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gewesen war. Durch das Zeugniß eines Fischers aus der Gegend von Nhodez kam nun auchheraus, daß unter den mehren Personen, die am >9. März Nachts 11 Uhr den Ballen nach demAveyron geschleppt hatte», sich Jausion, Bastide, Bancal und Bax befanden. Ebenso ge-stand endlich die Witwe Bancal am 3. Apr. ein, daß der Mord in ihrem Hause und in ihrerGegenwart geschehen sei, und auch Mad. Manson sing wieder an, in ihren Aussagen zuschwanken. Sostanden die Sachen, als unerwartet Bastide, bei einer Confrontation mit Mad.Manson, fußend auf seine Kenntniß des Charakters derselben und der Angst, welche sie vorden Drohungen seiner Anhänger hatte, sie höhnend auffoderte, die Wahrheit zu sagen. Docher hatte sich geirrt; Mad. Manson, erschöpft durch die Länge des Verfahrens und niederge-bcugt durch die Entbehrung des Umgangs mit ihrem einzigen geliebten Kinde, drängte sichdurch die Gendarmen bis dicht vor Bastidc hindurch, sah ihn fest an und rief: „Bastide, se-hen Sie mich an, kennen Sie mich ?" „Nein!" erwiderte dieser. Empört hierüber ries sie:„Elender, du kennst mich nicht und bist es, der mich ermorden wollte?" erklärte hierauf, daßsie in Nhodez und in ihren Memoiren gelogen habe und fängt an, den Hergang des Mordsin der Weise, wie sie ihn früher vor dem Präfecten ausgesagt, umständlich zu wiederholen.Nun bekannten auch Collard und Bax. Erstercr war durch Bancal zu der That beredetund gedungen worden; die Wechsel, welche F. hatte unterschreiben müssen, hatte Jausion zusich genommen; Bastide-Grammont aber darauf dem F. erklärt, daß er sterben müsse. F.hatte sich zur Wehr gesetzt; Bastide aber war über ihn hergefallen, hatte ihn zu Boden ge-worfen, mit Hülfe Jausion's gebunden und, nachdem sie ihn auf die Bank gelegt, ihm dieGurgel abgeschniltcn. Die Bancal hatte das herabströmende Blut in einem Gefäße aufge-fangen und es den Sauen zu fressen gegeben. Alle Beschuldigte gestanden nach und nach mitmehr oder weniger Ausführlichkeit die That ein; nur Bastide-Grammont und Jausion ver-harrten beim Leugnen. Am 4. März 1818 schloß der Gerichtshof seine Sitzungen. Nachdem einstimmigen Urtheile der Geschworenen wurden Bastide-Grammont und Jausion desvorbedachten Mordes und zugleich des Diebstahls mit Einbruch schuldig erklärt; die Bancalmitschuldig am Morde aus Vorbedacht; Collard und Bax schuldig der Theilnahme am Morde;Anne Benoit schuldig ohne Vorbedacht; Missionier, Bousquier und die Übrigen schuldig alsTeilnehmer an dem Fortschaffen der Leiche. Demzufolge wurden die Bancal, Bastide-Grammont, Jausion, Collard und Bax zum Tode, Anne Benoit zu lebenslanger Karren-arbeit, die Andern aber nach Maßgabe ihrer größer« oder geringer» Strafbarkeit zu ein- undzweijähriger Gefängnisstrafe und Geldbußen verurthcilt; Bax, mchrer bei ihm eintretendcnmildernden Rücksichten wegen, der Gnade des Königs empfohlen, der dessen Strafe in2Ujährigcs, sowie die der Bancal, weil sie keinen thätigen Antheil genommen und von ihremManne abhängig gewesen, in lebenslängliches Gefängnis verwandelt; die Manson aber,als unschuldig bei der That, sogleich in Freiheit gesetzt. Am 3. Juni 1818 wurde Bastide-Grammont, Jausion und Collard zu Alby hingcrichtet. Nur Collard starb reumüthig undseines Verbrechens cingcständig; Bastidc und Jausion verharrten beim Leugnen. In Folgeeiner neuen Anklageakte vom 27. Oct. 1818 bei dem obersten Gerichtshöfe zu Toulousewurde der kaum beendete Proceß noch einmal ausgenommen; jedoch gewährte.die erneuteUntersuchung kein Resultat. Mad. Manson starb 1823 zu Versailles. Vgl. Kobbe, „Fual-des' angebliche Ermordung" (Celle 1831).
Fuchs. Die Füchse bilden eine Unterabtheilung der Gattung Hund und unterschei-den sich von dieser durch buschigen Schwanz, zugespitzte Pupille und langes Haar. Mankennt viele Arten aus fast allen Wcltgcgcnden, die aber durch Sitten, Schlauheit, nächtlicheLebensweise u. s. w. sich sehr gleichen. Am bekanntesten ist der gemeine Fuchs, der überdie gan ze nördliche Welt verbreitet in mehren Spielarten (Brandfüchse, Birke nfüchsc)vorkommt, Baue unter der Erde anlegt, die mit mehren Ausgängen oder Fluchtröhrcn ver-sehen sind, von Geflügel, jungen Hasen, nöthigenfalls auch von Früchten sich nährt, seltensein heiseres Gebell hören läßt, durch seine sehr unangenehme Hautausdünstung auffällt, selbstjung eingefangen nie ganz zahm wird, Fallen mit vieler Schlauheit entdeckt und zu vermei-den weiß, aber als Raubthier und besonders seines nützlichen Pelzes wegen so viel verfolgtwird, daß er bei geringerer Lebenszähigkeit und Fruchtbarkeit schon lange ausgerottet sein
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