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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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54K Franz von Assisi

seur, Zuchelli, Rubini, Tamburin!, Lablache, welche das Publicum ebenso sehr durch ihre»Gesang als durch ihr Sfliel entzückten. Diesen fünf größer» Theatern, von denen jedesin seiner Art ausgezeichnet ist, reiht sich eine große Anzahl Bühnen zweiten und drittenRangs an. Wir erwähnen nur 6) das TKeLtrs cku vaucleville auf dem Börsen-plätze, 7) das Hiöütre tili Calais r 0 ) U l im Palais royal, 8) 6z,II nass <1 rnMa-li II e und 9) TIieLtre ü es vgriötös, welche beide letztere auf den Boulevards gelegensind. In diesen Theatern zeigt sich insbesondere die unerschöpfliche Fröhlichkeit der Fran-zosen, ihr leichter Witz und ihr Talent, der geringsten Kleinigkeit Stoff zum Lachen undzu einem Bonmot oder Calcmbourg abzugewinnen, in ihrem ganzen Glanze. Auch inBezug auf Spiel und Darstellung sind diese Bühnen ganz bemerkenswcrth. Nirgendkann das Ensemble ausgezeichneter sein als hier; auch tauchen zuweilen Künstler ersterGröße auf, wie z. B. Bouffe, der seit einer Reihe von Jahren am 6zmnsse thätig ist.10) Das Ueätreckeial^orteLaint-iU artin, II) das liieatrsils I a ^sieteund 12) Xinbigu comigue, sämmtlich auf den Boulevards, geben vorzüglich Melodra-men, Pantomimen und Ballets und sind, besonders die beiden letzter», mehr für die nieder»Stände berechnet. In dem 6ir<pie »lzinpigiis Franconi's spielen die Pferde die Haupt-rollen. Das Gebäude, in welchem diese Vorstellungen gegeben werden, ist in den Champs-Elysees gelegen und wurde, nachdem es durch eine Feuersbrunst zerstört war, von dem deut-schen Architekten Hittorffneuerdings höchst geschmackvoll wieder aufgebaut. Neben diesen ver-schiedenen Theatern, die täglich eine Menschenmengevon mehr als 59000 Personen inBewe-gung setzen, gibt es noch mehre Kinder- und Liebhabertheater, aus denen den größer» Bühnenein fortwährender Zuwachs herangebildct wird und die insofern nicht ohne Bedeutung sind.

Franz von Assisi, der Stifter des Franciscanerordens, gcb. 1182 zu Assisi in Sxo-leto, wie die Legende erzählt, mit einem Kreuze auf der Schulter, hieß eigentlich GiovanniBernardone und empfing erst später den Namen Franciscus wegen seiner Fertigkeit im Frau- ,zösischsprechen. Als Sohn eines reichen Kaufmanns unterließ F. nicht, die Freuden der Well tzu genießen; aber mitten unter diesen Genüssen hatte er einen Traum, in welchem er eine 1Menge Waffen zu sehen glaubte, die mit einem Kreuze bezeichnet waren. Aus die Frage, für ^wen sie bestimmt wären, erhielt er zur Antwort: „Für ihn und seine Streiter". Er diente jhierauf in Apulien; aber das Evangelium von der Aussendung der Jünger, das er in einer jMarienkirche in Portiuncula bei Assisi verlesen hörte, belehrte ihn, daß seine Streiter Geist- ^lichc sein sollten. Er verkaufte nun, was er hatte, kleidete sich in eine braune Kutte, gürtete ^sich mit einem Strick und verband sich zunächst mit acht Gleichgestimmten zu einem aposto- :lischen Leben und Wirken. Schon groß war die Zahl seiner Schüler, als er beim Papst Inno- .cenz 111. 1299 um Bestätigung der von ihm entworfenen Ordensregel nachsuchte. DasJahrdarauf erhielt er von den Bcnedictinern eine Kirche unweit Assisi, die nun die Wiege desFranciscaner - oder Minoritenordens (s. Franc! scan er) wurde, der sich besonders ver-mehrte, als ihn Papst Honorius III., 1223, öffentlich bestätigte. Mehre seiner Schüler be- ^gehrten die Freiheit, allenthalben, auch ohne Erlaubniß der Bischöfe, predigen zu dürfen; ^allein F. antwortete ihnen: „Laßt uns die Großen durch Demuth und Hochachtung und dieGeringen durch Wort und Beispiel gewinnen; übrigens sei es unser eigenthümliches Vor- §recht, gar keins zu haben." Später begab er sich nach Palästina und erbot sich, um den Sul-tan von Babylon von der Wahrheit des christlichen Glaubens zu überzeugen, einen brennen- !den Scheiterhaufen zu besteigen; doch der Sultan erlaubte ihm dies nicht und entließ ihn sehr ^ehrenvoll. Nach seiner Rückkehr nach Italien fügte er den beiden Claffen seines Ordens, denMinoriten und Clarissinnen (s.d.), eine dritte hinzu, die Tertianer, welche dicBüßendenbeiderlei Geschlechts enthalten sollte, und zog sich dann auf einen Berg in den Apcnninen zu-rück. Dort hatte er, wie die Legende erzählt, ein Gesicht, in welchem er einen gekreuzigtenSeraph erblickte, weshalb der Orden den Beinamen des seraphischen erhielt. Auch soll ihmzwei Jahre vor seinem Tode, der zu Assisi am 1. Oct. 1226 erfolgte, Christus erschienen seinund ihm seine Wundenmale eingedrückt haben, ohne daß §. schmerzhafte Folgen davon ge- 'habt hätte, wie denn überhaupt sein Leben als ein Nachbild des Lebens Jesu dargestellt wor-den ist. Unter seinen hinterlassenen Werken (zuletzt Augsb., 1739, Fol.) zeichnen sich beson-ders die Briese aus. Seine Biographie wurde von einem seiner Gefährten Thomas de Ce- ^