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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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641
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Friedrich (Prinz d. Niederlande) Friedrich (Kasft. Dav.) 641

nie», eine morganatische Ehe eingegangen habe, und durch eine Verordnung vom 6. Oct. 1831erhob er dieselbe zur Gräfin von Schaumburg, mit der Bestimmung, daß die in dieser Eheerzeugten Kinder den Namen Grafen und Gräfinnen von Rotenburg führen sollten. AmZN. Sept. 1831 übertrug ihm der Kurfürst, der seit dem 31. Apr. 1831 wegen der Erbitte-rung der Bürger gegen die Gräfin von Neichenbach seine Residenz nach Hanau verlegt hatte,nicht,nur die Mitregentschaft sondern auch, bis er wieder seinen bleibenden Aufenthalt in derHauptstadt nehmen würde, die alleinige Regierung, worauf am 7. Oct. der Prinz seinenEinzug in Kassel hielt, wohin ihm auch sehr bald seine Gemahlin folgte. Der Prinz machtenach dem Antritte der Regierung manche Einschränkungen in dem Hofhaushalte und schienum die Gunst des Volks sich bewerben zu wollen, doch wendete er seine Sorgfalt besondersdem Militairwesen zu. Die Gemüther waren bereits durch die Vereitelung mancher Er-wartung, die man von der neuen Regierung gehegt hatte, aufgeregt, als am 7. Dec. 1831das gespannte Verhältniß, in welchem der Prinz mit seiner Mutter lebte, die seit 1831 wiedernach Kassel zurückgckehrt war und die Gräfin von Schaumburg nicht als die Gemahlin ihresSohns anerkennen wollte, zu höchst bedauerlichen Ereignissen Veranlassung gab, deren Unter-suchung eine vollständige Aufklärung über ihre Tendenz nicht gegeben hat; doch fand späterzwischen Sohn und Mutter eine Aussöhnung statt. In der Gesetzgebung wie in der Verwal-tung sind seit dem Regierungsantritte des Kurprinzen ziemlich erfreuliche Fortschritte gemachtworden; doch fehlte es nicht an fortwährenden Veranlassungen zu Mißstimmungen zwischender Staatsregierung und zwischen dem Volke und den Ständen. (S. Hessen-Kassel.)

Friedrich (Wilh. Karl), Prinz der Niederlande, der zweite Sohn des Königs Wil-helm'sI. (s.d.), wurde am 28. Febr. 1797 geboren, als die »ramsche Familie bereits die Nie-derlande hatte verlassen müssen. Die schwierigen Zeiten, in welche die Zugend des Prinzenfiel, waren nicht ohne Einfluß auf die Richtung seines Geistes, indem sie in ihm die ange-borene Neigung zum zurückgezogenen Leben verstärkten und ihm das Cabinet und Studir-zimmer werth machten. Während seines Aufenthalts in Berlin erhielt er Geschichtsunter-richt durch Niebuhr, dessen Achtung und Liebe ersieh in diesem Verhältniß zu erwerben wußte.Zu Ende des 1.1813 wieder in die Niederlande zurückgekehrt, wurde ihm durch den Fami-lienvertrag vom 4. Apr. 1815 die Succession in die deutschen nassau-oranischen Erblande,als einen souverainen Staat, zugesichert. Allein in Folge der Vereinigung Belgiens mit denNiederlanden wurden diese deutschen Erblande gegen Luxemburg aufgegeben, und dieses durchdas Gesetz vom 25. Mai 1816, in welchem der Prinz gegen Entschädigung mit einer An-zahl Domainen in Nordbrabant auf die Nachfolge in demselben verzichtete, mit dem König-reiche der Niederlande für immer verbunden. Im I. 1825 vermählte sich F., der unterdeßden Titel Prinz der Niederlande erhalten hatte, mit der Prinzessin Luise von Preußen. All-mälig war er von seinem Vater zu den Staatsgeschäften gezogen worden; bald nach seinerVerheirathung wurde er zum Generalcommissair des Kriegsdcpartcmcnts, später zum Ad-miral des Königreichs ernannt. Zn diesen Ämtern bewies er eine ebenso große Thätigkeit alsminutiöse Genauigkeit. Dabei war er ein Freund und Förderer der Wissenschaften undKünste. Als die Freimaurerlogen in einigen Theilen des Königreichs eine große Bedeutunggewannen, fand man eS rathsam, den Prinzen als Großmeister an ihre Spitze zu stellen.Eine wichtige Rolle spielte der Prinz in der belg. Revolution. (S. Belgien.) Große Ver-dienste erwarb er sich nach dem Abfalle Belgiens um die Organisation des holländ. Heers,sowie um die ganze Entwickelung der gegen Belgien gerichteten militairischen Maßregeln.Seit der Abdankung seines Vaters von der Königswürde zog er sich von seiner amtlichenThätigkeit zurück und widmete sich ganz seiner Familie und den Künsten des Friedens.

Friedrich (Kaspar Dav.), Landschaftsmaler, ged. zu Greifswald am 5. Sept. 1774,machte seine Studien seit 1794 auf der Akademie in Kooenhagen und seit 1798 in Dresden.Er beschränkte sich früher fast ganz auf Zeichnungen in Sepia, die er trefflich zu behandelnverstand; erst später lieferte er auch Ölgemälde. Eine große Winterlandschaft, einen Kirch»Hof mit den Ruinen einer gothischen Kapelle zwischen Euren vorstellend, bewirkte 1811 seineAufnahme in die berliner Akademie, worauf er 1815 Professor und Mitglied der Kunst-akademie in Dresden wurde. Hier starb er nach langen Leiden am 7. Mai 1849. Ein treff»Conv. - Lex. Neunte Aufl. V. 41