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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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668 Fulvius Funck (Ioh. Friedr.)

schmied nach Philadelphia in die Lehre. Hier entwickelte crcin bcdcutcndesTalent zumZeich-nen, sodaß einige Personen sich seiner annahmcn und ihn zu seinem Landsmanne Bcnj. West,dem berühmten Maler, nach London sendeten, unter dessen Leitung er die Malerei studirensollte. Da er indeß nach zweijährigen eifrigen Studien rinsah, daß er in diesem Fache nie ^etwas Außerordentliches leisten würde und unterdeß mit dem Amerikaner Ramscy, einemgeschickten Mechaniker, bekannt geworden war, so beschloß er, sich ganz der Mechanikzu wid-men. In dieser Zeit vcranlaßte ihn Barlow, der nachmalige Gesandte der nordamerik.Freistaaten, nach Paris zu kommen und dort die Panoramen einzuführen, ein Unternehmen, !das ihm Ehre und Geld und zugleich die Gelegenheit brachte, seine mechanischen Studien in ^Paris fortzusctzen. Barlow beförderte F.'s Fortkommen dadurch bedeutend, daß er ihn mitden Notabilitatcn des Nationalinstikuts und den ersten Ingenieurs bekannt machte. Ausdieser Periode datirt sich F.'s Erfindung einer Marmorschncide- und Polirmühlc, eines sub-marinen Boots und des Torpedo, einer Maschine, Schiffe unter Wasser anzubohren und zusprengen. Die Krone seiner Erfindung aber istdas Dampfschiff(s.d-), das ihn unsterblichgemacht hat, während man Jonath.Fitch als einen Narren verlacht hatte. Seine erste» Ver-suche auf der Seine fanden allerdings wenig Anklang, zumal da sie nicht ganz gelangen;dasselbe Schicksal hatten sie in England. Hierauf wendete er sich nach seinem Vaterlandc zu-rück und baute 1807 mit Brown's Bcihülfe zu Neuyork das erste Dampfschiff. DasGclin-gcn desselben verschaffte ihm ein Patent zu alleiniger Dampfschiffahrt auf den bedeutendstenFlüssen Amerikas, das er aber in Geldverlegenheit für mehre Flüsse zu geringen Preisen ablre-tcn mußte. Nur noch für zwei Flüsse hatte er das Patent, als er in sehr bedrückten Umständenund mit Hinterlassung von mehr als 10000» Dollars Schulden 1815 starb. Jnscincnletz-ten Lebensjahren beschäftigte er sich mit Anwendung der Dampfmaschinen bei Kriegsschif-fen, und der Congrcß ließ eine Dampffrcgattc nach seiner Angabe, 1-15 F. lang und 55 F.breit bauen, deren Vollendung er aber nicht mehr erlebte. Als Anerkennung der Verdienstedes Vaters setzte der Congreß seinen Kindern l 829 eine Summe von 5090 Dollars mit denZinsen von 1815 an und später, im I. 1838, eine Summe von 100000 Dollars aus.Vgl. Montgery,ldlotice sur la vie et Iss truvuiix de Rol). k." (Par. l 825).

Fulvius, ein röm. plebejisches Geschlecht, das aus Tusculum stammte und in mehredurch die Beinamen Flaccus, Nobilior, Pätinus u. s. w. bezeichnte Familien zerfiel.Ouintus Fulvius Flaccus verwaltete, nachdem er schon zweimalConsul und 231 v.Ehr. Censor gewesen war, nach der Niederlage bei Cannä zwei Jahre hintereinander diestädtische Prätur. JmJ.2I2 zum drittcnMale Consul schlug er den Hanno inCampanicn;im folgenden Jahre unterwarf er das abtrünnige Capua, dessen harte Bestrafung vornehm-lich von ihm ausging. Er starb, nachdem er 209 das Consulat zum vierten Male verwaltet.

Sein Enkel, Marcus Fulvius Flaccus, wurde, da er als Consul im I. >25v.Chr. den Antrag stellen wollte, den Bundesgenossen das Bürgerrecht zu verleihen, vom Se-nat nach Gallien entfernt, um den von ihren Nachbarn bedrängten Massilicrn Hülfe zu brin-gen. Er schloß sich nachher an Cajus Gracchus (s. d.) an und fand nebst zwei Söhnen denUntergang im I. >21. Eine Tochter des Marc. Fulvius Bambalio war Fulvia, Cice-ro's erbitterte Feindin, von der Vcllejus sagt, daß nichts weiblich an ihr gewesen als der Kör-per; erst an Publ. Clodius Pülcher (s. Clo dius), dann an Curio, seit 16 v. Chr. an denTriumvir Antonius verheirathet. Nach dem Perusinischcn Kriege, den sie erregt hatte, floh sicaus Italien und starb in Sicyon 10 v. Chr. (S. Antonius und Augustus.) Ful-via hieß auch die Geliebte des Senators Q. Curius, durch welche Cicero Kunde überdenFortgang der Verschwörung des Catilina (s. d.) erhielt.

Funck (Joh. Friedr.), bekannt als politischer Schriftsteller, geb. am 10. Febr. >801zu Frankfurt am Main, besuchte seit 1821 die Universität zu Lyon, dann die zu Jena undbestand 21 Jahre alt das theologische Candidatencxamcn in seiner Vaterstadt, worauf er eineLrhrerstclle in der niedcrländ. Gemeinde erhielt, aus der er jedoch in Folge seiner BroschüreDas Candidatenwesen in Frankfurt am Main 1775 und >830" (Offenbach 1830) ent-fernt wurde. Sich und seine Mutter zu ernähren griff er zu literarischen Arbeiten und gabseit 1830 theils allein, theils mit seinen Freunden und politischen Glaubensgenossen, Freiei-sen und W. Sauerwein, eine Menge politischer Zeit - und Flugschriften heraus, darunter