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aber dann mit der Partei Danton's gegen die Jakobiner und die Schreckensmänner auftrat,bewirkten die Anschuldigungen He'bert's auch seine Verhaftung. Am 13. Jan. 1794 derFälschung von Documenten, der Veruntreuung öffentlicher Gelder und des Einverständnissesmit Pitt angeklagt, mußte er nicht ohne Schuld mit Danton u. A. am 5. Apr. 1794 dasSchafot besteigen. Er starb muthig, indem er mit gefesselten Händen seine ungedruckten Dich-tungen unter das Volk vertheilte. Seine Komödie „Oes precepteurs" kam zum ersten Maleam 17. Sept. 1799 zur Aufführung und erntete enthusiastischen Beifall. Im I. 1801 er-schienen seine „Oeuvres posthumes et melees" (2 Bde.).
Fabre (Marie Jos. Victorin), franz. Dichter und Litcrator, geb. am 1 9. Juli 1785zu Jaujac im Departement der Ardeche und in Lyon erzogen, kam in seinem 18. Jahre nachParis und erwarb sich durch einige Gedichte Parny's Lob, sowie mehre Jahre den von derAkademie ausgesehten Preis. Seine „Opuscules en vers et en prose" (Par. 1806), „Ois-cours en vers sur les vo^sges" (Par. 1807) und „Oa mort tl'Oenri IV" (Par. 1808) sindgut geschrieben, aber inhaltlos. Seine prosaischen Schriften bestehen außer dem ebenfalls ge-krönten „Tableau litteraire <Ie laOrsnce au I8ieme siede" (Par. 1810), das eine verstän-dige Beurtheilung der wichtigsten literarischen Erscheinungen bietet, ohne tiefer in den Geistdes vorigenJahrh. cinzugehen, in Lobreden aufBoileau, Corneille, Labruyere und Montaigneund sind durch schöne und überaus corrccte Sprache, weniger durch Tiefe oder gar Originali-tät der Gedanken ausgezeichnet. Als Mensch hat er stets einen sehr ehrenwerthen und ganzunabhängigen Charakter behauptet. Er trat nicht in die Akademie, obgleich man ihn auf-nehmcn wollte; er schlug alle Anstellungen und Gnadengehalte unter der kaiserlichen Regie-rung aus und weigerte sich stets, den Ruhm Napoleon's in seinen Dichtungen zu verkün-den. Er starb als Redacteur der „OiOIiottieque tran^." am 29. Mai 1831. — Sein Bru-der, Jean Raymond Auguste F., geb. zu Jaujac am 2 4. Juni 1792, ist bekannt alsVerfasser des vortrefflichen Gedichts „Oa Oalöllonie <>,i Is guerre nationale" (Par. 1823),der „Oistoire <ln siege <le ülissolongiü" (Par. 1826) und der Schrift „Oa revolution <Ie1830 et Is veritadle parti re'pudlicain" (Par. 1833). — Nächstdem sind noch zu erwähnen:Jean Pierre, Graf F., genannt de l'Aude, geb. zu Carcassonne am 8. Dec. 1755,der während der Republik und des Kaiserreichs eine bedeutende Rolle spielte, an den Haupt-ereignissen wichtigen Antheil hatte und als Pair von Frankreich am 6. Juli 1832 an derCholera starb, und Franc. Lavier F., geb. zu Montpellier 1766, gest. am 12.März 1837,der, ein SchülerDavid's, als Historienmaler sich einen bedeutenden Namen erwarb und ausseinen Kunstsammlungen für seine Vaterstadt ein Museum begründete.
Fabrettl (Rafael), einer der größten Alterthumsforschcr, geb. I6I8zuUrbino im Kir-chenstaate, wurde in Rom frühzeitig durch die elastischen Werke des Alterthums den Studiender Kunst zugeführt. Nachher in Staatsgeschäften nach Spanien gesendet, wurde er nachseiner Rückkehr von Alexander VII. zum Schatzmeister des heiligen Stuhls und bald darauf,nachdem er schon im 18. Jahre die juristische Doctorwürde erlangt hatte, zum Rechtsanwaltder päpstlichen Gesandtschaft am madrider Hofe ernannt. Nach Rom zurückgekehrt, fand eran dem Cardinal Gasparo Carpegna und nachmals an Alexander VIII. mächtige Beschützer.Jnnocenz XII. ernannte ihn zum Oberaufseher des Archivs in der Engclsburg. Die ihm inseinen Ämtern gebotene Muße benutzte er zu Studien über das Alterthum. Er schrieb dievortrefflichen Abhandlungen „Oe sczusecluctidus veteris Roniae" (Rom 1680; 2. Aust-,1688, 4.) und „Oe columna Vrajani" (Rom 1683; 2. Aust., 1790, Fol.), wegen derener aber mit Gronov in eine Fehde gerieth, die von ihm unter dem Namen Jasithous nichtohne Verletzung des guten Tons geführt wurde. Mit großer Gelehrsamkeit untersuchte erspäter die jetzt im Museum Capitolinum befindlichen Basreliefs, die sich auf die BelagerungTrojas beziehen und unter dem Namen der Jlischen Tafel bekannt sind, sowie die vom KaiserClaudius angelegten unterirdischen Kanäle. Die Schätze, welche er aus den KatakombenRoms zu Tage förderte, beleuchtete er in der „lnscriptionum anti<;uaruin, ynse in aeilibnspsternis ssservantur, explicatio" (Rom 1699; 2. Aufl., 1702, Fol.). Er starb am7.Jan.1700. Seine reiche Sammlung an Inschriften und Monumenten befindet sich gegenwärtigim herzoglichen Palaste zu Urbino. Sein Leben beschrieb der Cardinal Rivieri in Crescim-beni's „I-e vite öegli Xreaüi illustri" und Macotti in Fabroni's „Vitae Itslorum etc.".