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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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593
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Friaul

' Febr. 1834 den Gesandtschaftsposten am franz. Hofe. Er schloß die Quadrupelallian; mitab, allein unter dem Ministerium Mendizabal wurde er zu Anfänge des I. 1836 abberu-fen. Von mehren Provinzen im I. 1838 in den Senat gewählt, nahm er die Wahl fürLeon an. Am 7. Sept. 1838 trat er statt Ofalia an die Spitze des Ministeriums; dochschon am I v. Dec. mußte er dem Ministerium Perez de Castro weichen. Nachdem er eifrigznm Sturze Espartero's beigetragen, wurde er 1843 Präsident der Staatsjunta.

Friaul, insehr früher Zeit ein für sich bestehendes Land, mit besonder» Herzogen,umfaßte in seiner einstmals weitesten Ausdehnung die jetzige Delegation Udinc des der Krone- Ostreich gehörigen lombard.-venetian. Königreichs (130 lOM. mit 380000 E.), welche dasehemalige venetian. Friaul und den görzer Kreis des Königreichs Jllyrien (87'/- lOM. mit180000 E.) und den sogenannten Jdrianer Boden oder Jdrianer Bezirk des jetzt zum Her-zogthum Kärnten gezogenen Adelsberger Kreises (3 UM. mit 20000 E.), welche beide dasehemalige östr. F. bildeten. Es hat seinen Namen, ital. kr,uli oder ksttia 0«! krlu1i, ohneZweifel von der altröm., einst in seinem Bezirk gelegenen Stadt borum äulü, ist ein an Ge-treide und Wein fruchtbares und mit Mineralien und Heilquellen gesegnetes Land, das vonmehren Zweigen der Kärntischen und Julischen Alpen, welche die Gebirgspässe von Chiusa diVerzolle, Folmino und die Flitscher Klause bilden, durchschnitten und vom Zsonzo undTagliamento bewässert wird. Die Einwohner sind katholisch und meist Italiener, aber voneinem eigenthümlichen Schlage und mit einem eigenen Dialekt, welcher der lat. Spracheweit ähnlicher ist als das Italienische. Hauptorte sind: Udine (s. d.), die Hauptstadt desehemaligen venetian. Friaul, Campo-Formio (s. d.), die Stadt Cividale, in deren Nähedas DorfZuglio mit Überresten des alten kornm äulü und merkwürdigen Ausgrabungenliegt; die Festung Palmanova, Görz(s. d.), der Hauptort des östr. Friaul, und Montc-santo, ein berühmter Wallfahrtsort; Flitsch oder Pletsch, in dessen Nähe die Flitscher1 Klause; Gradiska (s. d.) und die Bergstadt Jdria(s. d.). F. theilte in den alten Zei-ten das Schicksal der übrigen Länder des nördlichen Italiens. Ursprünglich von den Car-niern bewohnt, wurde eS, wie die Nachbarländer, wiederholcntlich von den verheerendenEroberungszügen der deutschen barbarischen Völkerschaften heimgesucht, dann im 6. Jahrh.»on den Longobarden erobert und zu einem der 36 Herzogthümer gemacht, in welche mannach der Besitznahme das ganze longobard. Italien theilte. Des LongobardenkönigS AlboinNeffe, Grasulf (368 - 588), soll der erste Herzog gewesen sein. Unter seinem NachfolgerEisulf fiel 614 der Khan der Avarcn in F. ein und verwüstete die Provinz; Gisulf starb denHeldentod, seine Gemahlin Romilda gab sich gegen das Versprechen, die Stadt korum 3u-Hi, in die sie sich gerettet, schonen zu wollen, dem Avarenfürsten preis, der sie aber dessen-nngerchtet später hinrichten und die eingenommene Stadt plündern und verbrennen ließ.Bon den folgenden Herzogen wurde Ratchis 744 nach Liutprand's Tod und Hildebrand'sAbsetzung König der Longobarden. Herzog Rotgaud mußte, nach Besiegung des Lsngobar-dmkönigs Dcsiderius durch Karl den Großen, sich dem Sieger ergeben und Treue geloben,empörte sich aber wieder, als Karl 774 mit den Sachsen beschäftigt war, und wollte ganzItalien gegen ihn erheben. Doch Karl eilte noch im Winter nach Italien, überfiel den Em-pörer und ließ ihn 775 enthaupten. An seiner Stelle setzte nun Karl in F. Grafen ein, die,weil sic zugleich die MarkTreviso zu bewachen hatten, um diese Zeit auch Markgrafen von Tre-ust hießen. Später wurde Nicderpannonien und Kärnten zu F. geschlagen; Lothar crrich-^ tete im Z. 820 , um dm Einfällen der Slawen, die sich zwischen der Sau und der Drau bisan den Fuß der Julischen Alpen niedergelassen hatten, einen festen Damm entgegenzusttzen,die Markgrafschaft Friaul und ernannte den Grafen Eberhard zum Markgrafen. So wurde8-, weil es mit Kärnten, Krain, Steiermark und Baicrn in Grenzvcrhältnissen stand, dasi «sie politische Band zwischen Deutschland und der Lombardei. Die Kämpfe mit den Sla-i wen und Bulgaren und andern barbarischen Nachbarvölkern dauerten auch unter den nächsten

> Markgrafen noch eine Zeit lang fort, bis diese später es verzogen, ihre räuberischen Heerszüge

> "rch Deutschland zu richten. Um die Grenzen mit mehr Sicherheit beschützen zu können,wurde nach 827 die bisherige Mark F. in vier große Grafschaften gethcilt. Unter den nach-folgenden Markgrafen von F., die von jetzt an auch oft den Titel Graf und Herzog führen,

Eonv.-Lex. Neunte Aufl. V. 38