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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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rhätigsien Antheil und wurde zum Chef des Generalstabs der pariser Nationalgarde er-nannt. Unzufrieden mit dem Gange der Regierung, legte er jedoch l 831 seine Stelle niederund zog sich mit dem Grade eines Mare'chal de Camp in seine Vaterstadt zurück. Vonihm ist dasJournal «Iss Operation« «I» 6ieme corps peacksnt In Campagne cle 18 >4 enkrance" (Par. 1819). ,

Fapade nennt man die Außenseite oder äußere Ansicht eines Gebäudes. Weil manindeß an den meisten Gebäuden nur Eine Außenseite zu sehen bekommt, so hat man die nachder Straße zu gehende Außenseite mit dem Haupteingange vorzugsweise Facade genannt.Sie ist gleichsam der Ausdruck des ganzen Gebäudes und darf deshalb nicht in loser Ver-bindung mit demselben stehen, wie dies z. B. an sehr vielen ital. Kirchen der Fall ist, sondernmuß sich organisch mit dem Gebäude verbinden.

Faccioläti (Giacomo), ein ital. Philolog, geb. zu Torreglia unweit Padua am 6.Jan. 1682, bildete sich auf dem Seminar zu Padua und wurde zuerst Professor der Theo-logie, später auch der Philosophie und endlich Präfect des Seminars und Generaldirectorder Studien. Als Sprachforscher richtete er seine besondere Aufmerksamkeit auf die Wieder-herstellung des Studiums der alten Literatur; aus diesem Grunde unternahm er auch eineneue Ausgabe desI^exicon septem lingnarnm" (2 Bde., Padua 1718 fg., Fol.), welchesnach seinem ersten Verfasser, dem Mönch Ambrosius von Calepio (Calepinus), das Cale-pinische genannt wird. Ihn unterstützte bei dieser Arbeit Foreellini (s. d.), mit welchemer, nach Beendigung desselben, die Idee zu einem großen lat. Wörterbuche faßte, ein mühe-volles Unternehmen, welches F. bis zu seinem Tode im J. 1769 leitete und Forcellini aus-sührte. Im Verein mit Letzterm und einigen Andern besorgte er auch eine neueAusgabe vonNizoli'sI-exicon (liceroniannm". Seine lat. Reden (Padua 1767 und öfter) zeichnen sichdurch die klassische Eleganz des Ciceronianischen Stils, seine Anmerkungen zu mehren phi-losophischen Schriften des Cicero durch Gründlichkeit, Klarheit und Geschmack aus.

Facetten nennt man die eckiggeschliffenen Flächen auf Edelsteinen, Glaswaarenu. s. w., und Facettiren das Arbeiten derselben. Glaswaaren sacettirt man in Deutsch-land am besten in Böhmen, wo die Facettenschneider eine besondere Classe der Glas-schleifer bilden.

Fach bezeichnet in der Theatersprache diejenige Nollengattung, für welche ein Dar-steller besonders befähigt und von der Direktion angestellt ist. In älterer Zeit waren dieFächer, da sie durch typische, täglich wiederkehrende Charaktere (Masken) vertreten wurden,noch gesonderter als gegenwärtig, besonders in der6omms«Iia ckell' arte (s.ExtemporirteKomödie) der Italiener. Aber auch in Deutschland wurde lange Zeit an dem Grundsätzefestgehalten, daß jeder Schauspieler auf ein gewisses Fach zu verpflichten sei, daher an jederBühne die einzelne Rollengattung, wie Courtisan, Pickelhering, Pantalon, Tyrannenagent,Königsagent, u. s. w. mit dem Schauspieler, der sie darstcllte, identisch wurde, sodaß man,wenn man den Darsteller meinte, nur den Titel der Rollengattung zu nennen brauchte.Diese gar zu einseitige Beobachtung des Fachwesens hemmte die freie Bewegung der Direk-tionen besonders in späterer Zeit, als die Spielwuth der Hauptdarsteller dem ersten Facheeine immer größere Ausdehnung zu geben wußte und unmäßige Federungen und Reklama-tionen immer häufiger wurden. Besonders intriguensüchtig zeigten sich die Schauspielerinnen,welche das erste Fach innehatten und, auf dieses Privilegium sich stützend, nicht leicht einTalent neben sich aufkommen ließen. Nach Dalberg's Vorgänge suchte besonders Jffland,und noch mehr GrafBrühl, dieser Nollentyrannei Einhalt zu thun, und wenn auch das Fach-wesen in der Natur begründet ist, so wissen die Direktionen gegenwärtig recht gut dem Mis-brauche der Fachprivilegien vorzubeugen. Die genanntesten Fächer sind folgende: ersteRollen, Helden - und Charakterrollen wie Lear, Wallenstcin, König Philipp u. s. w.; ersteLiebhaber und jugendliche Helden, Chevaliers und Bonvivants, Jntriguants und Bösewichter, edle Väter, Mantelrollen, pfiffige Bediente, AuShülfsrollen u. s. w. In ähnlicher Weisezerfallen die weiblichen Rollen in Heldcnmüttcr, Anstandsdamen, erste Heldinnen und Lieb-haberinnen, Coquetten, Soubretten, komische Alte u. s. w. Strenger gegliedert sind die Fächerbei der franz. Bühne; hier gibt es z. B. im Lustspiel bei dem männlichen Personal: pre-wieyE roles, jeunss Premiers, troisiemes roles et rsisonneurs, peres nobles, manteanx,