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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Friedrich I. (röm.-deulscher Kaiser)

das 166666 M. stark im Frühsommer >161 die Alpen überschritt und sogleich Mailand zubelagern anfing. Nach einer fast zweijährigen Belagerung mußte das stolze Mailand, vonHunger gezwungen, 1162 sich endlich ergeben. DerKaiser ließ dieStadt von Grund auszer-störcn, schenkte zwar den Einwohnern das Leben, bestimmte aber, daß sie an vier verschiedenenOrten ihres Gebiets sich von neuem anbauen sollten. Nach solchem Siege vermeinte nun F. .am Ziele seiner Wünsche zu sein. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland setzte er den strengenErzbischof Reinold zum Reichsverweser Italiens ein, dem er Voigte unterordnete, die mitstrenger Willkür walteten, schwere Steuern ausschrieben und überhaupt das Land hartpeinigten. Auch ließ er, als kurz nachher Victor IV. starb, ohne Rücksicht auf dessen Gc-genpapst Alexander, an dessen Stelle Paschalis III. wählen und ertheilte ihm seine Bestäti-gung. Bald aber begannen die hartbedrängten ital. Städte aufs neue im Aufstand sichzu erheben. Auch schlossen sie 1167 einen Bund, den lombardischen, zur Vertheidigungihrer Rechte, begannen Mailand wiederherzustellen, zwangen Lodi zum Beitritt, riefenAlexander 111. zurück, legten ihm zu Ehren 1168 die Stadt Alessandria an und verbandensich mit dem griech. Kaiser. Schon 1166 zog F. zum vierten Male nach Italien. Mit demansehnlichen Heere, das ihn dahin begleitete, warf er anfangs Alles vor sich nieder, ja esgelang ihm sogar, den vertriebenen Pa>st Paschalis III. in Rom wiedereinzusetzen, abereine furchtbare Seuche, die unter dem Heere ausbrach, nöthigte den Kaiser, bald daraufeilig nach Deutschland aufzubrechen, wohin er, von Verfolgung und Nachstellungen be-drängt, nur mit Mühe zurückgelangte. Kaum hatte er hier die nöthigstcn Angelegenheitengeordnet, namentlich den Herzog Heinrich den Löwen mit seinen Feinden versöhnt und zurRuhe gebracht, so unternahm er 1173 einen fünften Zug nach Italien. Aber von Heinrichdem Löwen und dessen Heere kurz vor dem Kampfe der Entscheidung, ungeachtet seiner in-ständigen Bitten verlassen, erlitt er am 29. Mai 1176 bei Lignano, von der Übermacht der ,Lombarden angegriffen, eine völlige Niederlage, in Folge deren er sich zur AnerkennungAlexander's III. als wahren Papstes und zu einem Waffenstillstände mit den Städten, 'deren Föderation er sogar gutheißen mußte, auf sechs Jahre gezwungen sah. Nach Deutsch-land zurückgekehrt, foderte er sofort Heinrich den Löwen, dessen Abtrünnigkeit er den un-glücklichen Ausgang des letzten Kampfes mit Recht zuschrieb, vor das Reichsgericht undsprach, als dieser auf dreimalige Ladung nicht erschien, die Acht über ihn aus. Sic zuvollziehen, rückte er gegen ihn zu Felde, zwang ihn endlich I l 86 zur Unterwerfung undzertrümmerte, indem er ihm nur seine Erbländer Braunschweig und Lüneburg ließ und ihnüberdies auf drei Jahre nach England verbannte, die so gefährliche Welfenmacht in Deutsch-land für immer. Baicrn, welches Heinrich der Löwe zeither besessen, wurde, jedoch mitAusschluß von Steiermark und Tirol, dem treuen Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach zuTheil, Sachsen batte schon früher, jedoch gleichfalls mit manchen Gebietsbeschränkungen,Bernhard von Askanien erhalten. Auch erhob F. um diese Zeit Regensburg zu einer Reichs-stadt, wie schon früher Lübeck und Hamburg, wodurch die Entstehung der spätem Hansavorbereitet wurde. In Italien blieb cs seitdem ruhig. Nachdem Papst Alexander lll. 1 >81gestorben, unterhielt der Kaiser auch mit dessen Nachfolger Urban II. das gute Vernehmenund schloß hierauf mit den lombardischen Städten 1183 zu Konstanz einen neuen Vcrsöh- ^nungs- und Fricdcnsvcrtrag, durch welchen ihnen zwar die vollkommene Freiheit, sich ihre ^Obrigkeiten selbst zu wählen und Bündnisse zu schließen, dem Kaiser aber aufs neue dieOberherrlichkeit und das Recht der Auferlegung gewisser Steuern zuerkannt wurde. ImHerbst 1 >83 ging F. zum sechsten Mal nach Italien, diesmal ohne Heer, nicht in feinchcli-ger Absicht, sondern mit dem Plane, seinen Sohn Heinrich vom Papste krönen zu lassenund zugleich denselben mit Constanzia, der einzigen Tochter und Erbin des normännsiche»Königs Roger von Apulien und Sicilien, zu vermählen. Mit Ehrfurcht und Freudenbezei-gungen wurde der Kaiser allenthalben von den lombardischen Städten ausgenommen. Zwarerlangte er die Krönung seines Sohns nicht, da der Papst mistrauisch und über die sicil.Vermählung ärgerlich, dieselbe verweigerte. Dagegen fand die Hochzeit 1 > 86 mit glänzen-den Feierlichkeiten statt, eine Verbindung, von welcher F. mit mehr Zuversicht als je die ^Verwirklichung seines Hauptplans, der Herrschaft über Italien, erwartete. Inzwischen ^war die Schreckensnachricht nach Europa gelangt, daß Jerusalem durch die Schlacht von Li- >