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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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582
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582 Fremdenlegion

1818 erneuert. Erst unter dem Ministerium Canning trat eine andere Bill an dessen Stelle,welche die Fremden der Willkür derRcgieiung weniger preisgibt. JnFrankrcichveranlaßtcndie vielen politischen Flüchtlinge, die sich seit 1830 hier sammelten, ebenfalls 1832 ein sehrstrenges Fremdengesetz, das 1833 verlängert wurde und noch gegenwärtig in Kraft ist.

Fremdenlegion. Als Frankreich bald nach der Julirevolutivn theils von einer MengeAbenteurer, theils von politischen Misvergnügten und Flüchtlingen überschwemmt wurde,die ihr Vaterland freiwillig oder gezwungen wegen mißlungener revolutionairer Bewegun-gen verlassen hatten, sah sich die franz. Regierung genöthigt, durch irgend eine Beschäftigungdiese Menge unruhiger Köpfe zu discipliniren und für ihren Unterhalt zu sorgen. Sie erließ ^deshalb, da die bestehenden Gesetze den Eintritt von Fremden ins franz. Heer und die An-wendung des Dienstes franz. Truppen überhaupt untersagten, in Übereinstimmung mit denKammern am 9. März 1831 ein Gesetz, welches sic ermächtigte, innerhalb des Königreichseine Fremdenlegion zu bilden, die jedoch nur außerhalb des Continentalgebicts desselben »er-wendet werden dürste. In Bezug auf Ausrüstung, Sold und Unterhalt wurde dieselbe derfranz. Linieninfanterie gleichgestellt und auch derselben Disciplin und Strafgesetzgebung un-terworfen. Die Angehörigen derselben Nation wurden in ihr getrennt gehalten und so vielals möglich zu eigenen Bataillonen vereinigt; dagegen wurden der Oberbefehl über die Legionund auch die beiweitem größere Mehrzahl der Offizier- und selbst Unterofsizierstellen lediglichFranzosen anvertraut. Die Formirung der ersten Bataillone, deren Kern aus Deutschen, Ita-lienern und Spaniern bestand, ging im Laufe des Sommers l 831 schnell von statten, sodaßnoch gegen Ende des Jahrs 1773 M. nach Algier gesendet werden konnten, das der Legionganz gegen den Wunsch der Meisten unter ihr, welche auf einen curop. Krieg gehofft hatten,zum Schauplatze ihrer Thätigkeit angewiesen wurde. Ungeachtet der häufigen Übertritte zuden Beduinen war die Legion in Folge des Zuflusses aus Frankreich im I. 1832 bereits bisauf 4000 M. in vier Bataillonen gestiegen. Auf verschiedene Punkte Algiers verthcilt,nahmen diese an allen bedeutenden Waffenthaten des Occupationshecrs Theil und zeichne-ten sich, fortwährend an die gefährlichsten Posten gestellt, bei vielen Gelegenheiten aufs vor-theilhafteste aus. Trotz der starken Verluste auf dem Schlachtfelde und in den Spitälernwar sic 1833 auf 4900 und 1834 auf 5200 Köpfe gestiegen, ein Zuwachs, der hauptsäch-lich durch den seit 1832 stattgefundenen Eintritt vieler Polen bewirkt wurde. Die Unter-stützung, welche Frankreich in Folge des Quadrupelallianzvertrags dem constitutionellcnSpanien zu gewähren hatte, bewirkte die Versetzung der Legion nach Spanien, indem zufolgeeines am 28. Juni 1835 zwischen Spanien und Frankreich abgeschlossenen Vertrags die- ^selbe in span. Sold überging. Durch eine Ordonnanz vom 30. Juni aus franz. Dienste ent-lassen, tmt dieselbe scheinbar freiwillig, im Grunde aber gezwungen, in span. Dienste, wobei den unter dieselbe getretenen Franzosen ihre Rechte als franz. Staatsbürger, insbeson-dere aber den franz. Offizieren ihre Grade und Anciennctät im franz. Heere Vorbehaltenwurden. Am 16. Aug. landete die Legion in Tarragona und nahm, der Division des Ge-nerals Pastor zugethcilt, unter dem Befehle des Obersten Bernctte vom Sept. 1835 an an .den Operationen in Aragonien Theil. Im folgenden Jahre kam sie unter den Oberbefehl ^des Generals Cordova nach Navarra, wo ihr Anführer, der seitdem zum Genera! ernannte jBernette, den Befehl über das ganze Opcrationscorps in dieser Provinz erhielt. In der >Mitte dieses Jahrs erhielt sie durch Werbungen in Pau wieder einigen Zuwachs und kam ^dann unter die Befehle des Generals Lebcau, dem auch der Befehl über das ganze Ovcra- 'tionscorps in Navarra zu Theil wurde, indem General Bernette, wegen Verpflegung seines jCorps mit der span. Regierung in Händel gerathen, seinen Abschied genommen hatte; denn ^trotzdem daß die Legion an fast allen Gefechten des Corps von Navarra Theil genommen,dabei, wie früher in Aragonien, drrrch ihre Tapferkeit sich vor den span, constitutionellcnTruppen ausgezeichnet hatte und der Schrecken der Feinde geworden war, so wurde sie dochvon der span. Regierung aufs schmählichste vernachlässigt. Die Folge davon war, daß derGeist eines Corps, welches, wie die Fremdenlegion, aus so verschiedenartigen Nationen, zumTheil aus lüderlichcm Gesindel zusammengesetzt war und nur durch die Disciplin zusammen-gehalten und gezügelt werden konnte, bald sich sehr verschlechtern mußte. So kam es, daß dieAusschweifungen in der Legion sich ebenso wie die Überläufcrcien zu den Karlisten mehrten.