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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Franz ll. (König von Frankreich)

ral Bonnivct nach Italien, doch am >4. Apr. > 524 wurde dieses in der Schlacht bei Ro-magnano vom Vicckönig Lannoy von Neapel aufgcricben. Als die Kaiserlichen hierauf inder Provence cinficlen, zog F. schnell ein großes Heer zusammen, drängte die Feinde zurückund setzte im Oct. noch selbst nach Italien über. Hier begann er im Winter die Belagerungvon Pavia, während l 9009 M. Franzosen Neapel bedrohen mußten. Doch schon im Fcbr.4525 erschienen die Kaiserlichen vor Pavia und lieferten den Belagerern am 24. Febr. einTreffen, in welchem der König, der durch Hitze das Heer der Vernichtung preisgegeben hatte,gefangen genommen wurde. Nach Madrid abgcführt, nöthigtc man ihm einen Vertrag vom44. Jan. 4 526 ab, in welchem er seine Ansprüche auf Neapel, Mailand, Genua, Asti, wiedie Oberherrlichkeit über Flandern und Artois aufgab, das Hcrzogthum Burgund abzutre-ten und die Schwester des Kaisers, Eleonore, zu heirathen versprach. Bis zur Erfüllungdes Vertrags mußte er seine zwei jüngsten Söhne als Geiseln stellen, gegen welche man ihnan der Grenze auswechselte. F. gedachte indcß keinen Augenblick, diesen Vertrag zu halten.

Er verweigerte die Abtretung von Burgund unter dem Vorwände, daß dies die Ständenicht zugäben, und schloß mit dem Papste Clemens Vll. und mehren ital. Fürsten am 22.Mai 4526 zu Cognac eine sogenannte heilige Ligue, die den Fortschritten des Kaisers Ein-halt khun sollte. Diesem Bündniß zufolge ließ F. 1527, nach der Einnahme Noms durchdie Kaiserlichen, ein großes Heer untcr dem Marschall Lautrer in Italien einrücken, das inkurzer Zeit Genua nahm, Pavia erstürmte, den Papst befreite und in Neapel eindrang.Dennoch mußte Fe erschöpft am 5. Aug. 4529 den Frieden zu Cambray schließen, zufolgedessen er seine Söhne mit 2 Mill. Thlr. auslöscn, Italien räumen, die Schwester des Kai-sers heirathen und denselben sogar noch gegen seine früher» Verbündeten unterstützen mußie.Dieser Friede konnte natürlich von keiner Dauer sein, und F. trat nun mit dem Papste, denprotestantischen Fürsten Deutschlands und den Türken zugleich in Verbindung. Als Sforza4535 gestorben, verlangte er vom Kaiser die Übertragung Mailands an einen seiner Söhne,und als ihn der Kaiser durch leere Versprechungen hinhiclt, fiel er plötzlich in Savoyen ein,worauf der Kaiser 4 536 die Provence überzog. Der Einfall Soliman's ll. in Ungarn be- rwirkte endlich 4 538 den zehnjährigen Waffenstillstand zu Nizza. Auf einer Neisc, die hier- ,aus der Kaiser, um schnell nach den Niederlanden zu gelangen, durch Frankreich machte, cr-theilte er F. nochmals das Versprechen, einen von dessen Söhnen mit Mailand zu belehnen,hielt aber ebenso wenig Wort. F. griff darum ein viertes Mal zu den Waffen. Er ver-band sich mit dem Herzoge Wilhelm von Kleve, mit Dänemark und Schweden. Während ^eine franz.-türk. Flotte unter Barbarossa die Küsten Italiens verheerte, eroberte der Herzogvon Orleans im Sommer 4542 Luxemburg, Vcndöme Artois, der Herzog von Kleve Bra- >bant. Der Kaiser aber verband sich 4 543 mit Heinrich VIII. von England zur gänzlichen !Eroberung Frankreichs und demüthigte den Herzog von Kleve. Im März 1544 erfocht daSfranz. Heer unter dem Grafen Enghien in Italien bei Cerisolles einen glänzenden Sieg. .Allein F. vermochte den Vortheil nicht zu verfolgen, indem der Kaiser im Juli in die Cham- !pagne einbrach und Heinrich Vlll. mit einem starken Heere zu Calais landete. Die Belage- ,rung von Boulogne hinderte jedoch ein schnelles Vordringen nach Paris, sodaß F. Zeit ge- ^wann, ein Heer zu sammeln und Unterhandlungen anzuknüpfen. Da der Kaiser großen iMangel an Lebensmitteln litt, sich auch vor den Protestanten in Deutschland nicht sicher ^hielt, so kam schon am 48. Sept. 4 544 der Friede zu Crespy zu Stande, in welchem F. alle ,Ansprüche auf die Länder des Kaisers, dieser aber auf Burgund aufgab. Zwei Jahre spater 'erst endete der Krieg mit England. F. starb am 3 4. März 4 547. Er war im Umgängeebenso liebenswürdig und ritterlich, als seinem Charakter nach unbeständig und den Leiden-schaften unterworfen. Unter seiner Regierung wurde in Frankreich die absolute Regierungs-gewalt eigentlich gegründet. Der Eifer, mit welchem er Bildung und Wissenschaft in sei- !nem rohen Zeitalter zu verbreiten suchte, hat ihm den Namen eines Vaters der Wissenschaf- !ten zugezogen. Dessenungeachtet ließ schon crvieleKctzerhinrichten; auch verbot er l 535«das >Bücherdrucken bei Strafe des Strangs und führte, als dies unausführbar war, die Censurein. Vgl. Gaillard, „llistoire cke k'. I" (7 Bdc., Par. 4 760—69), Herrmann, „F-(Lpz. 1824) und Röderer, ,^.oms XII et I" (2 Bde., Par. 4825).

Franz II., König von Frankreich 1559 — 60 , geb. zu Fontainebleau am 1 9 . Jan