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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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171
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Fabricius (Joh. Albert) Fabriken 171

- Theater erbaut wurde. Zahlreiche Entdeckungen in der Anatomie und ein reicher Schatz chi-' rurgischcr Beobachtungen haben ihm einen berühmten Namen in der Geschichte der Medicin

^ gemacht. Er starb zu Padua am 2 3. Mai 1619. Die erste Ausgabe seinerOpera clürnr-

> gica" erschien l 717 in Padua (2 Bde.), die beste derOpera piixsiologica et anatamica"

^ besorgte Albinus (Lcyd. 1737, Fol.).

Fabricius (Joh. Albert), der berühmte deutsche Polyhistor, wurde am II. Nov.1668 zu Leipzig geboren, wo er auch Philosophie, Arzneikunde und'Theologie studirte. AlsProfessor am Gymnasium zu Hamburg starb er, nachdem er mehre auswärtige sehr ehren-f volle Rufe abgeschlagen hatte, am 30. Apr. 1736. Er umfaßte fast alleAweige des Wissens,besaß eine unglaubliche Belesenheit und einen unerschöpflichen Schatz besonders philologischerund literarhistorischer Kenntnisse und verstand es, diesen Reichthum auf das Vielseitigste zubenutzen. Muster der Gründlichkeit, Vielseitigkeit und Fülle der Gelehrsamkeit sind seineLibliotbsca graecs" (14 Bde., Hamb. 17058, 4.), fortgesetzt und neu aufgelegt vonHarleß (12 Bde., Hamb. 17001809, 4.) und mit einem Index versehen (Lpz. >838),seinekibliotlieca latina" (Hamb. 1697; 5. Aust., 3 Bde., 1721 ; neu herausgeg. von Er-! nesti, 3 Bde., Lpz. 17737 4), dieLibliotkeca meclise et inlimae aetatis" (5 Bde., Hamb.I734fg., denen Schöttgen einen Supplementband, Hamb. I746,hinzufügtc; neueAufl.vonMansi, 6 Bde., Padua 1754, 4.), dieLibliotüeca ecdesisstica" (Hamb. 1718, Fol.) und, dieöibliogrspliia sntigiiaris" (Hamb. 1713; neue Aust, von Schafshausen, 1760, 4.).Auch zeugen von seinen gründlichen und ausgebreiteten Kenntnissen seine Ausgaben des Sex-tuS Empiricus und des Dio Cassius, seinOockex pseuckepigruplius Vet. ^est." (2 Bde.,Hamb. 171322) und zahlreiche theologische, Archen- und literarhistorische Schriften.Nicht zu verwechseln ist mit ihm Joh. Andr. F., geb. 1696, gcst. als Rector zu Nordhau.sen 1769, der sich gleichfalls um die Literaturgeschichte, namentlich durch seinenAbriß einerallgemeinen Historie der Gelehrsamkeit" (3 Bde., Lpz. 1751-7-54) verdient gemacht hat.

H Fabricius (Joh. Christian), der berühmteste Entomolog des 18. Jahrh., geb. zu

? Tondern im Herzogthume Schleswig am 7. Jan. 1743, studirte zu Kopenhagen, Leyden,Edinburg, Freiberg in Sachsen und dann zu Upsala unter Linnö. Er hatte sich ganz dieGrundsätze, die Methode, ja sogar die Formen des Ausdrucks Linne"s angeeignet. DurchLinne wurde er zuerst auf die Idee geleitet, die Insekten nach dem Organe des Mundes zuordnen. Nachdem er 1775 Lehrer der Naturgeschichte an der Universität zu Kiel geworden,^ wo er am 3. März 1808 starb, gab er sich ganz seinen Lieblingsstudien hin und erschuf einSystem, welches zwar keineswegs ein natürliches genannt werden darf, indessen der Ento-mologie eine völlige neue Bahn anwies. Ist auch dasselbe durch andere und bessere verdrängtworden, so erwarb sein Schöpfer sich doch unvergeßliche Verdienste, indem er zuerst den rich-tigen Weg andeutete, welchen man gegenwärtig verfolgt. Seine wichtigsten Schriften sindSMoma entomologiae" (Kopenh. 1775; umgearbeitet, 4Bde., 179294, nebst8up-plementum eatomologiae", 1797) undkdilosopdia entomologica" (Kopenh. 1778).

Fabriken nennt man gewerbliche Etablissements, welche sich durch große Production,Anwendung des Princips der Theilung der Arbeit (s. d.) und eine von den Fesseln desZunftzwangs freie Bewegung auszeichnen. Man braucht gegenwärtig in Deutschland di-Worte Manufacturen und Fabriken in gleicher Weise wie die Franzosen (während der Eng-länder nur wanukacture» kennt), ohne die Bedeutung der Fabrik, wie zum Thcil früher, aufdie^ Fälle zu beschränken, wo Feuer beim Betriebe erfoderlich war. Übrigens nennt sich jetzt auch^ jeder Handwerker Fabrikant, dessen Production eine gewisse Größe erreicht, wenn sieauch den beiden andern oben aufgestellten Bedingungen nicht entspricht. Die ungewöhnlicheGröße und Billigkeit der Production findet sich zwar in der Regel bei Fabriken ; sie ist aberdem Begriffe der Fabrik nicht wesentlich, sondern wird erst durch das Vorhandensein der bei-den andern Bedingungen ermöglicht und ist deren Folge. Jedes Kunstproduct erfodert einemehr oder mmder^roße Reihe verschiedener, und zwar oft ziemlich heterogener Operationen,? denen das Material der Reihe nach unterworfen werden muß. Der Handwerker vollführtalle diese Operationen selbst, eine und dieselbe Person macht das Arbeitsstück, nur etwa mitAusnahme von Nebendingen, ganz fertig. In der Fabrik kommt jedes Stück in so viele ver-schiedene Hände oder Maschinen, als einzelne Operationen damit ausznführen sind; jeder