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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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594
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594 Frickthal Friedemann

erklärte sich Berengar 888 zum König von Italien, mußte aber mit seinem NebenbuhlerGuido- Herzog von Spoleto, und später mit dem Kaiser Arnulf wiederholte, zum Theilunglückliche Kämpfe bestehen und verlor zuletzt sogar seine Markgrafschast F., die Arnulfdem Grafen Walfried gab. Aber nach Arnulfs Abzug aus Italien und Walfried's Todebemächtigte er sich der Markgrafschaft wieder und theilte mit Guido's Sohne Lambert, dernach seines Vaters Tode dessen Ansprüche zu den sinnigen gemacht hatte, die Herrschaft überItalien. Da bald nachher Lambert starb, so trat er als alleiniger König von Italien auf undhatte als solcher erst mit Kaiser Ludwig II., dann milden Ungarn, die fortwährend verheerendeEinfälle machten, und endlich mit Rudolf, König vom transjuranischen Burgund, Krieg zuführen, bis er zuletzt 92-1 meuchlings ermordet wurde. Nach Berengar's Tode wurde die Mark-grafschaft F. zerstückelt, Istrien davon getrennt und Verona eine eigene Markgrafschast. F.ward wieder eine bloße Grafschaft, deren Besitzer aber seit Kaiser Otto's l.Zeircn zu den Stän-den des Königreichs Italien gehörten. Es blieb nun Reichslehn, bis Kaiser Konrad H. im lI. >Jahrh. den größten Theil desselben (das sogenannte venet. F.) dem Patriarchen Poppo von, Aquileja schenkte, der cs mit seinen übrigen weltlichen Besitzungen vereinigte. UntcrderHerr-schaft dieser Patriarchen blieb F., bis 1385 die Bürger von Udine, unzufrieden mit ihremPatriarchen, unter Beistand der Republik Venedig sich gegen ihn auflehnten und in mehr-mals erneuerten Kriegen sich zwar von seinem Joche befreiten, dafür aber endlich 152V derBotmäßigkeit der Venetianer, welche in diesem Jahre Udine und andere Städte in F. er-oberten, sich unterwerfen mußten. Zwar eroberte cs Kaiser Maximilian 1. 1509, als ermit dem Papst und Frankreich gegen das übermüthig gewordene Venedig zu Felde zog;allein 1515 nahmen es die Venetianer wieder. Das östr. F. gehörte seit frühester Zeit demGcschlechte der Grafen von Tirol, deren eine Linie, die görzischc, an welche F. vererbt wor-den war, im 1.1590 mit Leonhard Grafen von Görz ausstarb, worauf Kaiser Maximi-lian!. vermöge alter Verträge die Grafschaft, die ihm ohnehin schon verpfändet war, in jBesitz nahm. Das venet. F,, blieb bis zum Frieden von Campo-Formio 1797 bei Venedig, jkam dann mit diesem an Ostreich und 1805 durch den Frieden zu Presburg an das vo»Napoleon gestiftete Königreich Italien, von welchem es zugleich mit einem Theile des östr.

F. das Departement Passerino (53 IHM. mit 290500 E.) bildete. Im 1.1899 verlor Ost-reich auch noch den übrigen Theil von F. durch Abtretung an die illyr. Provinze«. ImKriege 181-1 aber gewann der Kaiser von Ostreich ganz F. wieder und ist seitdem unter demTitel eines Herzogs von F. in dem Besitz dieser Landschaft.

Frickthal, ein Thal mit mehren Seitenthälern, so genannt von den in einer feucht- ^baren Gegend gelegenen ansehnlichen Flecken Ober- und Untersrick, mit den Haupt-orten Laufenburg, Stein, Rheinfelden, hat auf einem Flächenraume von etwa 5'/rlüM.ctwas über 29099 meist katholische Einwohner. Es gehörte früher zum Brcisgau, wurde1801 im luneviller Frieden an Frankreich abgetreten, von diesem an die Schweiz überlassenund bildet seit 1893 einen Bcstandtheil des Cantons Aargau.

Friktion, s. Reibung. 1

Fridericia,, Stadt und Festung im dän. Jütland am Kleinen Belt, mit ungefähr5009 E-, worunter eine franz.-reformirte Colonie von etwa 790 Seelen, ist besonders be-kannt als Zollstatte für die durch den Kleinen Belt gehenden Schiffe und als Überfahrtspunktnach Middelfahrt in Fünen. Die Stadt würde seit der Mitte des 17. Jahrh. durch KönigFriedrich III. angelegt, die Festung ist unbedeutend.

Friedberg, eine Stadt in der Provinz Obcrhessen des Großherzogthums Hessen aufeiner Anhöhe an der Usbach, hat gegen 3990 E., welche Ackerbau und Gewerbe treiben, eineschöne alte Kirche mit Glasmalereien und eine befestigte Burg, Burg Friedbcrg genannt, inwelcher sich jetzt ein Schullchrerseminar befindet. Die Stadt wurde 1211 zur freien Reichs-stadt durch Kaiser Friedrich II., der in der Burg daselbst zum Schutz der kaiserlichen Güter ^1252 eine adelige Burgmannschaft stiftete, die bald ansehnliche Güter in der Umgegend er- >warb, auf der rheinischen Bank saß, mit der Stadt in häufigen Zwiespalt gerietst und erst ^1891 aufgelöst wurde. Bei F. siegten die Franzosen >762 über die verbündete Armee undam 19. Juli 1796 unter Jourdan über die Östreicher.

Friedemann (Friede. Traug.), nassauischer Oberschulrath und Direktor des Ar-