüber einen halben Säulendurchmcsser betragen. Pilaster, Wandpfeiler, haben von jehereinen Fuß gehabt, der aber in seiner Gliederung nicht immer mit dem Fuße der dazu gehöri-gen Säule übercinstimmt, oft nichts weiter als eine einfache Plinthe ist. In der Vers-kunst versteht man unter Fuß ein Vcrsglied, welches aus der Zusammenstellung mehrernach Kürze und Länge abgemessener Sylben besteht. Diese Versfüße, die gleichsam dasMaterial eines Gedichts bilden, wurden schon von den Alten mit besondern Namen bezeich-net, wieDaktylusss.d.), Spondeus (s.d.), Jambus(s.d.) u.s.w.(S.Rhythmus.)

Fußangeln (ckn»«se-tr»,>j,es) sind eiserne, mit vier Spitzen versehene Körper inSternform und so construirt, daß eine der zwei bis vier Zoll langen Spitzen immer oben zuliegen kommt, also aufrecht steht, der Körper mag geworfen werden, wie er will. In derFortification gehören sie zu den Annäherungshindcrnissen und haben manche Vortheilc, dennsie hindern nicht das Feuer der Vertheidiger, wie die Dornenhecken, gewähren dem Feindekeine Deckung, wie die Wolfsgruben, sind leicht überall hinzuwerfcn, wo man dem Feindedie Annäherung verwehren will, z. B. vor Feldschanzen, engen Passagen u. s. w., und sindebenso leicht wieder wegzunehmen, wenn man ihrer nicht bedarf. Besonders vortheilhaftsind sie gegen feindliche Reiterei, die eine mit Fußangeln bestreute Fläche ohne Gefahr nichtPassiren kann. Dagegen haben sie den Nachtheil, daß, wenn der Feind Kenntniß von ihrerLage hat, er sie durch einzelne des Nachts ausgeschickte Leute leicht aufnehmen lassen kann.Ihrer Kostbarkeit wegen macht man nur in seltenen Fällen von ihnen Gebrauch, doch leistensie bei Vertheidigung der Breschen gute Dienste, da der Feind zum Aufheben oder Beseitigender Fußangeln viele Zeit braucht. Im freien Felde können die Fußangeln auch durch Eggenmit eisernen Zinken ersetzt werden. Endlich bedient man sich ihrer auch noch, obschon policei-widrig, um Gärten, Bienenhäuser u. s. w. gegen Diebe zu schützen.

Fußkuß, im Morgenlande schon in früher» Zeiten das Zeichen der Untergebenheit undVerehrung, wurde bereits durch die röm. Kaiser im Abendlande cingeführt, durch die Päpsteaber, namentlich von Gregor V II., als Zeichen der dcmüthigen Verehrung, welche dem Papste