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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Eylau

Batterien vor dem rechten Flügel, welches die Franzosen beantworteten und das bald allge-mein wurde; dann schritt Wermingsen, der im Corps Soult gegenüber Bewegungen bemerkte,die ihn einen Angriff erwarten ließen, mit einem Theil des rechten Flügels zu einem Gegen-angriffe. Die Franzosen, erst heftig beschossen, wurden gegen E. geworfen; Napoleon, fürdieses sein Pivot besorgt, befahl zur Degagirung des eigenen linken Flügels Saint-Hilaire denAngriff, ihn sollte Augercau unterstützen; auch erwartete er Davoust. Als die Truppensich in Bewegung setzten, trat ein heftiges Schneegestöber ein, welches alle Umsicht benahmund die in geschlossenen Colonnen Vorrückenden in eine falsche Richtung brachte, denn siebefanden sich beim Aufhören des Unwetters vor der Mitte der Russen da, wo sich diese anden rechten Flügel anschloß. Sie hatten ungeheuer durch die rufs. Batterien gelitten, Au-gereau wurde mit dem Bayonnet angegriffen, nach einem blutigen Kampf geworfen und vonder Reservecavalerie unter Gallizin verfolgt; Saint-Hilaire gelang es, sich rechts zu ziehen,doch unter bedeutendem Verluste. Der Großherzog von Berg mußte nun mit der Reserve-cavalerie Vorgehen und den verfolgenden Feind zurückwcrfen. Sie drang vor und beideCavalerien lieferten sich hier ein merkwürdiges Gefecht, indem bald der eine, bald der an-dere Theil seinen Gegner warf, je nachdem die Unterstützung bald von dieser bald von derentgegengesetzten Seite kam. Sie erschöpften sich auch so, daß sie im weitern Verlauf derSchlacht wenig mehr leisten konnten, doch hatte Napoleon davon den Vortheil, daßBenning-sen abgehalten wurde, von der Niederlage Augereau's irgend einige Vortheile zu ziehen. Eswar zehn Uhr vorbei; eine mörderische Kanonade setzte die Schlacht bis zur Ankunft Da-voust's fort, der erst um Mittag in der linken rufs. Flanke erschien. Er nahm, von Saint-Hilaire unterstützt, Serpallen, eine andere Colonne Klein-Sausgarten, beide drangen dannunter muthigem Widerstande gegen die Kreegeberge vor, die erobert und mit 30 Geschützengegen alle Angriffe gesichert wurden. Der rufs. linke Flügel war geworfen. Davoust, dersich immer mehr rechts ausdchnte, ihn zu umfassen, eroberte Auklappen, ein rechts danebengelegenes Birkenwäldchen und das hinter diesem liegende Dorf Kutschitten, wodurch er nichtallein in Besitz der kürzesten Verbindung der Russen mit ihrer Heimat über Domnau undAllenburg kam, sondern auch durch einen kräftigen Angriff die Russen ganz gegen dieStraße, die über Schmoditten nach Königsberg führt, werfen konnte, wodurch auch dieseletzte Verbindung gefährdet wurde. Es war gegen 3 Uhr, da erschien Lcstocq und rettetedie Russen vor einer der entscheidendsten Niederlagen. In den frühen Morgenstunden am8. hatte Ney Lestocq, der von Hussehnen zur Vereinigung mit Benningsen aufbrach, so leb-haft angegriffen, daß nur ein Theil seines Corps, 5500 M., das Schlachtfeld, wohin esimmer dringendere Befehle Benningsen's riefen, erreichen konnte; der Rest wurde nach Creuz-burg abgedrängt. Auf dem Schlachtfelde angekommen, wurde Lcstocq sogleich nach demhart bedrängten linken Flügel beordert; hier griff er zuerst Kutschitten an, welches zurück-erobert wurde, sodaß die überflügelnden Feinde nun selbst überflügelt wurden; darauf wurdedas Birkenwäldchen angegriffen, der linke russ. Flügel ging wieder vor und nahm Au-klappen, doch gegen die Kreegeberge waren seine Angriffe vergebens, sie wurden behauptet.Das Birkenwäldchen vertheidigten die Franzosen aufs hartnäckigste, und als die Dunkelheiteingebrochen war und hier der Schlacht ein Ende machte, waren sie nur theilweise aus dem-selben vertrieben. Der linke franz. Flügel hatte während dieser Zeit die Kanonade mit dengegenüberliehcnden Russen fortgesetzt, auch griff Ney, der durch die nach Creuzburg auswei-chenden Preußen getäuscht und ihnen gefolgt war und zu spät seine falsche Richtung er-kannte, um '/,8 Uhr Schmoditten vergebens an. Ein sechstägiger Marsch und Kampf in derrauhesten Jahrszeit hatte das russ. Heer entsetzlich mitgenommen, und die Unordnung indemselben war in der Nacht zum 9. allgemein, der Hunger foderte sein Recht und ganzeScharen marodirten; dieser Zustand und der ungeheure Verlust verboten die Fortsetzung derSchlacht am folgenden Tage, wogegen Napoleon, denn das Corps Ney und die Garden warennoch intact, auf dem Schlachtfelde hielt, richtig urtheilend, daß sein Gegner abziehen werde,und so konnte er sich mit Recht den Sieger nennen, denn auf den Feldern von E. wurde nurder strategische Sieg, der die Russen von Allenstein nach E. zurückmanovrirte, durch dietaktische Entscheidung parallelisirt; der Kampf mußte in den spätem Monaten noch einmalConv. - Lex. Neunte Aufl. V. 11