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Fulahs Fluda
thätig sind, und entfaltet in seinen Compositionen oxr eine großartige Energie und vieleMacht des Ausdrucks. Die große Menge spricht freilich F.'s ernste, mäßige Färbung nicht an.
Fulahs (Fulancger), ein weitverbreiteter Stamm ausdcm Hochsudan. (S. Afrika.)Ihr ursprüngliches Heimatland ist vielleicht das Gcbirgsländchen Fuladu, wo sie noch jetztals wildes Jägervolk Hausen. Auf der Timbuterrassc dagegen und in der ganzen Ausdeh-nung ihrer Ansiedelungen vom Niger bis hinunter nach dcrSicrra-Leone-Küste zeigen sie sichals ein gesittetes, städtebauendes, Viehzucht und Ackerbau treibendes, gcwcrbthätiges undauch zum Handel geneigtes Volk. Alle Reisende, welche über sic berichtet haben, stimme» i»ihrem Lobe überein. Die meisten Nachrichten verdanken wir Winterbottom. Er schildert sieals ein sanftes Volk, das im Allgemeinen vom Landbau und von der Viehzucht lebt; dochkommen sie auch in großen Zügen zur Ebene herab und ziehen, nachdem sie durch mancherleiIndustrie etwas erworben haben, wieder auf ihre Terrassen heim. Sie schmieden Eise» undSilber, arbeiten recht sauber in Leder und Holz und weben feste Zeuge. Ihre Wohnungensind wvhlcingerichtet. Sie sind Mohammedaner und haben außer Moscheen fast in jeder ihrerStädte Schulen. Sklaven machen sie nur in, Kriege, doch leiden sie selbst, wie der MisfionairFox erzählt, sehr von den raubsüchtigcn und kriegerischen Nachbarstämmen. Ihr König (Al-mami) Abdul Kadrin ließ sich l 82 l mit dem Gouverneur Grant von Sicrra-Leone in Unter-handlung ein, der den Arzt O'Bcirn nach Timbu sandte, um einen Vertrag wegen freienHandels und Abschaffung des Sklavenhandels zu Stande zu bringen, und der König ver-sprach das Möglichste. Die Fulahsprachc ist von allen Ncgersprachcn die wohlklingendste,besonders der Susudialekt, in welchem die Tociot)- lor inissions tn ^lric» un>I tl>« Last eineReihe christlicher Bücher hat drucken lassen. Die Hoffnungen der Ncgerfrcunde, Civilisationin Afrika einzuführcn, sind besonders auf den Charakter der Fulanegcr gebaut. — Einencigenthümlichcn Zweig dieses Stamms bilden die Fclatahs, Neger, welche nicht auf demHochsudan, sondern jenseit des Niger das Land bewohnen, welches die Nordwcstecke vonHochafrika bildet. Die Fclatahs sind Krieger und Eroberer, welche große Naubzüge im Ni-gerthal unternehmen. Das Land, welches die Fclatahs bewohnen, liegt im Haussalandewestlich vom untern Lause des Niger. Der Scheck) Othman, auch Danfodir genannt, dehnt!durch seine Eroberungen das Felatahgcbict beträchtlich aus. Sei» Sohn, der Sultan Bello,der ihm 1816 folgte, nahm seine Residenz in Sakkatu am Flusse Zirmi, einem Nebenflüssedes Niger, wo ihn Clapperton 1823 besuchte. Bello, der ein Freund der Civilisation ist, cr-bot sich gegen diesen Reisenden, an der Unterdrückung des Sklavenhandels zu arbeiten, auchdem Könige von England Grund und Boden zur Errichtung einer Niederlassung an dcrKüste zu geben, wenn man ihm einen Consul und einen engl. Arzt schicken wollte. Die Auf-nahme, welche Clapperton 1826 bei dem Sultan fand, scheint dagegen weniger günstig ge-wesen zu sein. Das Felatahland besitzt zwar, wie cs scheint, kein Geld, aber doch mancherleiinnere Hülfsquellen. Die Handelsstadt Kano ist ein Stapelplatz für Korn, Reis und Bich.— Auch soll der Name Fu la eine Sekte unter den Negern bezeichnen, die ähnliche Grund-sätze wie die Quäker befolgt, keine Sklaven hält und sich zum Islam bekennt.
Fulda, eine Provinz des Kurfürstcnthums Hessen, mit dem Titel eines Großherzog-thums, 33/r lDM. mit >38000 meist katholischen E-, umfaßt außer den nicdcrhcss. ÄmternFricdewald und Landcck, dem früher» Stift Hersfeld und der Herrschaft Schmalkalden, etwazwei Drittheile des ehemaligen, zum obcrrhein. Kreise gehörigen Bisthums Fulda.Dieses letztere entstand aus der? 13 durch Bonifacius in der Landschaft Buchonia gestiftetenAbtei, welche schon 751, von aller bischöflichen Oberaufsicht befreit, unmittelbar dem röm.Stuhle untergeben wurde. Bald darauf erhob sich dieselbe noch mehr theils durch die mitdem Kloster verbundene, ausgezeichnete Gelchrtcnschule, an welcher der berühmte HraKa-nus MauruS (s.d.) eine Zeit lang wirkte, theils dadurch, daß sie 968 den Primat vorallen andern Abteien Deutschlands und Frankreichs erhielt. Auch in dcr Folge wußte» dieÄbte von F., die seit Kaiser Karl IV. zugleich die Erzkanzlerwürdc bei der Kaiserin bekleide-ten, wenn schon sie keine bedeutende Territorialmacht zusammenbrachten, doch durch alleStürme der Reformation hindurch ihr kirchliches und rcichsfürstliches Ansehen zu behaup-ten, svdaß F. 1752 zu einem Visthum erhoben wurde. Durch den Reichsdeputationshaupt-schluß wurde dasselbe 1903 säcularisirt und, jedoch nicht ohne Widerstreben des letzten Bi-