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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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548
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si48 Kranz l. (Kaiser von Dstreich)

Sohne Joseph (s. d.) die Kaiserwürde und seinem zweiten, Leopold, der als Leopold II.(s.d.), des Bruders Nachfolger auf dem Kaiserthron wurde, das Großherzogthum Toscana.

Franzi. (Jos. Karl), Kaiser von Ostreich, 1806—35, als röm. - deutscher KaiserFranz II., 1792—1806, genannt, gcb. zu Florenz am >2. Febr. >768, der Sohn Kai-ser Leopold's II. und der Marie Luise, einer Tochter König Karl's III. von Spanien, folgteam l. März 1792 seinem Vater in den östr. Erblanden und wurde am 6. Juni als Königvon Ungarn, am I I. Juli als röm.-deutscher Kaiser und am 5. Aug. als König von Böh-mengekrönt. Seine erste Erziehung hatte er zu Florenz unter den Augen seines Vaters erhal-ten, seit 1784 aber zu Wien gelebt, um an der Seite seines Oheims, Joseph's II., sich zumRegenten zu bilden. In seinem 20. Jahre hatte er denselben auf seinem Zuge gegen die Türkenbegleitet und 1789 selbst den Oberbefehl des Heers übernommen, wobei London ihn unter-stützte. Als Kaiser Joseph am 20. Febr. 1790 gestorben, regierte F. bis zur Ankunft seinesVaters in Wien (> 2. März) und begleitete dann diesen zu den Verhandlungen mit demKönig von Preußen und dem Kurfürsten von Sachsen 1791 nachPillnitz, wo er, indeß Kai-ser geworden, >792 mit Preußen ein Schutz- und Trutzbündniß gegen die Republik Frank-reich schloß, die ihm, als Könige von Ungarn und Böhmen, bereits am 20. Apr. 1792 denKrieg erklärte. Im I. 1794 stellte sich F. selbst an die Spitze der niederländ. Armee, welcheam 26. Apr. die Franzosen bei Cateau und Landrecy schlug, und am 22. Mai die blutigeSchlacht bei Tournay gewann. Als jedoch die brabanter Stände ihm den gefoderten Land-sturm und die Geldunterstühungen versagten, und der Gang des Kriegs durch Carnot's Stra-tegie eine ungünstige Wendung nahm, kehrte er wieder nach Wien zurück. Der Abfall seinerBundesgenossen und das Vorrücken der Franzosen unter Bonaparte in Italien nöthigte ihnhierauf, den Frieden von Campo-Formio am >7. Oct. 1797 einzugehen, durch welchen dasDeutsche Reich den größten Theil des linken Nhcinufers und Ostreich, ohne ein erwähnens-werthes Äquivalent dafür zu erhalten, die Niederlande und die Lombardei verloren. Aber schon1799 erhob sich F. im Bunde mit Rußland und England zu neuem Kampfe gegen die Re- /publik Frankreich und zwar anfangs glücklich; bald aber nach der unerwarteten, plötzlichenRückkehr Bonaparte's aus Ägypten und in Folge der Siege seiner Heere in Italien sah ersich zum Frieden von Luneville, am 9. Febr. 1801, gezwungen, der ihm selbst große Opfer und >dem Deutschen Reiche das ganze linke Rheinufer kostete. Den 1805 wiederum in Verbin-dung mit Rußland erneuten Kampf gegen Frankreich endeten die Schlachten bei Ulm undAusterlitz, worauf F. mündlich mit dem Kaiser Napoleon die Bedingungen eines Waffen- ^stillstands und die Grundlage des Friedens zu Presburg von 1805 verabredete, der fürOstreich durch die Abtretung von 1000 OM. mit 3 Mill. E., noch fühlbarere Verluste zurFolge hatte. Nach der Errichtung des Rheinbunds legte er, nachdem er schon durch das Prag-matikalgcsetz vom 11. Aug. 1804 unter dem Namen Franz I. sich zum ersten Erbkaiser vonOstreich erklärt hatte, die Regierung des Deutschen Reichs feierlich nieder. In dem Kriege ^Preußens und Rußlands gegen Frankreich behauptete F., der sich übrigens, wiewol verge- !bens, 1807 zum Vermittler zwischen den kämpfenden Parteien anbot, die Neutralität. Dochim 1.1809 ergriff er zum vierten Male die Waffen gegen Napoleon, jedoch nur um sie bald dar-aufwieder niederzulegen. Der Friede zu Wien vom 14. Oct. 1809 hatte für Ostreich aufs neue jden Verlust von 2000 OM. mit 4 Mill. E. zur Folge, schien aber durch F.'S Einwilligungzu der Vermählung seiner ältesten Tochter Marie Luise mit Napoleon den Grund zu einemdauernden Freundschaftsbündnisse zwischen beiden Staaten legen zu wollen. Im Mai >812 'vereinigte sich F. mit Napoleon nach der Unterredung zu Dresden zum Feldzuge gegen Ruß-land. Nach dem unglücklichen Ausgange desselben blieb F. anfangs während des von Seiten ^Rußlands mit Preußens Hülfe fortgesetzten Kampfes neutral, dann trat auch er, nachdem er sich lvergebens bemüht hatte, den Frieden zu vermitteln, der Coalition gegen Frankreich am l 2. Aug. !1813 plötzlich bei. Dem mächtigen Kampfe, der sich nun entspann, wohnte er bis zum Ende inPerson bei und gelangte durch die pariser Friedensschlüsse und durch den Separatvertrag mit ^Baicrn vom 14. Apr. 1816 in den Besitz einer Ländermasse, wie sie in dieser Abrundung undBlüte keiner seiner Vorfahren besessen hatte. Seit 1816 herrschte F., mit Ausnahme des Auf-stands der Lombardei, der jedoch bald gedämpft wurde (1821), in ruhigem Frieden bis zu sei-nem Tode am 2. März 1835. Mäßigung, Gerechtigkeitsliebe und schlichtes, herablassendes Be-