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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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647
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Fritzlar Froben 647

ist hcransgegebe» von E. I. Björne in der SammlungNordiska Kampa dater u. s. w."(Stvckh. 1737), und besser von C. CH. Nafn im zweiten Band derFornaldar SögurNordhrlanda u. s. w." (Kopcnh. 1820); ins Deutsche überseht ist sie von Mohnike (Strass.1830). Dem schweb. Dichter Tegn er (s. d.) hat die isländ. Sage den Stoff zu seinemschönen GedichtFrithjofs Saga" gegeben.

! Fritzlar, in der kurhess. Provinz Niederhcffcn, an der Edder, mit 30VVE. und eini-

1 gen Fabriken, ist eine sehr alte Stadt, die bereits im 8. Jahrh. von den Sachsen nieder-gebrannt wurde. Sic hatte schon damals ein berühmtes Benedictinerkloster und auf demReichstage daselbst wurde Heinrich I. zum deutschen Könige erwählt. Im I. ll232 wurdesie durch den Landgrafen Heinrich Naspe von Thüringen genommen und verbrannt und1100 daselbst der Herzog Friedrich von Braunschweig durch den Grafen von Waldeck über-fallen und getödtet. Sie gehörte bis 1802 zum Erzbisthum Mainz, wurde hieraufhcff-, 1807

> zum Königreich Westfalen geschlagen und nach dessen Auflösung an Hessen zurückgegebcn.

i Fritzsche (Karl Fricdr. Aug.), ordentlicher Professor der Theologie zu Rostock, geb.

zu Steinbach bei Borna in Sachsen am 16. Dcc. 1801, der älteste Sohn des als Thcologgleichfalls bekannten Professors Christian Fricdr. F. zu Halle (geb. zu Nauendorf beiZeih am 17. Aug. >776), erhielt seine Bildung theils durch den Vater, theils auf derThomasschule und der Universität zu Leipzig (seit 1820), wo er sich 1823 habilitirte und1825 außerordentlicher Professor wurde. Im I. >826 folgte er dem Rufe als ordentlicher^ Professor der Theologie nach Rostock, und beim Jubelfeste der Universität zu Marburg im

j I. 1827 wurde er Doctor der Theologie. Die Ergebnisse seiner Studien hat er nächst seinen

! Vorlesungen in zahlreichen Schriften vorgclegt, namentlich m Programmen über neutesta-

j mentliche Stellen, in mehren Gelegcnheitsschriftcn, wieÜber Tholuck's Verdienste um

> die Schrifterklärung" (Halle >831),Präliminarien zur Abbitte und Ehrenerklärung"

. (Halle 1832) w. s. w-, vor Allem aber in seinen ausführlichen Commcntaren über den Mat-

thäus (Lpz. >826), Marcus (Lpz. 1830) und den Römerbrief (Lpz. 1836); doch tadeltman mit Recht das Minutiöse in seiner Schrifterklärung und den Ton, in welchem er seineGegner, wie De Wette, Tholuck, Dav. Schulz, Kühnöl u. A., zu belehren suchte.Sein Bruder, Franz Volkmar F., ordentlicher Professor der Bercdtsamkeit und altenLiteratur zu Rostock, geb. zu Stcinbach am 26. Jan. 1806, besuchte, nachdem er seineerste Bildung ebenfalls durch den Vater erhalten hatte, das Gymnasium zu Luckau und stu-dirte dann seit 1822 zu Leipzig unter Beck und Hermann Philologie. Auch blieb er daselbstbis 1828, wo er nach Rostock berufen wurde, nachdem er mehre Jahre als Collaboratoran der Thomasschule gewirkt hatte. Als erste Frucht seiner Studien, worin man den scharf-sinnigen Kritiker und tüchtigen Erklärer erkannte, erschien die Ausgabe von Lucian'sillsxitixler, Demonnx, 6all»s etc." zugleich mit den trefflichenHunestionss I.ucio-veae" (Lpz. >826), der die6ominei>ti>tio»e8 lle ntticisino et ortllogrnpllis I.iicioni"(Rost. 1828) und eine Bearbeitung derllinlo^i veoruin" (Lpz. 1829) folgten. Späterwidmete er seine Thätigkeit ganz vorzüglich dem Aristophanes in mehren einzelnen Abhand-lungen, namentlich in den(Zimesti»i>es^ri8toj>Iikuier,s" (Bd. >,Lpz. >835) undinderAus-gabc derl'llesinopllnimi'.nsne" (Lpz. > 838), und bewährte auch hier außerordentliche Bele-senheit und ein tiefes Eingehen in das Wesen der griech. Komödie, während seine beiden Streit-schriften gegen O. Müller, dessen Behandlung derEumcnidcn" des Äschylus betreffend(Lpz. >83135), leider nur durch Parteinahme hcrvorgerufen wurden. Der dritteBru-der, Otto Fridolin F., ordentlicher Professor der Theologie in Zürich, geb. zu Dobrilugkam 23.Sept. 1812, zuerst ebenfalls von seinem Vater und daneben seit 1826 auf dem Pä-dagogium zu Halle unterrichtet, studirte hier seit 1831 Theologie. Nachdem er sich >836als akademischer Docent habilitirt, erfolgte 1837 seine Berufung nach Zürich, wo er 1812zum ordentlichen Professor befördert wurde, nachdem er ein Jahr zuvor von der theologischenFacultät zu Halle die Doctorwürde erhalten hatte. Mit seinem Vater und seinem ältestenBruder gab er dieOpnsculs scsllemica britrscüiorum" (1838) und nachher die<7»n-ksssio Iielveties posterior" (Zür. 1839) heraus.

Froben (Joh.), ein gelehrter Buchdrucker, von Denis mit Recht der Aldus der Deut-schen genannt, geb. zu Hammelburg in Franken 1160 , wurde auf der Universität zu Basel