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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Ertersteine

Eyck

fang, z. D. eines Begriffs; das Extensive wird dem Intensiven entgegengesetzt, und eineextensive Größe ist eine solche, die in räumlicher Ausdehnung besteht.

Ertersteine, eigentlich Egg estersteine, nennt man die aus Sandstein bestehendeFclsenreihe in dem Gebirgszuge Egge bei Horn im Fürstenthume Lippe-Detmold. Die Felsensind meist vertical gespalten und enthalten zum Thcil natürliche Kammern. Auf mehrender Felsenspitzen, unter denen die höchste 125 F. ist, wiegen sich große Steine, die, vomWinde bewegr, sich zum Fallen neigen, aber doch nicht Herabstürzen. In der ganzen Reihefinden sich Bogengewölbe mit Bildhauerarbeiten, Zimmer, Treppen und Ställe ausge-hauen. Ein großes Relief stellt die Kreuzabnahme dar und läßt trotz der Roheit der Aus-führung eine würdige, einfach edle Composition erkennen, die höchst wahrscheinlich dem I 0.Jahrh. angehört, einer Zeit, in welcher deutsche Steinsculpturen sonst kaum VorkommenBeschreibungen der Extersteine lieferten Menke (Münst. l 82-1), Dorow in denDenkmalengerman. und röm. Zeit in den rhein.-westfäl. Provinzen" (Stuttg. 1824) und Clostermeicr(Lemgo 1824).

Extrakt nennt man ein Arzneipräparat, welches durch das Ausziehen der wirksam-sten Stoffe aus Pflanzen mittels Wassers, Weins oder Weingeistes gewonnen wird, Dadie auszuziehenden Stoffe meist flüchtiger Natur sind, so ist das Kochen derselben mit einerder genannten Flüssigkeiten die unzweckmäßigste Art, ein Extract zu bereiten; besser sind dieverschiedenen Bereitungsarten durch Digestion, Maceration, Dampf und Druck. Die Kon-sistenz der Extracte ist verschieden; sie geht von der des frischen Honigs bis zur Trockenheit.Ein gutbereitetes Extract muß im Wasser eine klare Auflösung geben. Auch einige Metall-präparate führen diesen Namen, z.B. das Bleiextract und das Eisenextract; sie sind jedochnur bis zur Extractsconsistenz abgedampfte Auflösungen von Metallsalzen.

Extravaganten heißen die dem 6nrp»s jnris canonici beigcgebenen, jedoch nicht zudem ofsiciellen Theile desselben, dem (üvrpns juris canonici clansnm, gehörigen Sammlun-gen von Dermalen Johann's XX ll. und späterer Päpste, welche von I. Chappuis in zweiSammlungen die klxtravagsntes äoannis XXll., 20 an der Zahl, und die Lxtravaxantescoininunes, 75 an der Zahl, abgetheilt und seit dem J. 1500 den Ausgaben des tlorpnsjnris canonici beigefügt wurden.

Extremitäten des Körpers nennt man die Hände und Füße, und zwar crstcre dieober», letztere die untern. Außerdem spricht man noch von Extremitäten der Knochen undanderer Körpertheile, worunter man die Enden derselben versteht.

Eyck (Joh. van), nach seinem Geburtsorte Maaseyck im Bisthume Lüttich, auchJan van Brügge nach seinem Wohnorte Brügge genannt, war der Sohn eines Malersund wurde nach der gewöhnlichen, zuerst von Sandrart ausgestellten Meinung um >370geboren. Ein älterer Bruder, H u bert v a n E., geb. um 1366, der gleichfalls ein berühm-.ter Maler war, unterrichtete ihn in den Anfangsgründen der Kunst. Beide Brüder wähl-ten Brügge zu ihrem Wohnorte, wo damals, des blühenden Handels wegen, ein Zusam-menfluß vieler Großen und Reichen war. Gegen 1420, oder bald nachher, zogen sie aberauf ziemlich lange Zeit nach Gent, um daselbst gemeinschaftlich einen Altar mit Flügel-thüren von sehr großem Umfange auszuführen, welchen ihnen Jodocus Vyts, ein reicherBürger daselbst, übertragen hatte. Es war die berühmte Anbetung des Lammes, ein Ge-mälde, welches in seinen verschiedenen Theilen über 300 Figuren enthält und ein Meister-stück ersten Rangs ist. Mehre der Flügelthüren befinden sich gegenwärtig im königlichenMuseum zu Berlin, wo sie mit einem Theile der auf Befehl Philipp's I I. von Spanien vonMich. Coxis gefertigten Copien zusammengestellt sind; die übrigen noch in der KathedraleSt.-Bavon zu Gent. Zwei Flügel der Copien des Coxis sind in der münchener Pinakothekund eine vollständige Cvpie des Ganzen von anderer unbekannter Hand befindet sich in Lon-don. Wenn man neuerdings Joh. van E. 20 25 Jahre später, als Sandrart annimmt,geboren werden läßt, so hat dies seinen Grund darin, daß die Bildnisse der Brüder van E-,die unter ihrem Gemälde der gerechten Richter angebracht und wie das ganze Gemäldezwischen 1420 32 ausgeführt sind, den ältesten bereits als einen Mann von sehr vorge-rückten Jahren, einen Sechziger ungefähr, den andern aber als einen Dreißiger zeigen. Hu-bert starb 1426, vor der Beendigung dieses Gemäldes, gleich ihrer Schwester Margare-