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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Fuge Fuger

tung wird in jedem Orte von einem Gemcinderath (it)iu>tumieiit,>) mit einem Alcalden ander Spitze geführt, der auch Richter in erster Instanz ist, und von dem die Appellation ani den vom Könige ernannten Corrcgidor geht, der die hohe Gerichtsbarkeit besitzt, und dieRechte des Königs, die meist nur negativer Natur sind, ausübt. Außerdem gibt es noch einenvon der Generalversammlung erwählten Grcnzzolldircctor. Durch Espartcro wurden diese, Fneros fast ganz aufgehoben, durch die Königin Jsabella aber im Juli >84ä wiederherge-I stellt. (S. Spanien.)

Fuge heißt ein mehrstimmiges Tonstück, in welchem die Stimmen nicht gleichzeitiganfaugei^ sondern einander in der Weise folgen, daß alle mit demselben melodischen Satze(Thema oder Subjcct), aber in verschiedener Tonhöhe beginnen. Die Ordnung ist regel-mäßig die, daß eine Stimme zuerst das Thema im Haupttone (»lux) vorträgt, eine zweitemit demselben eine Quinte höher oder Quarte tiefer (coines oder Antwort) folgt, die drittedann das Thema wieder im Hauptton ergreift, jedoch gegen die erste um eine Octave versetztund die vierte endlich nochmals in der Quinte oder deren Octave folgt. Das, was jedeStimme, während das Thema in einer andern liegt, vorzutragen hat, heißt Contrasubjcctoder Gegcnthema. Ist das Thema von allen Stimmen cingeführt, so bleibt cs durch dieganze Fuge der hcrrsthendc Gedanke und erscheint wechselnd in allen Stimmen mit allerleiGestaltungen, Umwandlungen, Verkürzungen u. dgl. Oft wird auch ein Gcgenthema zu-gleich mit dem Dux cingeführt, das während der ganzen Fuge neben dem Haupttone eineselbständige Geltung behält, und es heißt alsdann die Fuge eine Doppel fuge; Fuge überzwei Subjectc aber, wenn in der Mitte des Stücks ein ganz neues Thema eingeführt underst nachdem es verarbeitet worden, mit dem ersten Thema verkettet wird. Besteht die Fuge! blos aus dem Thema mir seinen Contrasubjcctcn, so heißt sie eine strenge Fuge (s»j;a iicc.-r-cnm); frei aber ist sic, wenn mancherlei fremde Gedanken (Zwischcnharmonien) cingcmischt,

' auch die Contrasubjcctc nicht durchaus treu bcibchaltcn werden. Die Fuge, wie oft sie auchdurch rein calculircudc Behandlung zum bloße» Ncchcncxcmpel hcrabgczogcn wurde, dieletdem Tonsctzcr ein weites Feld zu schönen großartigen Effecte», wie zu cigcuthümlichcn kunstreichen Combinationcn. Lehrbücher und Abhandlungen über die Fuge schrieben Marburg,Albrechtsberger, Kirnbcrgcr u. s. w. Sehr übersichtlich behandelt den Gegenstand Nochlitzin seinem WerkeFür Freunde der Tonkunst".

Fitster (Friedr. Hcinr.), Historienmaler, gcb. zu Heilbronn >75,1, zeigte früh großeVorliebe für die Malerei und kam, um dieselbe zu erlerne», nach Stuttgart, verließ aberdann aus Klcinmuth die betretene Bahn und ging nach Halle, um die Rechte zu studiren.Hier war cs der Professor Klotz, der ihn aufs neue anfeucrtc, seinem ersten Lebcnsplanc ge-treu zu bleiben. Nachdem er zu seiner weitern Ausbildung einige Zeit in Dresden sich auf-gehalten hatte, ging er17 7 t »ach Wien und ward hierauf von der Kaiserin Maria TheresiaalSPcnsionair nach Nom geschickt. Nach siebenjährigen Studien daselbst begab er sich >782»ach Neapel, wo er in dem Bibliothcksaale der Königin Karolinc zu Cascrta acht historische^ Bilder in Frcsco ausführtc und ein sehr gelungenes Bildmß dieser Monarchin lieferte.

, Im I. >781 folgte er dem Rufe als Vicedircctor der Maler- und Bildhaucrschule nach

Wien, wo er nach und nach Professor, Rath und wirklicher Dircctor wurde und am ü.Nov.>818 starb. Nach seiner Rückkehr nach Wien lieferte er anfangs fast nur Miniaturgcmälde,die sich durch charakteristische Ähnlichkeit und wahre, kräftige Färbung auszcichnen, und un-ter dcncnwir das des Kaisers Joseph'sll., des einzigen wahrhaft ähnlichen dieses Monarchen,und das der Gräfin Rzcwuska erwähnen. Bald indeß bildete er sich in Wien auch mit dembesten Erfolge in der Ölmalerei aus. Seine vorzüglichsten Arbeiten in dieser Beziehung sinddie Portraits Kaiser Joscph's >>., der Erzherzogin Elisabeth und Loudon's und unter denhistorischen Gemälden Prometheus, der das himmlische Feuer entwendet, Orpheus, der vonPluto die Rückgabe der Eurydicc erbittet, Dido auf dem Scheiterhaufen, die ersten Ältcrnbei Abcl'S Leiche, das Urthcil des Junius Brutus über seine Söhne und, als Seitenstück,der Tod der Virginia, Semiramis, welche an ihrem Puhtische dicEmpörung derBabylonierwider sie erfährt, Sokrates vor seinen Richtern, die schöne Magdalena und Johannes in derWüste in der kaiserlichen Hofkapclle zu Wien. Zu seinen gelungensten Arbeiten gehörenendlich die 20 Handzeichnungcn, welche er nach Klopstock'öMessias" auf blaues Papier,