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lich beschäftigt werden, auch bis zum 16. Lebensjahre die Repctir- und Unterweisungsschulebesuchen. Das königlich sächs. Elementarvolksschulgesetz vom 6. Juni 1835 schreibt nur imAllgemeinen vor, daß Fabrikschulen ohne ein von der betreffenden Kreisdircction geprüftesund bestätigtes Specialreglement nicht errichtet werden dürfen. In Preußen gilt eine ähn-liche Bestimmung. Vgl. Schmidt, „Über die Lage der Gewerbe in Deutschland und überden Einfluß des Fabrik- und Maschinenwesens" (Bcrl. 1837).
Fabröni (Angelo), ein berühmter ital. Biograph, geb. zu Marradi in Toscana am7. Febr. 1732, gebildet zu Faenza und Nom, das er aber später der ihm feindlichgestnntcnJesuiten wegen verließ, war seit 1773 Erzieher der Söhne des Großherzogs Leopold vonToscana, machte dann mehre Reisen ins Ausland und starb am 22. Sept. 1803. Seine ingutem Latein geschriebenen „Vitae ltslorum cloctrina excellentium <pii sseculo XVII etXVIII tloruerunt" (20 Bde., Pisa 1778—1805) gehören unter die vorzüglichsten Arbei-ten dieser Art und umschließen einen Schatz von Gelehrsamkeit. Wahre Musterbiographiensind „I/-n,rentü Ntzüicei vita" (2 Bde., Pisa 1784, 4.) und „Vita INSFM Loswi Neckioei"(2 Bde., Pisa 1788—89, 4.).
Fabrot (Charl. Annibal), gewöhnlich Fabrotus genannt, ein berühmter Rechts-gelehrter, geb. 1581, gest. 1659, war anfangs Professor in seiner Vaterstadt Aix, dann zuValence und wurde später nach Paris berufen, um griech. Autoren in den Druck zu geben.Seine Hauptarbeiten sind, nächst einer Ausgabe des Thcophilus (1638; neue verbesserteAuf!., 1657), die etwas flüchtig gearbeitete der Basiliken (s. d.) mit lat. Übersetzung unddie der Werke des Cujacius (s. d.).
Fabvier (Charl. Nicolas, Baron), franz. General, bekannt als Philhellene, geb. am15.Dec. 1783zu Pont-ä-Mousson in Lothringen, bildete sich auf der Polytechnischen Schulein Paris und trat 1804 in ein Artillcrieregiment, in welchem er in Deutschland kämpfte.Mit mehren Offizieren wurde er 1807 von Napoleon nach der Türkei gesandt, um Konstan-tinopel gegen die Anschläge der Engländer zu befestigen. Noch in demselben Jahre begleiteteer den General Gardanne nach Persien, wo er unter schwierigen Umständen zu Jspahaneinen Artillericpark errichtete. Auf der Rückreise durch Rußland nahm er im poln. HeereDienste; nach dem Einzuge Napoleon's in Wien aber trat er als Capitain in die kaiserlicheGarde. Im I. 181 l begleitete er als Adjutant den Herzog von Ragufa nach Spanien, derihn nach der Schlacht von Salamanca mit Aufträgen an Napoleon nach Rußland sendete.Hier nahm er Theil an der Schlacht an der Moskwa. Schwer verwundet, wurde er auf demSchlachtfelde vom Kaiser zum Escadronchef ernannt. Während des Feldzugs in SachsenimJ. >813 wurde er Oberst im Generalstabe, Baron und, nach der Schlacht bei Leipzig,Stabschef bei den vereinigten Trümmern der elf Armeecorps. Nebst dem Oberst DenisUnterzeichnete er1814 die Kapitulation der Stadt Paris. Während der Hundert Tage stellteer sich in Lothringen an die Spitze eines Streifcorps, weshalb er nach der zweiten Restaura-tion außer Thätigkeit gesetzt wurde. Im I. 1817 aber wurde er wieder als Stabschef unterdem Herzog von Ragusa zur Unterdrückung der von den Ultraroyalisten angeregten Unruhennach Lyon entsendet. Hierdurch in die Anschuldigungen jener Partei verwickelt, schrieb erzur Aufklärung der Vorfälle „IHnn -m 1817" (Par. 1818). Von Canucl Injurien halberverklagt, wurde er verurtheilt und wieder außer Dienst gesetzt. Nach den Unruhen in Parisim Aug. 1820 wurde er vor demPairshofe des Hochverraths angeklagt, jedoch frcigesprochen.Im I. 1822 hatte er die Anklage zu bestehen, vier Unteroffizieren zur Flucht aus dem Ge-fängnisse behülflich gewesen zu seix doch ließ sich Solches nicht erweisen. Hierauf verließ erFrankreich, machte eine Reise durry Spanien und bot 1823 den Griechen seine Dienste an-Um Griechenland erwarb er sich durch die Bildung regelmäßiger Truppen und die Discipli-nirung des Heers die entschiedensten Verdienste, doch in Folge des Mistrauens und der Eifer-sucht der griech. Häupter gegen den Fremden mit Undank überschüttet, nahm er im Sommer1828 seine Entlassung. Von Frankreich aus begleitete er zwar die franz. Expedition im- doch schlug er beharrlich jede Anstellung aus und kehrte, nachdem er die
grrech. Milizen in ein Armeecvrps vereinigt, nach Frankreich zurück, wo er als Oberst wiederin Dienst trat. Edelmüthig gab er die Ansprüche auf seinen Sold und die bedeutenden Beute-gelder zu Gunsten der griech. Witwen und Waisen auf. An der Julirevolutivn nahm^er dev