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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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600 Fredländer (David) Friedrich I. (röm.-dentscher Kaiser)

Friedländer (David), ein mit dem lebendigsten Sinne für das Gute, Wahre undSchöne begabter Israelit, geb. zu Königsberg am 6. Dec. 17 5», erwarb sich ohne regelmä-ßiges Studium durch aufmerksames Lesen die Kenntniß der hebr., franz. und deutschenSprache und Literatur. Großen Einfluß auf seine Ausbildung hatte insbesondere Mendels-sohn, mst dem er, sowie mit Spaltung, Teller, Meierotto und Engel im innigsten Freund-schaftsverhältnisse stand. Die religiöse und sittliche Bildung seiner Mitbrüdcr förderte er als jGeneraldeputirter sämmtlichcr Judenschaften in den preuß. Staaten, später, 180612,als Ältester der berliner Judenschaft, auf alle mögliche Weise. Er ergriff für sie häufig die sFeder und wirkte ihnen das Bürgerrecht aus, worauf er durch die Wahl seiner Mitbürger inden Stadtrath kam. Auch als Assessor des königlichen Manufaktur- und Commerzcollc- !giums wirkte er manches Gute. Er starb zu Berlin am 25. Dec. 1833. Unter seinen Schrif-ten sind zu erwähnen:Reden, der Erbauung gebildeter Israeliten gewidmet" (2 Hefte, Berl.181718),Moses Mendelssohn, von ihm und über ihn" (Berl. 1819),Beitrag zurGeschichte der Verfolgung der Juden im 19. Jahrh. durch Schriftsteller" (Berl. 1820) unddie von Krug hcrausgegebene SchriftAn die Verehrer, Freunde und Schüler Jerusalems, !Spalding's, Tellcr's, Herder's und Löffler's" (Lpz. 1823).

Friedländer (Michael), als Arzt rühmlichst bekannt, ein Neffe des Vorigen, geb. NIKönigsberg 1769, studirte in seiner Vaterstadt, dann in Berlin, Göttingen und Halle dieArzneikunde und machte hierauf zu seiner weitern Ausbildung eine Reise durch Holland,England, Deutschland, Italien und die Schweiz. Er war 1799 einer der Ersten, der Schutz-pockenimpfstoff nach Berlin verpflanzte. Seit 1800 lebte er in Paris, wo er sich namentlichdadurch ein Verdienst erwarb, daß er die Kenntniß der deutschen medicinischen Literatur inFrankreich, sowie die der französischen in Deutschland vermittelte. Er war ein fleißiger Ar-beiter aml)!> ti'oiiimire <Ies Sciences meckicsles" und starb zu Paris im Apr. 1823. Be- »sannt ist sein WerkI)e I'eckucstion pll^sicpie <ie I'Iiomine" (Par. 1815; deutsch von sOhler, Lpz. 1819). c

Friedländer (Ludw. Herm.), ordentlicher Professor der Medicin zu Halle, geb. am29. Aug. 1790 zu Königsberg in Preußen, wo er auch seine Schulbildung und höhere wis-senschaftliche Ausbildung erhielt und .812 in der medicinischen Facultät promovirke. ZurFortsetzung seiner Studien begab er sich in demselben Jahre nach Berlin; im I. 1813 amBefreiungskriege Theil nehmend, trat er als Oberarzt bei einem Hauptfeldlazareth ein. Mitden Verbündeten kam er 1813 nach Paris, wo er auch nach dem Abzüge der Truppen zurweitern Pflege der dort zurückgelassenen verwundeten und kranken Preußen zurückblicb.Die Muße, die ihm dieser Beruf gewährte, benutzte er, um in den Kunstsammlungen imLouvre und Luxembourg seinen Lieblingsrichtungen nachzugehen. Nachdem er im Spat-herbste 1813 seinen Abschied als Feldarzt genommen, begab er sich nach Karlsruhe zu seinemFreunde Max von Schenkendorf, wo der Umgang mit Frau von Krüdcncr, Jung - Skillingund Ewald nicht ohne Einfluß auf sein Leben blieb. Von hier ging er nach Wien, um sich vonneuem dem medicinischen Studium zuzuwcnden. Im Sommer 1815 machte er eine Reisenach Italien, deren Früchte in seinen gediegenenAnsichten von Italien" (2 Bde., Lpz.1818) vorliegen. Nach der Rückkehr habilitirte er sich als Privatdocenr der Medicin in Halle,wo er 1819 außerordentlicher und 1823 ordentlicher Professor wurde. Von seinen medici-nischen Schriften erwähnen wirDe institiitione St! mcciicinam" (Halle 1823),bumls-meiita ckoctrinse pstkologicse" (Lpz. 1828) und dieVorlesungen über die Geschichte der >Heilkunde" (2 Hefte, Lpz. 183839), in denen er ein treffliches Gemälde der Entwickelung lund Ausbildung der Medicin in großartigen Zügen lieferte. Auch in andern Richtungen ist chs !schriftstellerische Thätigkeit fortwährend rege geblieben, und namentlich enthalten dieBlät-ter für literarische Unterhaltung" und dieAllgemeine Literaturzeitung", deren Redakteurfür die medicinischen Fächer er seit Ersch's Tode geworden, viele Beiträge von seiner Hand.

Friedrich I. oder Rothbart (Barbarossa), zweiter röm.-deutscher Kaiser aus dcm >Hause der Hohenstaufen und einer der mächtigsten und einsichtsvollsten Herrscher Deutsch-lands 115290, geb. 1121, der Sohn Herzog Friedrich des Einäugigen von Schwa-ben, folgte seinem Vater 1137 in der herzoglichen Würde und erhielt nach dcm Tode Kai-ser Konrad's UI., seines Oheims, I >52 die Kaiserkrone. Von dem Streben erfüllt, das