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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Funck (Karl Will). Ferd. von)

Eulenspiegel",Der neue Eulenspiegcl", .,D'>° deutsche Volkshalle",Die Fackel",Erb-steine",Scherz und Ernst",Zcitspicgel",Zeitlosen" u. s. w. Diese von dem rücksichtslo-sen, gutgemeinten, aber unzweckmäßigen Tagsradicalismus jener Zeit anklingcnden Schrif-ten hatten zur Folge, daß er im Juni 1832, in Folge zweier Senatsbeschlüsse, vom Poki-ceirmte eine Verwarnung erhielt und im Sept. in eine vierwöchentliche Gesängnissstrafe ver-rtheilt wurde. Von neuem in Untersuchung gezogen und am l 2. Nov. l 832 verhaftet,wurde er zwar bei der Stürmung der Hauptwache am 3.Apr. 1833 in Freiheit gesetzt; dochfreiwillig kehrte er sofort in seine Untersuchungshaft zurück, worauf er zu acht Monaten Ge-fängnißstrafe verurthcilt wurde. Als eine gesunde Frucht seiner Studien erschien von ihm inderselben ZeitLudwig der Fromme, Geschichte der Auflösung des großen Frankenreichs"(Franks. 1832). Nachdem er seine Strafe abgebüßt, hielt er zu Frankfurt ungemein zahl-reich besuchte Vorlesungen über deutsche Geschichte, die ihm abxr sehr bald untersagt wurden,woraus er die Fortsetzung unter dem TitelGemeinfaßlicher Überblick der ältesten deutschenGeschichte" (Offenbach 1834) erscheinen ließ. Der Verdacht, daß er mehre Hefte desBauern-ConversationS-Lexikon" mit vertreiben geholfen und das aufgefundene Manuscriptzu einer fünften Folge desselben verfaßt habe, führte seine abermalige Verhaftung am 8. März>83-1 herbei. Überdies beschuldigte man ihn der Theilnahme an der Verbindung des sogenann-ten Männerbundes, was aber F. ebenfalls in Abrede stellte. Auf diese Verdachtsgründe hinund wegen seiner Theilnahme an einer Sectionsversammlung wurde er, nachdem er sich zweiJahre in Untersuchungshaft befunden, durch ein Gutachten der Facultät zu Göttingen zufünfJahre Zuchthaus verurthcilt, welche Strafe aber das Oberappellationsgcricht zu Lübeckauf drei Jahre herabsetzte, die F. auf dem Hardenberg bei Mainz abbüßte. Die Zeit seinerHaft verwendete er zu linguistischen Studien. Seinem freilich etwas excentrischen Charakterläßt sich eine gewisse stoische Festigkeit nicht absprechen.

Funck (Karl Wilh. Ferd. von), der Verfasser derGemälde aus dem Zeitalter derKreuzzüge", geb. am 13. Dec. 1761 zu Braunschweig, wo sein Vater als Hofrath angestelltwar, wurde auf der Schule zu Wolfenbüttel und seit 1778 auf dem Carolinum zu Braun-schweig gebildet. Im1.17 80 trat er als Lieutenant bei der Garde du Corps in sächs. Dienste,aus denen er aber in Folge gespannter Verhältnisse mit seinem Commandanten 1 785, seineEntlassung nahm. Seitdem widmete er sich literarischen Beschäftigungen; namentlich arbei-tete er seine anonym erschieneneGeschichte Kaiser Friedrich's II." (Züllichau 1792). Auchwurde er schon um diese Zeit mit Schiller bekannt und Mitarbeiter an derAllgemeinen Li-teraturzcitung". Durch den Generallieutenant Grafen von Bellegarde, der damals an derSpitze der sächs. Reiterei stand, ließ er sich bewegen, 1791 in das neuerrichtetc Husarenregi-mcnt einzukreten, in welchem er den Krieg gegen Frankreich am Rhein mitmachte. Währendseiner Abwesenheit verbrannte bei einer Feuersbrunst zu Kölleda das vollendete Manuscript sei-ner Geschichte Sachsens. Seine Theilnahme an denHoren" brachteihn in ein innigeres Ver-hältniß mit Schiller und Goethe. Seit 1801 zum Major befördert, wurde.er beim Ausbruchdes Kriegs von 1806 Adjutant des Generals von Zezschwitz und in der Schlacht bei Jenaverwundet und gefangen. Er hatte dem Kurfürsten die Nachricht von der Geneigtheit Na-polcon's für den Abschluß des Friedens mit Sachsen zu übcrbringen und begleitete 1807,inzwischen zum Oberstlieutenant und bald darauf zum Generaladjutanten und Oberst ernannt,den König nach Warschau und 1808 zu dem Congreß in Erfurt. Kur; vor dem Ausbruchedes Kriegs gegen Ostreich wurde er Generalmajor. Seit dieser Zeitwußte man durch Jntriguenihn mehr und mehr aus der Gunst, in der er bei dem König Friedrich August stand, zu ver-drängen. Zwar wurde er 1810 zum Generallieutenant ernannt, gleichzeitig aber erhielt erdas Cvmmando einer Brigade leichter Reiterei, wodurch er aus der Umgebung des Königsentfernt wurde. Im Kriege gegen Rußland im I. 1812 führte F. eine Cavaleriedivisionunter Reynier, dessen Gunst er anfangs in hohem Grade genoß, bis es seinen Neidern ge-lang, ihn auch bei diesem zu verdächtigen. Er mußte im Jan. 1813 das Commando überseine Division abgeben und nach Sachsen zurückkehren, wo er nun in Wartegeld gesetzt, inWurzen Im Kreise seiner Familie lebte. Da er unter dem russ. Generalgouvernement zu die-nen sich weigerte, so erhielt er seine Entlassung, die aber der König nach seiner Rückkehr fürnichtig erklärte, worauf F. wieder mit Wartegeld in die Zahl der wirklichen Generallieute-