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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Falconer

Falieri

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mit der immer entschiedener in Schleswig-Holstein hervorgetretenen Volksmeinung nach undnach iy Opposition getreten.

Falcöner (William), schot. Dichter, geh. zu Edinburg um 1735 und durch den Todseiner armen Altern früh verwaist, erregte als Kajütenjunge auf einem Kauffahrteischiffe dieAufmerksamkeit Campbell's, des Verfassers desI^exipb-mes", der ihn hierauf unterrichtenließ. Sein erstes Gedicht schrieb er 175 l auf den Tod Heinrich's, Prinzen von Wales. Acht-zehnZahrealt, litt er alsMatrose amBordderBritannia auf der Fahrt von Alexandrien nachVenedig Schiffbruch, rettete sich mit zwei Kameraden und schilderte, hierdurch veranlaßt,das Seemannsleben in einem Gedichte von drei GesängenIKe sbipwreclc", das zuerst ano-nym (Lond. 1762), dann unter seinem Namen (1764 und 1769) erschien und zuletzt mitKupfern, erläuternden Anmerkungen und einer Biographie des Dichters von James StanierClarke (Lond. 1804; 2. Aust., 1808) herausgegeben wurde. Fortwährend anerkannteSchönheiten desselben sind nächst der Wahrheit des Inhalts malerische, oft originelle Dar-stellung und harmonischer Versbau; ein Hauptfehler aber ist der zu häufige Gebrauch un-verständlicher Seemannsausdrücke. Eine Ode an den Herzog von Jork verschaffte F. eineStelle beim Seewesen; aus Dankbarkeit schrieb er unter dem Namen Thcophilus Thorneine politische SatireDbs clemsgo^ue" gegen Wilkes und Churchill. Sein letztes undgediegenstes Werk ist dasUniversal marine ckietionsr)-" (Lond. 1769; neue Aust., 1809).Als Zahlmeister am Bord der nach Indien bestimmten Fregatte Aurora verlor er im Schiff-bruche bei Macao 1769 sein Leben.

. Falcönet (Etienne Maurice), ein berühmter franz. Bildhauer, geb. 1716 von armenAltern aus Piemont, mußte als Lehrling eines Holzschneiders in Paris gewöhnliche Holzarbei-ten, wie Perückenstöcke u. s. w. fertigen, bis er in seinem >7. Jahre durch seine Thonbildnerei,mit der er sich in seinen freien Stunden und des Nachts leidenschaftlich beschäftigte, die Auf-merksamkeit des Bildhauers Lcmoine erregte, der ihn hierauf in seine Werkstätte nahm, wo ernun so große Fortschritte machte, daß er schon nach sechs Jahren die Statue des Milo vonKro-ton lieferte, eine der besten Arbeiten der neuern Sculptur. Nebenbei hatte er auch die lat.und ital. Sprache erlernt und sich mit den Werken des classischen Alterthums bekannt ge-macht. Im I. 1745 wurde er in die Akademie ausgenommen. Im I. 1766 folgte er einerEinladung der Kaiserin Katharina 11., um die Statue Peter des Großen in Metall zugießen, die den besten Werken der neuern Zeit beigezählt werden kann, obschon, da der ersteGuß mislang, der Körper abgesägt und ein neuer angegossen werden mußte. Da er später beider Kaiserin nicht gleicher Gunst wie im Anfänge sich zu erfreuen hatte, kehrte er 1778 nachParis zurück, wo er zum Director der königlichen Malerakademie ernannt wurde; doch be-schäftigte er sich von jetzt an meist literarisch. Erstarb am 4. Jan. 1791. Unter seinenSchriften, welche manches Treffliche enthalten, sind dieRMexions sur Is scuhiture" (Par.1768) und dieOdservatious sur 1a Statue <ie >1urc Aurele" (Par. 1771) bemerkens-werth; gesammelt wurden sie alsOeuvres litte, aires" (6 Bde., Laus. 1781 82; 3 Bde-,Par. 1787). Goethe's AufsatzNach Falcönet und über Falcönet" beschäftigt sich nichtmit dem Künstler und ftinen Werken, sondern ist eine glänzende, kräftige Jugendexpectora-tion gegen den Pedantismus der Ästhetik des vorigen Jahrhunderts überhaupt.

Falerri, eine Stadt in Etrurien, an deren Namen noch die Kirche Santa-Maria dlFalari bei Civita-Castellana unweit der Tiber erinnert. Die Bewohner, Falisci, gehörtenin den altern Zeiten Roms zu dessen gefährlicher» Feinden; nach dem Bündnisse, das Ka-mi l lus (s. d.) im I. 394 v. Chr. mit ihnen schloß, griffen sie noch mehrmals zu den Waf-fen, wurden aber endlich mit dem übrigen Etrurien völlig unterworfen. Eine Empörung,die sie im I. 241 versuchten, wurde durch die Zerstörung ihrer Stadt bestraft und dann eineColonie röm. Bürger daselbst begründet, die, wegen des berühmten Cultus der faliscischenJuno, den Namen Junonia Faliscorum erhielt.

Falerner Gefilde, eine Gegend in Mittelitalien, und zwar in Campanien, amFuße des Gebirgs Massicus, zwischen den Flüssen Savo und Vulturnus, war berühmtwegen des vortrefflichen Weins, der hier wuchs und dessen Horaz öfter rühmend gedenkt.

Falieri (Marino), der berühmteste unter den drei Dogen von Venedig, welche diesenNamen führten, geb. 1278, war 1346 Befehlshaber der Truppen der Republik bei der Be-