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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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190 Falke Falklandsinseln l

Lpz. 1818) heraus, welche in dasLiebesbüchlein",Osterbüchlein" undNarrenbüchlein"zerfallen. Den Ertrag seiner SchriftDas Vaterunser in Begleitung von Evangelien unduralten christlichen Chorälen" (Lpz. 1822) bestimmte er zur Vollendung des Bet- undSchulhauses der von ihm begründeten Anstalt. Nach seinem Tode erschienen derVolksspie- !gel zur Lehre und Warnung" (Lpz. 1826) und eine neue Sammlung seinerSatirischen >Werke" (7 Bde., Lpz. 1826) und nach Goethe's Tode, wie es F. gewünscht hatte,Goethe Iaus näherm persönlichen Umgänge dargestellt" (Lpz. 1832; 2. Aust., 1836). I

Falke (lsicone) nannte man ein in der ersten Hälfte des 16.Iahrh. übliches Geschütz, ^das sechs Pf. Eisen schoß, 7 F. lang und 890 Pf. schwer war; dasselbe kam daher mit den 'gegenwärtigen Sechspfündcrn überein, nur daß es zwei F. kürzer und weniger stark an Me-tall war als diese. Falke nennt man auch einen auf dem Zapfenstücke einer Kanone an-gebrachten Aufsatz, so hoch, daß, wenn über den Falken und das auf dem Kops der Kanonebefindliche Korn vifirt wird, die Visirlinie parallel zur Rohrachse läuft, also das Geschütz imKornschuß gerichtet ist. Der Falke wird in der Regel nur an Belagerungs - und Defensions-kanonen, nicht aber am Feldgeschütz angebracht.

Falken bilden unter den Tagraubvögcln eine besondere Gruppe, welche nur kühne,kampflustige, grausame, starke, meist von lebendiger Beute sich nährende Vögel umfaßt, dieman den Katzen vergleichen kann. Sie sind über die ganze Erde verbreitet, gleichen sich hin- isichtlich ihrer Lebensart auch in den verschiedensten Himmelsstrichen und zeigen selbst in Fär- 1bung viel Übereinstimmendes. Man theilt sie in verschiedene Gattungen, die größtentheilsauch in Deutschland ihre Repräsentanten haben, jedoch nicht leicht zu unterscheiden sind;Weiher, Bussarde, Milane, Stößer und eigentliche Falken gehören hierher. Unter den letztemwurde der gemeine Falke (kaIco peregrinus) und der isländische Falke vorzugs-weise zu der im Mittelalter vielbeliebten Falknerei (s. d.) verwendet. Der Schaden, welcheneinzelne Arten den Hühnerhöfen zufügen, kommt nicht in Betracht gegenüber dem Vortheile, ,der aus der von vielen andern Arten betriebenen Vertilgung von Mäusen, Maulwürfen und !ähnlichen Thieren entsteht; rücksichtslose Verfolgung der Falken ist daher nicht zu billigen.

Falkenstein am Harz, eine Stunde von Ballenstedt, war seit dem 12. Jahrh. Sitzdes im Halberstädtischcn und Anhaltischen reichbegüterten gleichnamigen Grafcngeschlechts,welches eine Zeit lang (11371237) die Schirmvogtei über das Stift Quedlinburg besaß.Der ausgezeichnetste unter diesen Dynasten ist der in der Vorrede zumSachsenspiegel" ge-feierte Graf Hoyer von F. in der ersten Hälfte des 13. Jahrh. Der Letzte seines Stamms,BurchardvonF., vermachte 1332, nicht ohne Widerspruch der ihm verwandten Grafenvon Negenstein, seine weitläufigen Besitzungen dem Stifte Halberstadt, welches dieselben1386 an die Herren von Affeburg wiederkäuflich überließ, 1339 aber ihnen völlig zu Lehenreichte. Seitdem war die Burg F. fortwährend der Wohnsitz einer Linie der srcihcrrlichAsseburgischen Familie, bis dieselbe 1761 sich nach dem nahen Meisdorf, einer am Ans-gange des Selkethals gelegenen Falkenstein'schen Pertinenzherrschaft, wandte. Im 1.1832ließ der gegenwärtige Majoratsherr, der preuß. Oberstjägermeister von Asseburg, die alte,noch wohlerhaltcne Burg, eine der schönsten Zierden des Harzes, rcstauriren und in bewohn-baren Stand setzen, sodaß sie den zahlreichen, hier sich einfindenden Jagdfreunden ein ebensobequemes als anmukhigeS Obdach gewährt. Sie beherrscht das Selkethal, bietet eine weiteAussicht über den Harz und die Magdeburger Gegend und hat durch Bürger's BalladeDie -Pfarrerstochter zu Taubenheim", unter welchem Orte das nahegclegcne Pansfcld zu ver-stehen sein soll, ein hohes romantisches Interesse. Im I. 1830 wurde von dem Könige vonPreußen die ansehnliche Affeburg'sche Herrschaft zu einer Mindergrafschaft Falkenstein undihr Besitzer in den Gras instand erhoben. Andere Stammschlösser gleiches Namens gibtes in Thüringen, Baien«, den Rheinlanden und Ostreich.

Falklandsinseln nennt man den Archipel im Australbereiche des AtlantischenOceans zwischen 51°53" südl. B. und dem 30" 35" westl. L., der aus zwei großemEilanden, Ost - und Westfalk.'and, besteht, die zusammen eine Oberfläche von etwa 80 llM.haben, und aus 360380 mehr oder weniger unbedeutenden Eilanden, Felsenriffen undSandbänken von 3050 mM, welche die ersten auf allen Seiten umschließen. Gesehenwurden die Inseln zuerst im Aug 1 >92 von dem Engländer Davis, worauf sie im folgenden