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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Französische Philosophie

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und redlicher Naturforscher, wie CH. Bonnet (s. d.) und Robinet („kssui sur Is gruclstioll,ies etres", Amst. 1768, und „De In nuluro", 8Bde., Amst. 1761 —68), beitragen können.Ebenso hatte Montesquieu (s. d.), >689—1755, in seinem bis jetzt wol im Einzelnen,aber noch nicht im Ganzen übertroffenen „Lsprit «les lois" ans historischer Grundlage denBlick für die mannichfaltigen Formationen des Staatswcsens und ihre innere Verwebunggeöffnet; in ähnlichem Geiste schrieb der scharfsinnige und charakterfeste Condorcet (s. d.),1713-9-1, über die wichtigsten Fragen des politischen Lebens und den allgemeinen Gangder geistigen Entwickelung.

Zn der Folgezeit waren weder die Stürme der Revolution noch das militairische Ge-räusch des Kaiserreichs geeignet, die Pflege der Philosophie zu begünstigen, zumal daNapoleonaller tiefern philosophischen Forschung, die er durch den Namen Ideologie zu bezeichnenpflegte, abhold war. Der vorherrschenden Richtung des Sensualismus und Empirismustraten daher erst nach der Restauration andere Elemente entgegen, die zum Theil außerhalbderPhilosophie ihren Grund und Boden haben. Den Sensualismus und Empirismus vertra-ten in den ersten Deccnnien des >9. Jahrh., während die Schriften von Cabanis (s. d.)meist noch in die Revolutionszeit fallen, hauptsächlich Destutt de Tracy (s. d.), der GrafVolney (s. d.), G arat (s. d.), der Arzt Broussa is (s.d.) und mit einem kleinen Zusätzespeculativer Elemente auch Azcns, geb. 1766, in dem „8zst«i»s universel clo pbilosopliie"(8Bde., Par. 1816 — 12; neue Aufl., 182-1) und „(lours tle plülosopliis generalo ouexplication simple et graeluelle eie tons les üüts cle I'orclre pb^sique, pbzsiologicziie,mtellectuel, moral et politiqus". Auch der große Beifall, dessen sich Gall's Schädellehrebis auf den heutigen Tag in Frankreich zu erfreuen hat (s. Gall und Phrenologie), hatseinen Grund in dieser sensualistischen Philosophie, deren Motto z. B. Cabanis in dem Satzeausspricht: „I^esnerts, voilü tout l'liomme." Jhrgcgcnübertratallmäligeinetheologisch-spi-ritnalistische, welche bei Saint-Martin (s.d.) in seinem merkwürdigen Buche „l)sserreurs et eis In verite" in der Art des Jak. Böhme eine theosophische und mystische Fär-bung hatte, bei Andern sich mehr dem unbedingten Glauben an die Offenbarung und derVertheidigung hierarchischer Bestrebungen zuneigtc oder ganz entschieden hingab. DiesePhilosophie der Revolution, des Katholicismus und Absolutismus erhielt in dem Grafen deMaistre (s.d.), >753—>821, de Lamennais (s.d.) und Bonald(s. d.) ihre Be-gründer und wichtigsten Stützen; auch der seit 1815 in Frankreich lebende dän.Baron Eck-stein (s. d.) und der ehemalige Buchhändler P. S. Balkanche (s. d.) schloffen sich ihr an.Zwischen beide in die Mitte trat der in Frankreich sogenannte Eklekticismus, eine Art Theo-rie der Erkenntlich, welche den Locke'schen und Condillac'schcn Sensualismus durch die Beru-fung auf gewisse der sinnlichen Empfindung nicht entlehnte Begriffe und Grundsätze in seineSchranken zurückzudrängen und die höhern, sittlichen und religiösen Interessen sicher zu stel-len suchte. Die wichtigsten Urheber und Vertreter des Eklekticismus sind Noyer-Collard(s. d.) und Cousin (s. d.), auf welche Beide das Studium der schot. und der deutschen Phi-losophie wesentlichen Einfluß gehabt und von welchen der Letztere namentlich durch seine Ar-beiten und Vorlesungen über die Geschichte der ältern und neuern Philosophie auf die För-derung der Philosophie in Frankreich eine sehr wvhlkhätige Wirkung ausgeübt hat. Ihnenschlossen sich so bedeutende Männer, wie;. B. der Baron Dege'rando(s.d.),Laromi-guiere (s. d.), J vuffroy (s. d.), Bens. Constant (s. d.), Jos. Droz (s. d.) u. A., an,und der Eklekticismus genoß mehre Jahrzehnde eines so hohen Ansehens, daß selbst die Be-zeichnung eklektische Philosophie nicht wie in Deutschland als ein Tadel sondern als einLob angesehen wurde. Vgl. Damiron, „kis.sui s„r I'iiistoire cle lupkilosoplno en Trance -»»I öiöme siede" (2 Bde., 2. Aufl., Par. >828), Lerminier, „De I'mkluence cle Is pbilo-sopbis <>» >8ieme siede snr In le^islution et Irr sodubilite >lii lüieine siede" (Par. 1833)und Carove, „Religion und Philosophie in Frankreich" (Gött. 1827). Scnsualisten imSinne des 18. Jahrh. gibt es unter den einflußrcichern Vertretern der Philosophie jetzt wol nur»och wenige; desto stärker ist in den letzten Jahren der Gegensatz zwischen der katholisircnden,hierarchischen Partei und den Vertheidigcrn einer von kirchlicher Autoritär unabhängigen,hierarchischen Planen sich nicht unterordnenden Forschung hervorgetreten, und hat sich bis indie höchsten Sphären des Staatslebens hinauf durch die Kämpfe über die sogenannte liberte

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