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> nur in der Verpflichtung bestanden, auf seinem Grundstücke eine Handlung des Berechtigtenzulassen zu müssen (in putiernln), während jene die eigene Vornahme einer unfreiwilligenHandlung bedingen (in tscientlo bestehen), weshalb sic auch servitute-j»ris gei-munici ge-
! nannt werden. Die Frohnen sind ursprünglich die natürlichen Folgen davon, daß sich eineMinderzahl in den Besitz eines weit großem Überflusses von Grundcigenthum gesetzt hatte,als den sie durch eigene Arbeit bestreiten konnte, eine Mehrzahl dagegen wol die Arbeits-kraft, aber nicht den Boden besaß, auf den sie dieselbe hätte verwenden können, dabei jedoch
> weder die Verwendung der Arbeitskraft äus andere Tätigkeiten als den Landbau, noch dieI Vermittelung auf dem Wege der Geldwirthschaft in der Zeit lagen. Deshalb überließen
die großen Grundbesitzer den nach Bodenanthcilen Verlangenden dergleichen als bleibendesEigenthum, aber unter der Verpflichtung bestimmter dem Hauptgute zu leistender Dienste.Dieselbe Verpflichtung wurde unterworfenen Völkerschaften aufgelegt, in deren Mitte sich dieSieger auf großen Gütern niederließcn und die es, im Vergleich zu dem Verfahren der altenVolker, als Wehlthat betrachten mußten, unter diesen Verpflichtungen ihre Güter behaltenzu dürfen. Misbrauch der Macht, der gesellschaftlichen Vortheilc, der Klugheit mögen dasursprüngliche Maß in vielen einzelnen Fällen verrückt haben, wie denn namentlich auch dieunpassende Anwendung des röm. Rechts auf diese Verhältnisse viel geschadet hat. Unge-
> messeneFrohnen sind entweder die höchste Stufe einer solchen misbräuchlichen Ausdch-! nung, oder sie sind eine Folge ursprünglicher wirklicher Leibeigenschaft (s. d.). Die so-genannten Personalfrohnen liegen nicht sowol auf einem Grundstücke als auf einem
^ ganzen Bezirke, dessen sämmtlichc Einwohner sie zu leisten haben. Sic sind immer nur^ Handfrohnen, die in Botcngehen, Stricken von Zagdnetzen, Arbeit mit Karst und Spa-ten u.s.w. bestehen, nicht Spann fr ohne n, die mit Zugvieh gcthan werden. Die Frohnen, schaden dem Pflichtigen, weil sie ihn zu einer unfreiwilligen und entweder gar nicht odernur dürftig bezahlten Arbeit näthigen, bei großer Ausdehnung eine wesentliche Vermehrung^ seines Wirthschaftsaufwands verursachen, Versäumnisse in der eigenen Wirthschaft vcran-l lassen und oft einen Geist der Trägheit für alle Arbeit erzeugen; dem Berechtigten, weilsie ihm träge und widcrwilligc Arbeiter geben, bei deren Verwendung er zudem durch dasfeste Herkommen gebunden ist; Beiden durch Streitigkeiten und gespannte Verhältnisse.Deshalb ist eine Beseitigung derselben auf dem Wege gesetzlicher Ablösung wünschenswerch,und wenn sich schon nicht leugnen läßt, daß in manchen Fällen die an die Stelle der Frohnegetretene Gcldrente schwerer drückt als jene, mit der vielleicht eine müßige Zeit ausgefülltwurde, so muß doch auch die Rente ablösbar sein und dem Landmannc das Ziel gestellt wer-den, seinen Boden vollkommen frei zu machen. (S. Grundcigenthum.)
Froissart (Jean), franz. Dichter und Historiker, geb. ums 1.1337 zu ValcncicnneS,erhielt, dem geistlichen Stande bestimmt, eine gelehrte Erziehung, wendete sich aber sehr bald,zum feinen Weltmann geworden, der Poesie zu. Zn seinem 2». Jahre begann er die Ge-schichte der Kriege seiner Zeit zu schreiben, welche Beschäftigung, da er, um den Schauplatzder zu beschreibenden Begebenheiten zu untersuchen, mehre Reisen unternahm, auch dazudiente, ihn einigermaßen von einer Neigung zu heilen, die er zu einer weit über seinen Standerhabenen Dame gefaßt hatte. Die später erfolgte Vermählung dieser Dame machte ihn sounglücklich, daß er nach England ging, wo Philippe de Hainaut, König Eduard's UI. Gc-! mahlin, sich zu seiner Beschützerin erklärte. Diese verschaffte ihm auch die Mittel, einige Zeitwieder in Frankreich in der Nähe seiner Angebeteten leben zu können. Bald aber kehrte eran den Hof von England zurück, wo man den fröhlichen Dichter und Sänger so gern halte.Von hier aus folgte er dem Schwarzen Prinzen, Eduard von Wales, nach Aquitanien undBordeaux. Später ging er mit dem Herzoge von Clarence, als dieser sich mit der TochterGaleazzo Visconti's II. vermählte, nach Italien und ordnete die Festlichkeiten, welche Ama-deus VI. von Savoyen dem Herzog zu Ehren gab. Nach dem Tode seiner Gönnerin Phi-lippe gab er alle Verbindung mit England auf und trat nach manchen Abenteuern als Dich-ter und Secretair in die Dienste des Herzogs Wenzel von Brabant, aus dessen und seineneigenen Poesien er eine Art Roman, „l>kelia6or", bildete. Nach Wcnzel's Tode ging er indie Dienste des Grafen Gui de Blois, der ihn ermunterte, sein Geschichtswerk fortzusctzen,weshalb er eine Reise zu dem Grasen Gaston lll. Foix (s. d.) unternahm, um aus dem