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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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660 Fuchsrnseln Fueros

müßte. Fuchsbälge Md überall im Norden, besonders aber in Rußland ein sehr wichtigerHandelsartikel. Das Fuchsprellen war ehemals ein rohes Vergnügen deutscher Lrnd-junker und bestand im Hinaufschncllen eines auf einem Brete angebundenen lebenden Fuch-ses Den Fuchsjagden zu Pferde und in Begleitung großer Meuten sind in Englandviele reiche Landbesitzer immer noch enthusiastisch ergeben; ja man hat hier für dieses sehrtheure Vergnügen sogar eine Kunstsprache erfunden und Clubs gestiftet. Unter den auslän-dischen Füchsen liefert der schwarzeSilber fuchs in Sibirien den kostbarsten Pelz, in-dem ein Fell über 100 Thlr. kostet; minder theuer, aber dennoch sehr werthvoll, sind die ame-rikanischen Kreuzfüchse, der Blaufuchs und der Eisfuchs.

Fuchsinseln, auch Kawa lang, ruff. Lisii Ostrowi, nennt man den östlichen Theildes Archipels der Aleuten (s.d.), mit dem diese Inseln, auch in Betreff ihrer Bewohnersowie ihrer politischen und natürlichen Beschaffenheit völlig übereinstimmen. Wie diese, sindsie alle vulkanischer Natur und voll von noch thätigen Vulkanen. Bewohnt sind von ihnenUnimak, die größte, mit einem Bischöfe, einer kleinen ruff. Garnison und einem Schiffs-werft, Kugalga, Sannak, Akun, Akulan und Umnak, sogar Unalaschka, die volkreichste.

Fuder, Flüssigkeitsmaß, s. Maße und Gewichte.

Fuentes (Don Pedro Henriquez d'Azevedo, Graf von), ein ausgezeichneter span.Feldherr und Staatsmann, geb. 1560 zu Valladolid, erregte schon als Jüngling am HofePhilipp's II. große Erwartungen von seinen Talenten. Seinen ersten Feldzug machte er1580 unter dem Herzog Alba in Portugal, dessen Gunst er sich erwarb. Ums I. >591wurde er nach den Niederlanden geschickt, um dem berühmten Alexander Farnese im Cabinelwie im Felde Beistand zu leisten. Nach dem Tode desselben blieb er in gleicher Stellung beidem Grafen von Mansfeld, Peter Ernst, und dann auch bei dem Erzherzoge Ernst, dem erbesonders den Friedensabschluß mit den Holländern widerrieth. Da er sich dem span. In-teresse aufs höchste ergeben zeigte, erhielt er 1595 interimistisch das Gouvernement der Nie-derlande und zugleich die volle Macht, durch Waffengewalt und diplomatische Künste dieHolländerzu beugen. Als der Cardinal Erzherzog Albert Statthalter der Niederlande wurde,ging F. als Gouverneur und Generalcapitain nach Mailand. Durch seine listige und un-ruhige Politik, wie durch ein starkes, auserlesenes Kricgsheer erregte er hier die Furcht derital. Fürsten, besonders aber der Venetianer. Er kaufte den Hafen Finale auf der gennes.Küste und erbaute >60.9 an den Grenzen des Veltlin, beim Einflüsse der Adda in den Co-mersee, die Feste Fuentes, wodurch er die Graubündtner äußerst erbitterte. In Besorgnisüber den Aufschwung, den Frankreich unter Heinrich IV. nahm, brachte er 1599 das Bünd-nis mit dem Herzoge von Savoyen zur Zerstückelung Frankreichs und die Verschwörungdes Marschalls Biron (s. d.) zu Stande. Die Nachricht von der Ermordung Hcinrich'sversetzte ihn in die ausgelassenste Freude. Als nach dem Tode Ludwig's XIII. der Krieg zwi-schen Frankreich und Spanien und Ostreich wieder ausbrach, fiel der hochbetagte F. mit ei-nem Heere von 250V0 M. span. Kerntruppen in die Champagne ein, um unmittelbar nachParis vorzudringen. Bei Rocroy aber, das er belagerte, wurde er am 19. Mai 1613 vondem jungen Herzoge von Enghien, dem spätem großen Conde (s. d.), mit geringerer Machtangegriffen und gänzlich geschlagen. Mit 6000 Spaniern blieb F. auf dem Platze; einegleiche Anzahl wurde gefangen, während die Franzosen kaum 2000 M. verloren. F. warein kühner und thätiger Charakter, aber zugleich hart, eigensüchtig und unbeugsam, ein voll-endeter Typus des damaligen Spanien.

Fueros (span.) kommt vom lat. formn her und bezeichnet zunächst den Gerichtsort,die Gerichtsbarkeit. In letzterer Bedeutung wurde cs in Spanien auf die Sammlungen vonGesetzen übertragen, wie das V»er« jurgo, die span. Bearbeitung der alten I^ex Visigotkorum,beweist; dann aber auch insbesondere auf die den einzelnen Städten von den Königen ver-liehenen Stadtrechte, wie z. B. die beiden berühmtesten Stadtrechte, das Fuero von Leonund das von Najera, darthun. Da diese Stadtrechte meist besondere Freiheiten, Zugeständ-nisse und Privilegien enthielten, so wurde dann das Wort Fuero vorzugsweise in dieser Be-deutung gangbar, und insbesondere bezeichnete man damit die Gesammtheit der Vorrechteund Freiheiten, welche die particulairen Constitutionen Navarras und der drei baskischenProvinzenBiscaya, Alava und Guipuzcoa ausmachten. Fast ausschließlich in dieser letztem