'Frösche Fruchtbringende Gesellschaft 652
Berlin. Er hat sich in der medicinischen Welt besonders durch mehre großartige Kupfer-werke bekannt gemacht. Dchin gehören „Chirurgische Kupfertafeln" (Weim. 1820 fg.),„Klinische Kupfertafeln" (Weim. >828 fg.), „Symptome der asiat. Cholera im Nov. undDec. 1831 zu Berlin abgcbildet und beschrieben" (2. Ausl., Weim. 1832), „Atlas derHautkrankheiten" (Weim. 1837 fg.), „Beobachtungen über die Heilwirkung der Elektrici-tät bei Anwendung des magnctoelektrischen Apparats" (Weim. > 833).
Frösche, s. Batrachier.
Froschmäuseler, s. Rollenhagen (Georg).
Frost heißt die Temperatur der Luft, bei welcher Wasser im Freien gefriert, und ist imAllgemeinen gleichbedeutend mit Kälte (s. d.).
Frostableiter bestehen in Strohseilen, die man mit dem einen Ende an diejenigenGegenstände, welche man vor dem Frost schützen will, meist Obstbäume, befestigt, mit demandern Theile aber in ein mit Wasser angefülltes Gesäß leitet.
Frucht heißt in der Botanik im weitern Sinne der Verein aller der Theile der Pflanze,die nach dem Verblühen der letztem zur Bildung desSamens (s. d.) und zu seiner Be-schützung Mitwirken. Im engem Sinne ist die Frucht nur der zur Reife gelangte Frucht-knotens. d.). Jede Frucht besteht aus zwei Theilen, nämlich der Fruchthülle (pericur->>»,m) und dem Samen. In der Regel entsteht eine Frucht nur aus Einer Blüte; im ge-meinen Leben nennt man aber auch die Ananas, die Tannenzapfen u. s. w. Früchte, obgleichsie aus einer Menge gedrängt stehender Blüten durch Verwachsung hervorgehen. Die Be-schaffenheit der Fruchthülle, ihre Fächer, Scheidewände, die Art des Öffnens und der An-heftung des Samens bestimmen die Fruchtgattungen. Der eßbare Theil der Früchte ist ge-wöhnlich die zwischen der Außen - und Jnnenhaut der Fruchthülle befindliche Flcischmaffe. ZurBestimmung der Familien, Gattungen und Arten geben die Früchte die sichersten Merkmale.
Fruchtbarkeit, im physiologischen Sinne. Die Quantität des Zeugens oder derGrad der Fruchtbarkeit hat bei jeder Gattung ein bestimmtes ungefähres Vcrhältniß; so kom-men auf jede Ehe durchschnittlich 3—4 Kinder; auf23—30 lebende Menschen kommt jähr-lich eine Geburt, auf 50 Ehen eine unfruchtbare. Ähnliches läßt sich auch bei Thieren derhöher» Claffen, wo indessen die Zahlenverhältnisse andere sind, Nachweisen. Die Fruchtbar-keit ist um so größer, je einfacher die Zeugungswcise ist; daher die ungeheure VermehrungderJnfusionsthiere. Sie ist größer bei äußerer Befruchtung, wie bei Fischen und Fröschen, alsbei innerer, größer bei Thieren, die ihre Nahrung ohne Schwierigkeit und in Menge finden(Grasfressern) und daher weniger Reizbarkeit zeigen als bei irritabel« Raubthieren; sie istendlich bei kleinem bald ausgelragenen Thieren bedeutender als bei solchen, deren Feluslebenlange dauert, und die ausgewachsen einen bedeutenden Körperumfang erlangen. Bei ver-schiedenen Individuen derselben Ärt (specios) ist endlich die Fruchtbarkeit nicht immer gleich,theils in Folge natürlicher Anlage, theilS zufälliger Umstände, wie Quantität und Beschaf-fenheit der Nahrung, Lebensverhältniffe überhaupt, Grad der körperlichen Gesundheit, Älter,Klima u. s. w. Die Fruchtbarkeit ist durchschnittlich größer als zur Erhaltung der Gattungnöthig ist, wird aber in ihren Folgen beschränkt durch im Verhältnisse stehende kurze Lebens-dauer, Sterblichkeit und die Zerstörung der jungen Brut, welche andern Geschöpfen zurNahrung dient. Unter günstigen Umständen kann die Bevölkerung eines Landes in 50 Jah-ren sich verdoppeln; ein Paar Kaninchen kann innerhalb vier Jahren 1,274000 Nachkom-men haben, indem diese Thiere jährlich 4—8 mal zeugen, jedesmal aber 4—8 Junge wer-fen, die schon nach sechs Monaten wieder zeugungsfähig sind. Bei nieder» Thieren ist dieFruchtbarkeit noch weit größer; Re'aumur hat gefunden, daß eine Blattlaus in der fünftenGeneration 5004 Mill. Nachkommen hat. Man besitzt eine große Menge annähernder Be-rechnungen der Eierzahl, welche Pflanzen und Thiere in einer Fortpflanzungsperiode reifen;ein Maisstengel trägt 2000, eine Sonnenblumenpflanze 4000, eine Gerstenpflanze 7000,eine Ulme 300000 Samen; in Austern und Archenmuscheln hat man von I—2 Mill., inder Karausche 93000, in der Schleie 200000, im Karpfen 300-000000 Eier gesunden,Beispiele, welche beweisen, daß die Erde für die Geschöpfe bald zu eng werden würde, wennnicht die obengenannten Einflüsse ausglcichend dazwischen träten.
Fruchtbringende Gesellschaft oder Palmenvrden nannte sich der am 24.Auz.