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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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648
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648 Frobisher Frohneu /

gebildet und arbeitete dann in Joh.Amerbach's und Hans Petri's von Langcndorf Officinenals Corrcctor, bis er 1191 eine eigene Officin errichtete, deren erster Druck eine lat. Bibelwar. Er war einer der Ersten, welche lat. Lettern in ihren Drucken gebrauchten. Seinegriech. Type ist nicht schön, seine lat. rund und deutlich, ohne gefällig zu sein. Seine Titel- iblätter sind gewöhnlich etwas überladen, doch sind die Randcinfassungen bei vielen derselbennach Zeichnungen von Holbein und nicht ohne Verdienst. Sein Zeichen besteht in zwei ge-krönten Schlangen, die sich um einen Stab winden und einen Vogel im Munde halten. Alleseine Drucke empfehlen sich durch große Correctheit; sie sind meist theologischen, vorzüglichpatristischcn Inhalts; doch besorgte er auch mehre Ausgaben röm. Classiker. Als ein ver-trauter Freund des Erasmus von Rotterdam, der auf seine Bitten lange Zeit bei ihm in Ba-sel lebte, druckte er alle Schriften desselben, unter Andern, dessen zweite Ausgabe des NeuenTestaments vom I. l 5 l 9 auf Pergament. An den Folgen eines unglücklichen Falls starber 1527. Seine Officin wurde von seinen Söhnen Hieronymus, der gleichfalls mit Eras-mus näher befreundet war, und I o h a n n, seinem Schwiegersöhne Nikolaus Episcopius, undspäter von seinen Enkeln Ambrosius und Aurcliusmit geringem Erfolge fortgesetzt.

Froblsher (Sir Martin) oder auch For bisher, ein engl. Seefahrer des I K.Jahrh.,gcb. zu Doncaster in der Grafschaft Aork, faßte den Plan, eine nordwestliche Durchfahrtnach China aufzusuchen. Nach 15jährigen Bemühungen gelang es ihm, aus Verwenden jDudley's, Grafen von Warwick, eine Gesellschaft zusammenzubringen, welche ihn insoweit junterstützte, daß er zwei kleine Schiffe ausrüsten und damit am 8. Juni 15 7 6 von Deptfortabsegeln konnte. Am l I. Juli erblickte er unter 61" nördl. B. Land; doch hinderte ihn dasEis zu landen. Er fuhr hierauf südwestlich, dann nördlich und glaubte am 28. die Küstevon Labrador zu sehen; am 3 >. sah er ein drittes Land, das er in Besitz nahm, und am l I .Aug. befand er sich in einer Meerenge, die er 59 Stunden hinauffuhr und nach sich benannte, ,worauf er am 2. Oct. nach Harwich zurückkam. Ein Stein, welchen einer der Matrosen aus ,>

dem in Besitz genommenen Lande mitgebracht hatte, veranlaßte die Gesellschaft, da man ihn ^

für goldhaltig ansah, zu einer zweiten Ausrüstung, mit welcher F. am 26. Mai 1577 ab-ging. Mit einer Ladung jener Steine kehrte er zurück, und die Königin Elisabeth war mitdem Erfolge seiner Reise so zufrieden, daß F. beauftragt wurde, in dem neuentdeckten Lande (ein Fort zu erbauen und eine Besatzung nebst Arbeitern dort zurückzulaffcn. Zu dem Endeging er am 31. Mai l 57 8 mit drei Schiffen dahin ab, denen zwölf andere folgten. Am 20.Juni entdeckte er Wesifriesland, welches er Westengland benannte und für die Königin inBesitz nahm. In die Meerenge aber konnte er wegen des Eises nicht einlauscn; einige Schiffescheiterten, andere wurden beschädigt; die Jahrszeit war zu weit vorgerückt, um eine Colo-nie zu gründen. F. mußte sich daher begnügen, 599 Tonnen des vermeintlichen Goldsteinseinzunchmen, und kehrte nach England zurück. Da sich indessen zeigte, daß jener Stein denerwarteten Werth nicht habe, so stand man von weitern Unternehmungen ab, und streitig istes gegenwärtig, welche Länder F. auf seinen Fahrten entdeckt habe. Im I. > 583 befehligteer ein Schiff der Flotte, welche unter Drake nach Westindien ging, und 1588 ein großesKriegsschiffgegen die span. Armada. JmJ. 1593 mikzehn Schiffen dem Könige Heinrich IV.zu Hülfe geschickt, wurde er bei einem Angriff auf die Küste von Bretagne am 7. Nov. 1591verwundet und starb bald darauf zu Plymouth. Vgl.I^a Navigation du cspitsins k. enregion» d'aest, vt nordwest, >>» I'annee 1577" (Gens 1578). s

Frodöar, fränkischer Quellenschriftstellcr, geb. um 891, stammte aus der Champagneund starb als Presbyter zu Rheims im I. 966. Er beschrieb unter dem Titelbanales seuOn-onicon" die Geschichte seiner Zeit von 919969, am ausführlichsten Frankreich, undseine Mittheilungen zeichnen sich durch Wahrheitsliebe und Gründlichkeit rühmlichst aus.Außerdem lieferte er eine urkundlicheUistoria ecde-iaotilieinonsis", welche bis958reichk.

Das erstcre Werk findet sich in den Sammlungen von Pithöus (Bd. 12), Duchesne (Bd. 2)und Bouquet (Bd. 5 und 6); letzteres wurde von Sirmond (Par. 1611) und Couvenier(Douai 1617) herausgegeben.

Frohnen (coi-vees) heißen Dienste, welche der Besitzer eines verpflichteten Grund-stücks dem Besitzer eines berechtigten Grundstücks leisten muß. Sie unterscheiden sich von dereigentlichen Dienstbarkeit dadurch, daß letztere, wenigstens im Sinne des röm. Rechts, stets