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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Aurea Furlanetto 671

enthalten sie doch auch manches Gute. Als die vorzüglichsten erwähnen wir dieNaturge-schichte und Technologie" (3 Bde., Braunschw. 1700 01; 6. Aufl., von Wiedemann>812),Neues Realschullexikon" (3 Bde., Braunschw. >800 5),Handwörterbuch derNaturlehre" (2 Bde., Lp;. 1805),Naturgeschichte für Kinder" (10. Aust., herausgegebenvon Lippold, Lpz. 1831), die noch gegenwärtig in Schulen gebraucht wird, undMytholo-gie" (neue umgearbcitete Aust, von Lippold, Hann. 1823).

Furca, s Sanct-Gotthard.

Furcht nennt man die lebhafte Besorgniß einer Gefahr oder eines, oft nur eingebilde-ten Übels, dem zu widerstehen man sich nicht gewachsen fühlt. Was diese Furcht erregt oderleicht erregen kann, heißt f urchtbar und im höhcrn Grade fürchterlich. Die Furcht istan sich ein dem lebendigen Wesen natürlicher Affcct, weil cs ein Gefühl seiner Beschränktheithat. Die Grade der Furcht sind Bangigkeit, Angst (s. d.) und Muthlosigkeit oder Verzagt-heit; eine plöhlich den Menschen ergreifende Furcht nennt man Erschrecken, Grausen undEntsetzen, die auch den Muthigsten befallen können, sofern es Gefahren gibt, die ihn zum Ge-fühl seiner menschlichen Ohnmacht bringen. Die Geneigtheit zur Furcht heißt Furchtsam-keit, die cbensowol eine physische als eine geistige und moralische sein kann. Eine ängstlicheBehutsamkeit charakterisirt das ganze Betragen des Furchtsamen, herrscht in seinen Reden, sei-nem Gange, seinen Bewegungen und seinem Gesichte. Seine Stimme ist leise und ängstlich,ebenso sein Gang. Im Umgänge mit Menschen erscheint die Furcht als Schüchternheit undBlödigkeit, oder als übertriebene Höflichkeit und Kriecherei.

Furia nannte Linne' einen kleinen, kaum haardickcn Wurm, der in den SümpfenBotbnienS wohnend, vom Winde verweht, auf Menschen und Thicrc herabfallen, sich unterdie Haut fressen, brandige Wunden und unfehlbar den Tod herbeiführen soll, wenn er nichtausgeschnitten würde. Da Niemand seitdem dieses Thier beobachtete, so ist anzunehmcn, daßhier eine übertriebene Schilderung des Fadenwurms vorlicge, der in sumpfigen Gegendenzwischen den Muskeln der Thicre sich einnistet.

Furien, s. Eumeniden.

Fnrina, eine alte Göttin der Römer, von der weiter nichts bekannt ist, als daß siejmseit der Tiber unweit Rom einen Hain hatte, in welchen sich der jüngere Gracchus flüch-tete. Cicero seht sie mit den Furien in Verbindung.

Furioso bezeichnet in der Musik nicht sowol eine Art der Bewegung als vielmehr eineArt des Ausdrucks und wird daher auch als Beiwort gebraucht, z.B. ^»ogro furioso. DasWilde und Rasende, worauf dieser Ausdruck hindeutet, wird nicht durch übermäßige Ge-schwindigkeit befördert; ein wilder und rauher Accent im Vortrag entscheidet hier mehr alsdie Bewegung, und dieser wird von Seiten des Tonsctzers besonders begünstigt durch fremdeharte Ausweichungen, Dissonanzen, Sforzatos, plötzlich eintretende Fortes, chromatischeFortschreitungen im Einklang u. s. w.

Furius, in älterer Zeit Fusius, ist der Name eines alten, aus Tusculum stammen-den röm.-patricischen Geschlechts; zu ihm und zwar zu der Familie der Camilli, die noch inder Kaiserzeit fortblühte, gehörte der berühmte Besieger der Gallier, M. Furius Camil--l u s (s. d.). Nicht zu verwechseln ist mit diesem das plebejische Geschlecht der Fufii, demD. Fusius Calenus angehörte, der als Volkstribun 01 v. Ehr. für Clodius thätig war, dannCäsar, durch den er 37 das Consulat erhielt, und Antonius anhing und im J. I I starb.

Furlanetto (Giuseppe), einer der berühmtesten Gelehrten Italiens, geb. zu Paduaam 30. Aug. 1775, erhielt seine Bildung in dem bischöflichen Seminar seiner Vaterstadtund war in den I. 1700 und l 800 Lehrer in dem Collegium von San-Giustina, nach dessenAufhebung er Erzieher des Sohns des Grafen Cestari wurde. Im 1.1805 übernahm er indem bischöflichen Seminar die Vorträge über biblische Hermeneutik und wurde drei Jahredarauf Director des Seminars. Im Nov. >817 von dem östr. Gouvernement zum Pro-fessor des Bibelstudiums an der Universität zu Padua ernannt, kam er nach zwei Jahren, da erdas anhaltende Sprechen nicht vertragen konnte, um seine Entlassung ein und übernahm,wenige Monate nachher das Rectorat des vorgedachten Seminars, das er aber >822 eben-falls niederlegte, worauf er sich mit neuem Eifer seinen Lieblingsstudien, der alten Literatur,ergab. Unter seinen Arbeiten sind besonders zu erwähnen der im Einverständniß mit dem