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der nach Verschiedenheit der Besitzungen, die er einst besessen oder noch besitzt, Abweichungenin den Wappen sich gestattet, welche wenigstens eine theilweise Verschiedenheit Hervorrufen.Selbst bei Standeserhöhungen hält man am Familienwappen fest, und es wird dasselbe inder Regel nur vermehrt. Ob die Alten Familienwappen gekannt, ist eine Streitfrage, derenErledigung noch zu erwarten sieht. Die Worte des Ovid in den „Metamorphosen", woLheseus von seinem Vater durch die sixna s»i generis auf dem Schwertgriffe erkannt wird,lassen cs wenigstens vermuthcn.
Fanal nennt man jedes Feuer, welches auf Thürmen, hohen Bergen u. s. w., am Ein- *gange eines Hafens oder an den Küsten des Nachts unterhalten wird, damit cs als Signaldiene, folglich auch den Leuchtthurm (s. d.); bei den Schiffen die große Laterne am Hin- .tertheile, welche zugleich dazu dient, bei der Nacht den Rang der Schiffscommandanten an- !zudeuten, und bei der Artillerie die Lärmstangc (s. d.). ,
Fanariöten heißen im Allgemeinen die Bewohner des Fanar oder Fanal in Kon- istantinopel, eines Stadtviertels, das von dem daselbst befindlichen Leuchtthurme den Namen !erhielt. Insbesondere versteht man darunter die edeln, meist sehr reichen griech. Familien,die sich hier, nach der Eroberung Konstantinopels aus der Stadt verdrängt, ansiedelten.Aus ihrer Mitte wurden seit der Mitte des >7. Jahrh. gewöhnlich die Dragomans oder iDolmetscher der Pforte gewählt und seit Anfänge des 18. Jahrh. bis zum Ausbruche der ^griech. Revolution (17 l 6 — l 822) die Hospodare der Moldau und Walachei; doch war dieWahl in Hinsicht der Letztem in der letzten Zeit auf wenige Familien beschränkt. DieUmtriebe der Fanariöten, ihre Erpressungen, worein sie sich mit den Bojaren theilten, dieBestechungen und Ränke, wodurch sic sich so lange in diesen Fürstenthümern behaupteten,schildert Markos Zallony in dem „Lsssi snr les IHariotes" (Marseille >824; 2. Aust.,
> 830). Bei dem Aufstande der Griechen zeigten die Fanariöten nur eine sehr geringe Theil-nahme und waren demselben eher hinderlich als förderlich. !
Fanatismus oder Fanaticismus nennt man vorzugsweise die durch religiöseMeinungen entzündete Schwärmerei Derer, welche von ihren Einbildungen und Gefühlenbis zum wüthenden und verfolgenden Rcligionseifer fortgerissen werden. Zuweilen wird jedochdas Wort Fanatismus auch von andern Schwärmereien gebraucht, welche sich lebhaft undstürmisch äußern. So spricht man von politischem Fanatismus, der sich in überspanntem und>n Vcrfolgungssucht ausartendem Eifer für eine Parteiansicht im Staate kundgibt. Nichtseltm verbindet sich mit dem religiösen der politische Fanatismus, wie denn die meisten Reli-gionskriege eine Folge der Vereinigung beider waren. i
Fandango ist, wie derBolero (s. d.), ein alter span. Nationaltanz im '/, Takt, der !auf dem Lande am graziösesten getanzt und gewöhnlich von einer Zither in der Volltonartbegleitet wird, während die Tänzer mit Castagnetten den Takt angeben. Er schreitet voneiner sehr einförmigen zu der lebhaftesten Bewegung fort, drückt, so einfach und kunstlos diePas im Ganzen sind, alle Sehnsucht, alle Nüancen, alle Freuden der Liebe bis zur Üppig-keit aufs sprechendste aus und wird so leidenschaftlich geliebt, daß, alles Eiferns der Geistlich-keit ungeachtet, er niemals ganz unterdrückt werden konnte. .
Fanfare nennt man ein kleines, kriegerisches, für Trompeten und Pauken gesetztesTonstück von glänzendem und namentlich lärmendem Charakter, weshalb auch ein Groß-sprecher, Prahler oder Windbeutel Fanfaro n und die Großsprecherei eine Fanfaron-nade genannt wird.— Fanfare heißt ferner bei einer Cavalerieattake das Trompcten-signal, welches kurz nach dem Signal „Galop" gegeben wird, und worauf alsdann das„Marsch-Marsch!" (die Cärriere) und der Einbruch in den Feind erfolgt. — Auch bezeich-net man mit Fanfare jedes kurze Jagdtonfiück für zwei Hörner.
Fangschnur heißt die wollene, bei den Offizieren silberne oder goldene Schnur, welcheoben an der Kopfbedeckung des Cavaleristen, unten an der Uniform od<r Schulterklappe zudem Zwecke befestigt ist, damit die Kopfbedeckung, wenn sie ihm im Getümmel des Gefechtsabgeworfen wird, nicht zur Erde fällt.
Faraday (Michael), Director des Laboratoriums der Institution zu London,einer der berühmtesten Chemiker und Physiker, geb. um 1790, begann seine wissenschaftlicheLaufbahn in dem Laboratorium des Sir Humphry Davy und erregte zuerst seit >820 ein