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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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670 Fuildainentalbaß Funke -

nants der Cavalerie trat. Abgesehen von einer Sendung in das Hauptquartier des Herzogvon Wellington und nach London lebte er unausgesetzt seinen geschichtlichen Studien in Wur-zen, wo er am 7. Aug. 1 828 starb, nachdem die philosophische Facultät zu Marburg in, !Jahre vorher ihn durch Übersendung des Doctordiploms geehrt hatte. Die reifste Frucht sei- ^nes Geistes waren dieGemälde aus dem Zeitalter der Krcnzzüge" (4 Dde., Lpz. 1820-2a), worin gründliches Quellenstudium mit Lebendigkeit und Würde der Darstellung sichvereinigt. Nach seinem Tode erschienenErinnerungen aus dem Feldzüge des sächs. Corpsunter dem General Grafen Neyuier im I. 1812" (Dresd. 1829), welche schätzbare Am- ^schlüsse über die Ereignisse jener Zeit gewähren.

Fundamentalbaß oder Erundbaß nennt man eine Baßstimme, welche eulstcht,wenn man von den Accorde» einer harmonischen Reihe, nur die Grundtone in den Baß legt,während eine gewöhnliche Baßstimme auch andere Intervalle der Accorde enthält. DerGrundbaß dientzu übersichtlicher Darstellung einer Harmoniefolge, nicht zur praktischen Aus-führung. Auch heißt die bezifferte Orgclstimme in Kirchenmusiken Fun damentalbaß

Fünen, dän. Fyen, lat. bu>me>, nach Seeland die größte der dän. Inseln, welche mildenInseln Taasing und Langeland das Stift Fünen ausmacht, umfaßt 61 ClM. mit 170000 E.und liegt zwischen Seeland, von dem cs durch den Großen, und zwischen Jütland und -Schleswig, von denen eS durch den Kleinen Belt getrennt wird. Es hat einen Meerbusen,Stcgcstrand, ist im Innern eben und fruchtbar, besonders an Getreide und wird von meh-ren Flüssen, die meist Aa heißen, durchschnitten. Die Hauptstadt der Insel ist das malleOdense mit ungefähr 8000 E-, berühmt durch die von Knut dem Heiligen gegründete Ka-thedrale mit merkwürdigen alten Königsgräbern und als Sitz eines Bischofs. Die Stadt hateine Bibliothek aller in dän. Sprache irgend gedruckter Bücher; auch besteht daselbst eine 'Literarische Gesellschaft. Außerdem sind bemerkenswert!) Nyeborg, mit 2000 E-, der Haupt-überfahrtsort nach Seeland, bekannt durch den am >4.Nov. 1659 durch die vereinigten dän., 'poln. und brandend. Truppen über dieSchwedcn errungenen Sieg, Svenborg, mit 2700 E.,an der äußersten Südspihe Fünens gelegen, mit gutem Hafen und lebhafter Schiffahrt, und >Middelfart, bekannt durch seinen Meerschweinfang, den eine besondere Zunft von Dclphin-sängern gegen einen jährlichen Pacht betreibt. Manches Jahr werden hier an 600 Stück,von denen einzelne 250 Pf. schwer sind und deren Speck als Thran benutzt wird, gefangen.Fünfhäfen, s. Linque ?nrts.

Fungiren heißt ein Amt verwalten; daher Functionen die mit dem Amte verbun-denen Geschäfte. Mathematische Functionen, s. Infinitesimalrechnung.

Funk (Gottfr. Bencd.), ein verdienter Schulmann und Pädagog, geb. 1 73-1 zu Har-tenstein in der sächs. Grafschaft Schönburg, studirte, nachdem er, auf Anrathcn I. A. Cra- ^mer's in Quedlinburg, in Folge seiner Bedenklichkeiten wegen Verpflichtungen des Prcdigt-amts, die Theologie aufgegeben hatte, seit 1755 in Leipzig die Rechte. Doch schon im folgen-den Jahre berief ihn Cramer, der untcrdeß Hofprcdiger in Kopenhagen geworden war, zusich, als Lehrer und Erzieher seiner Familie. In dieser glücklichen Lage, welche ihm den Um-gang mit Klopstock, Münter, Basedow, Nesewitz und vielen andern ausgezeichneten Männerngestattete, blieb F., bis er an die Domschule in Magdeburg kam. Im I. 1772 wurde erRector dieser Schule; auch erhielt er 1785 den Titel als Consistorialrath. Er starb am 18.Juni 181-1. Eine Sammlung seinerSchriften" erschien nach seinem Tode (2 Bde., Bcrl.

182021). Seine tiefen und vielseitigen Kenntnisse und gereisten Erfahrungen, verbun-den mit einer musterhaften Berufstreue, echter Humanität und reinem Leben, erwarben ihmeine ebenso seltene als fruchtbare Einwirkung auf die Geistes - und Herzensbildung seiner !zahlreichen Schüler. Ein Verein seiner Schüler ehrte des Lehrers Andenken durch eine wohl-thätige Stiftung bei der Schule zu Magdeburg und durch Aufstellung der Büste desselbenin der Domkirche zu Magdeburg.

Funke (Karl Phil.), ein zu seiner Zeit geschätzter und äußerst fruchtbarer Schriftstellerim Fache der Naturlehrc, geb. 1752 zu Görtzsalke bei Brandenburg, war anfangs Lehrer amPhilanthropin zu Dessau, dann Jnspector des dasigcn Schullchrcrseminariums. Er erhielt1804 den Titel als schwarzburg-rudolstädt. Regierungsrath und starb auf einer Reise zu Al-tona im I. 1807. Ungeachtetdcr Eile, mitwelcher cr die meisten seiner Schriften ausarbeitete,