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mung der Bastille war. Im ersten Aufgebot der Nationalfreiwilligen mit aufgerufen, dienteer als Soldat unter Lafayette; später focht er unter Dumouriez in der Champagne und inBelgienauch machte er das Treffen bei Valmy und die Schlacht bei Jemappe mit. Im I.1793 gerieth er in vstr. Gefangenschaft, aus der er sich durch die Flucht rettete. Zur Zeit desDirectoriums kehrte er nach Paris zurück, wo er bei der Centralverwaltung des Nocrde-partements in Aachen angestellt wurde. Dann kam er als Professor an die Schule zu Kölnund gab hier den „Beobachter im Roerdepartement" heraus. Nachdem er von Köln ausseine Verbindungen mit seinem Vaterlande wieder angeknüpft hatte, erhielt er 1895 vomFürsten Czartoryiski, damals Curator der Universität zu Wilna, einen Ruf an dieselbe.Dieser Ruf war aber blos ein Vorwand; bei dem ruff. Gesandten zu Berlin fand F. dieWeisung vor, sich nach Petersburg zu begeben, wo er im Ministerium der auswärtigen An-gelegenheiten angestellt wurde. Unabhängig von der Negierung schrieb er hier die „!>i<)ticessur l'iaterieur <lc> ia kremce ecrites en 1806" (Petersb. 1807) und die „Observatious surI'srmöe trsnysise" (Petersb. 1807; deutsch, Königsb. 1808). Nach dem Frieden von Tilsitbrachte er mehre Jahre außer Dienstthätigkeit in Liefland zu. Hier schrieb er seine „Uaga-telies ou promenslles ck'un ckesoeuvrs" (Petersb. 1811), die in Frankreich sehr günstigausgenommen wurden. Im I. 1813 begründete er im Aufträge der ruff. Regierung den„Oassrvateur impartial", ein Journal für das Departement der auswärtigen Angelegen-heiten; 1816 wurde er der ruff. Gesandtschaft am deutschen Bundestage beigeordnet und1818 zum Staatsrath erhoben und aus den Kongreß zu Aachen gesendet. Später wählteer vorzugsweise Deutschland zu seinem Aufenthalte.
Fabllls ist der Name eines der ältesten und angesehensten röm.H)atriciergeschlechter.In die früheste Zeit der Republik fällt, nachdem drei Brüder dieses Namens sieben Jahrehindurch, 485—479 v. Chr., die eine Stelle im Consulat abwechselnd bekleidet hatten, derUntergang der 306 Fabier, die mit 400» Clienten von einem Castell aus, das sie an derCre-mera erbauten, den Raubzügen der Vejenter wehrten. In einen Hinterhalt verlockt, sollen sieim I. 477 Alle umgekommen sein, ja die Sage erzählte, nur durch einen einzigen in Nomzurückgebliebenen Knaben sei das Geschlecht der Fabier erhalten worden, aus dessen mehrenZweigen nachher dem röm. Staate noch viele bedeutende Feldherrsn und Staatsmänner er-wuchsen. — Am berühmtesten sind unter diesen Q. FabiusNullianus, der sich undseiner Familie den Beinamen Maximus erwarb, und sein Nachkomme Q- FabiusMa -ximus Verrucosus, von seiner Führung des Kriegs gegen Hannibal Cunctator,d. h. der Zauderer, benannt. Der erstere wurde, da er als Reiteroberster des Dictators L.Papirius Cursor im 1.324 sich gegen dessen Willen in Kampf mit den Samnitern eingelassenhatte, nur mit Mühe durch die Bitten des Senats und Volks von dem Tode gerettet, mitdem ihn, obwol er gesiegt, Papirius wegen seines Ungehorsams bedrohte. Er bewährte seineFeldherrngröße in den Kriegen gegen die Samnitcr, Etrusker, Umbrer und Gallier als Dikta-tor im I. 315 und in fünf Consulaten, von denen er drei mit dem jüngcrn Decius (s. d.)bekleidete. Er war der erste Römer, der im I. 310 mit einem Heere über den CiminischcnBergwald in das nördliche Etrurien und im 1.295 über den Apennin in das Land der Sen-nonischen Gallier eindrang. Bei dem letzten Zuge erfocht er in der Schlacht bei Scntinum,in welcher Decius sich fürs Vaterland opferte und auch der große Feldherr der Samnitcr,Gellius Egnatius, siel, den Sieg. Seinen Sohn, O.. Fabius (Würges, begleitete er imI. 292 als Legat und half ihm die Schande eines erlittenen Verlusts durch einen Sieg überdie Samnitcr, deren Feldherr Pontius (s. Caubin ische Pässe) gefangen ward, tilgen.Zum Besten des Staats hatte er auch im I. 304, da er mit Decius das Censoramt ver-waltete, gewirkt, indem er des Appius Claudius (s. d.) gefährliche Neuerungen besci-tigte und die Freigelassenen auf die vier städtischen Tribus beschränkte. — Q. Fabius Ma-ximus Cunctator hatte schon vor dem Beginn des zweiten punischen Kriegs das Consu-lat zweimal, im I. 233, wo er über die Ligurer siegte, und 228, sowie im I. 230 die Censurbekleidet. Seinen höchsten Ruhm erwarb er sich aber in dem zweiten Jahre jenes Kriegs, daer nach der Niederlage der Römer am Trasimenischen See im1.217 zum Diktator, oder viel-mehr, weil nicht der Consul sondern das Volk ihn ernannte, zum Prodictator gewählt wurde.Auf den Höhen hinziehcnd gleich einer Wetterwolke, mit der ihn Hannibal selbst verglich,