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Frerel Fre'ron
Unter diesen traurigen Umständen nahm General Lebcau seinen Abschied. Ihm folgte imBefehle über die Legion im Monat Nov. 1836 der Oberst Conrad, ein geborener Elsässer,der fast alle Feldzüge Napoleon's in Deutschland und Spanien mitgemacht hatte. In denschwierigsten Umständen erwarb er sich die größten Verdienste, indem er, unter dem drückend-sten Mangel am unentbehrlichsten, der daraus hervorgehenden Zuchtlosigkeit nach Kräftenzu steuern und dem dringendsten Bedürfnisse abzuhelfen suchte, ein Bestreben, bei dem erebenso sehr mit der Pflichtvergessenheit und Saumseligkeit der span. Regierung, wie mit demmeuterischen Geiste der Legion, der fast zur offenen Empörung überging, zu kämpfen hatte.Trotz der verzweifelten Lage der Legion und ihrem fortwährenden Zusammenschmclzen durchGefechte, Krankheiten und Ausreißerei, sodaß Don Carlos eine eigene Fremdenlegion orga-nisiren konnte, that Conrad mit den Trümmern seines jetzt der Division des Generals Sars-field beigegebenen und nur noch 2300 M. zählenden Corps noch Wunder der Tapferkeit.Immer an die gefährlichsten Punkte gestellt und zu den entscheidendsten Schlägen gebraucht,schmolz cs aber auch immer mehr zusammen. Das Gefecht bei Huesca am 24. Mai rieb dieLegion so auf, daß sie am I. Juni kaum 600 M. zählte, und das Gefecht bei Barbastro voll-endete ihren Untergang. Im entscheidenden Augenblicke von den span. Truppen der Köni-gin Verlässen, hielt sie hier allein Stand; von den Karlisten eingeschlossen, wurde sie nieder-gehauen bis auf 150 M., die sich nach Pampeluna retteten. Conrad fiel dabei an der Spitzeseiner kleinen Schar. In Pampeluna, dem Depot der Legion, befanden sich jetzt nur nochetwa 300 M., die in den elendesten Spitälern, von aller Hülfe entblößt, elendiglich ihr Da-sein fristeten. Die span. Regierung kümmerte sich gar nicht mehr um sie, und weder Bittennoch Drohungen vermochten sie zur Erfüllung ihrer Versprechungen zu bewegen. Ebenso we-nig verstand sie sich aber dazu, der franz. Regierung die dem Vertrage vom 28. Juni 1835 zu-folge unerläßliche Zustimmung zur Zurückberufung zu geben. So kam es, daß die Trümmer derFremdenlegion, an welche die span.Negierung am >6. Juni 1837 nicht weniger als 704270Francs an Sold schuldete, bis Ende 1838 im größten Elende in Spanien schmachten mußte.Erst um diese Zeit ertheilte ihnen die span. Regierung die Erlaubniß zur Rückkehr »ach Frank-reich; am I. Jan. 1839 verließen sic Saragossa und trafen am 8. Jan. in Pau ein. Wäh-rend auf diese Weise die alte Fremdenlegion in Spanien zu Grunde ging, wurde in Algiereine neue gebildet, die schon >836 wieder 854 M. zählte. Sie nahm in rühmlicher Weise anden Expeditionen nach Konstantine Theil, war >838 bereits auf 2000 M. gestiegen und hatseitdem bei einer Menge Gefechten und Expeditionen ihre kriegerische Tüchtigkeit bethätigt,wie erst neuerdings bei dem Zuge des Herzogs von Aumale nach Beskara.
Frerct (Nicolas), bekannt durch seine archäologischen und chronologischen Forschun-gen wie auch als Atheist, einer der gelehrtesten Männer seiner Zeit, gcb. zu Paris am 15.Fcbr. >688, ein Zögling Nollin's, wurde schon im 25. Jahre Mitglied der Akademie derInschriften. Wegen seiner Eintrittsredc „8»r IHgüie Oesb'riuiyms", die ebenso gelehrt alskeck, unziemliche Äußerungen über die Verhältnisse der Prinzen zu dem Regenten enthielt,mußte er sechs Monate in der Bastille büßen. Nachdem er seine Freiheit'wiedercrlangt hatte,übertrug ihm der Marschall von Noaillcs die Erziehung seiner Kinder. Am eifrigsten be-schäftigte er sich mit der Chronologie der alten Völker, und seine Abhandlungen und Streit-schriften hierüber machen eine» großen Theil der Denkschriften der Äkademie jener Zeit aus.Übrigens war er in keiner Wissenschaft fremd und wußte die Feder wohl zu führen. Er wareiner der Ersten, die sich offen zu den Grundsätzen des Atheismus bekannten, den er in der„l.ettre <Ie Illras^bule ül.ouci;>;>e" und dem „blxninen eritchue Oes »pnloßistes Oe la re-ligioo cl-retienoe" (Par. 1767) systematisch auseinandersetzte. Seit 1742 Secretair derAkademie der Inschriften starb er am > 7. Jan. 1749. Seine „Oeuvres" erschienen in 20 Bän-den (Par. 1796, >2.); eine neue Ausgabe begann Champollion-Figeac (Bd. I, Par. 1825).
Freren (Elle Catherine), franz. belletristischer Schriftsteller, gcb. zu Quimper 1719,gebildet durch die Jesuiten und eine Zeit lang Professor am Oslle^e Ii.nu,s le OruuO, machtesich besonders bekannt durch das von ihm 1746 begründete kritische Journal. Dasselbe er-schien zuerst unter dem Titel „I.ettres Oe mnOnme In comtesss Oe ***", und als es aufVeranlassung einiger von F. schwer gekränkter Schriftsteller unterdrückt wurde, unter demTitel „I^ettres sur czuel^ues eerits Oe es tein^is" (I 3 Bdc., >749—54) und hierauf unter