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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Falset Falster

gen. Seit 1802 prakticirte er als Advocat im Vaterlande und wurde l807 Anwalt desHöchsten Gerichts und im folgenden Jahre Landrichter in der Nähe Christianias, in welcherletzter» Eigenschaft er aufs thätigste für die Gründung einer vorweg. Universität wirkte. AlsDeputirter in der constituirenden Reichsversammlung zu Eidsvold im 1.1814 bekannte ersich zu den liberalsten Ansichten und entsagte freiwillig seinem Adel. Im Aug. 1814 erhielter die Stelle eines Amtmanns von Nord-Bergenhus, und als Deputirter dieses Amts warer auf den Storthingen von 1815, 1816, 1821 und 1822. Er bewies sich als einen ausge-zeichneten Redner, und die Nation zollte ihm wegen seiner Freimüthigkeit und seines vater-ländischen Sinnes ungetheilte Hochachtung. Dagegen verlor er sehr schnell die Volksgunst,als erim Mai 1822 zum Generalprocurator ernannt wurde und nun, wie es schien, aus Ehr-sucht sich gebrauchen ließ, Maßregeln der Regierung zu vertheidigen, die mit seinen früherausgesprochenen Ansichten im offenen Widerspruche standen. Als das Storthing von 1824den Gehalt eines Generalprocurators strich, entschädigte ihn der König durch Ernennungzum Stiftsamtmann in Bergen. Gegen Ende des I. 1827 kam er als Justitiarius desHöchsten Gerichts nach Christiania, wo er am 13. Jan. 1830 starb. Die schönste Fruchtseiner literarischen Beschäftigung ist dieGeschichte Norwegens unter Harald Haarfager unddessen männlichen Descendenten" (3 Bde.); auch um die alte Geographie seines Vaterlan-des hat er sich Verdienste erworben. Sein jüngerer Bruder, KarlF., Landrichter zu Egerbei Drammen, war auf allen Storthingen seit 1821 einer der thätigstcn und parteilosestenVolksvertreter. Mehrmals zum Präsidenten gewählt, ein klarer Redner und bekannt mitden Bedürfnissen der Nation, besonnen, genoß er von seinem ersten Auftreten an unge-schwächt des Volks Vertrauen.

Falset, s. Fistel.

Falfkrechnung (Regula talsi) nennt man die Rechnungsmethode, deren man sichin der Arithmetik und Algebra, sonst mehr als jetzt, besonders da bedient, wo eine directcAuflösung der Aufgabe unmöglich ist. Man nimmt dabei für die gesuchte Größe eine will-kürliche, also im Allgemeinen falsche Größe an, woher die Rechnung auch den Namen hat,und sucht dann aus dem Fehler, den diese Annahme zur Folge hat, auf die wahre Größezurückzuschließen. Doch gibt es viele Fälle, wo diese Methode gar nicht anwendbar ist; inandern Fällen wird sie durch Anwendung von einfachen Gleichungen überflüssig.

I?al 80 borävlie (baux-bourdon) nannte man überhaupt die freie Begleitung einesChorals oder Bantus tirmus, welche die andern Singstimmen meist gegen den Tenorfigurirten, insbesondere aber die Begleitung der Oberstimmen in Sextenaccorden.

Falstaff (John), der stete Begleiter des ausschweifenden Prinzen Heinrich von Wales,des nachmaligen Königs Heinrich's V. von England, gest. 1421, ist die originellste dra-matische Person, welche Shakspcare in seinemHeinrich V." und auf ausdrückliches Verlan-gen der Königin Elisabeth in denLustigen Weibern von Windsor" gezeichnet hat. Er istein wahrer Heros der Taugenichtse, dabei aber unterhaltend, wohl zu leiden und überfließcndvon guter Laune, deren Energie man nicht genug bewundern kann. Er ist Soldat, aber einebenso feiger Soldat als lügenhafter Prahler; ergraut im Wohlleben, aber noch im Altergleich lüstern und siederlich und immer nur auf Schwelgen und Ausschlafen sinnend. Unterdiesem plumpen Äußern verbirgt er indeß den gewandtesten Schalk und weiß geschickt einzu-lenken, wenn die Dreistigkeit seiner Späße anfängt übel empfunden zu werden. Er erscheintgemein, aber doch nicht ohne Witz und Spuren früherer Bildung; man erkennt, daß er früherbessere Tage gesehen hat. Wohlbeleibt und etwas schwammig mag er wol erscheinen, aberder Schauspieler sollte sich hüten, ihn hanswurstmäßig und unförmig dick vorzuführen, dennes ist ebenso eine übermüthige Hyperbel, wenn Heinrich V. F. einen Fleischberg, wie wenn F.zur Wiedcrvergeltung den Prinzen eine Aalhaut oder getrocknete Rinderzunge nennt.

Falster, eine zum Stifte Laaland des eigentlichen Königreichs Dänemark gehörigefruchtbare Insel in der Ostsee von 8/4 OM. Flächeninhalt, zählt gegen 20000, fast durch-gehend dän. Bewohner, die sich vorzugsweise mit Ackerbau und Viehzucht beschäftigen.Früher im Besitze mehrer Adelsgeschlechter, wurde sie seit dem 16. Jahrh. durch Ankauf zurköniglichen Domaine. Die Hauptstadt ist Nykiöbing, mit einem Schlosse, einer Kathedral-

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