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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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591
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Freytag Friant 5,91

»res viel zur Wegnahme von San-Scbastian bei, woraufcr Generallieutcnant wurde. Nachder Entlassung des Generals Ballestcros wurde ihm das Kricgsministerium angebotcn, daser aber ausschlug. Als bei dem Aufstande von 1820 der König eines zuverlässigen und ta-vfern Feldhcrrn bedurfte, fiel die Wahl auf ihn. F. erließ von Sevilla aus unterm >4. Jan.einen Aufruf an seine Truppen. Aber es war schwer, Truppen gegen Truppen zu sichren,welche vor wenig Tagen noch die gleichen Lagerstellen gctheilt harten. Er schien durch Untcr-> Handlungen gewinnen zu wollen, was er mit Gewalt nicht zu erreichen hoffte. Seine Maß-! regeln hatte der erwünschte Erfolg gekrönt, wenn nicht in Galicien und an andern Orten Ein-k xörungen ausgebrochen wären. Nachdem er im Monat Febr. die Insel Leon von der Land-seite eingeschlossen und den General Riego in die Gebirge von Ronda hatte verfolgen lassen,erschienen am 7. März Abgeordnete bei ihm in Puerto-Santa-Maria, die auf Ansuchenvieler See- und Artillerieoffiziere in Cadiz die Verkündigung der Constitution begehrten.Am 9. kam F. selbst nach Cadiz und durch den Stand der Dinge, wie durch das Lormckendes Generals Grafen Abisbal gedrängt, versprach er, daß des andern Tags die Constitutionxroclamirt werden sollte. Er halte, so schrieb er an den König, diese Neuerung für nöthig,um einem Bürgerkriege vorzubcugen, um so mehr, als Graf Abisbal im Anzuge sei, der aufdie Besatzung von Cadiz großen Einfluß habe. Als er aber am andern Tage nach Cadiz kam,um der Feierlichkeit beizuwohnen, hatte jenes Blutbad statt, über dessen Veranlassung nochein Schleier liegt. Kaum war die Ordnung hergestellt, so kamen die Offiziere der Besatzungzu ibm und verlangten die Verhaftung der Artillerieoffiziere, deren politische Gesinnungenverdächtig seien. F. erfüllte ihr Gesuch, weiter dies für das einzige Mittel hielt, die Personender Letztem in Sicherheit zu bringen. Auch ließ er die Bataillone, welche jenes Blutbad un-gerichtet, aus Cadiz abziehen. Am I -1. erhielt er endlich die königlichen Decretc vom 7. März,worauf die Constitution in Cadiz verkündigt und beschworen wurde. Einige Tage späteraber wurde ihm der Oberbefehl genommen und er verhaftet, weil man ihn für den Urheberdes cadizer Blutbads erklärte. Vgl.Ilel'ensin <Io> general 1). Oluinml b'." (Madr. > 820).Nach der Restauration wieder in Freiheit gesetzt, lebte er nun bis zum Tode König Ferdi-nands VII. in großer Zurückgezogenheit. Im I. 1833 erklärte er sich für die Königin Jsa-bella, wurde hierauf Procer, Obercommandant der Garde und Generalcapitain in Madrid,siarb aber bereits zu Anfänge des I. > 834.

Freytag (Georg Will). Friedr.), Professor der oriental. Sprachen zu Bonn, geb. amI9. Sept. l 7 88 zu Lüneburg, besuchte die Universität zu Göttingen, wo er neben der TheologiePhilologie und die hebr. Sprache studirte und l8Il eine Reperentenstelle erhielt. Aus Haßgegen die Fremdherrschaft gab er 1813 seine Nepetentenstelle auf und ging nach Königsbergin Preußen, wo er als Gehülfe bei der Bibliothek angestellt wurde. Beim Wicderaus-bruche des Kriegs gegen Frankreich im I. 1815 wurde er preuß. Brigadeprediger. So fander Gelegenheit, in Paris seine unterbrochenen Studien der oriental. Sprachen fortsetzcn zukönnen. Nach dem Frieden blieb er zuerst auf Urlaub in Paris, legte aber dann bald seineStelle als Prediger nieder und widmete sich, vom preuß. Ministerium unterstützt, mit gan-zem Eifer dem Studium der arab., pcrs. und türk. Sprache. Eine Frucht dieser Studienwaren seine8e!ectu ex Iiistnr'm tkulebi" (Par. >819). JmJ. 1819 wurde er als Professorder oriental. Sprachen an die Universität zu Bonn berufen. Zu seinen wichtigsten Arbeitengehören dieKurzgefaßte Grammatik der hebr. Sprache" (Halle l 835), seine arab. Chresto-mathien und das großel-exicon urul>.-lut." (1 Bde., Halle 183037, 1.), dem cr einkleineres (Halle 1837, 4.) folgen ließ; fernerseine-tiudnin provorbiu" (3 Bde., Bonn1838 43),6»ubi üen-8otiuir curmen in luuiiein A4iil>umme,!:s ciicliiin" (Halle 1823,1.),blsmssue curminu", eine Sammlung der ältesten arab. Gedichte von Abu Temmam,mit arab. Scholien (Bonn 1828, 4.), dieDarstellung der arab. Verskunst" (Bonnl83«), und die AnthologieKslciliut-^lotioluku" von Jbn Arabschah (Bonn >837).

Friant (Louis, Graf), franz. Generallieutcnant, geb. am 18. Sept. 1758 zu Vil-lers-Morlancourk in der Picardie, diente seit 1781 in der franz. Garde und nahm >787 denAbschied. Beim Ausbruche der Revolution trat er als Unteroffizier wieder ins Heer undging 1793 als Oberst eines Freiwilligencorps zur Mosel-, dann zur Maas- und Sambre-armce, wo er bei mehren Gelegenheiten große persönliche Tapferkeit zeigte. Nach der