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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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153
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Exelmans Erhaustion l'»3

Erelmaus (Remy Jos. Isidore, Graf), Pak von Frankreich, ein ausgezeichneterGeneral der Republik und des Kaiserreichs, geb. zu Bar-le-Duc am l3.Nov. 1775, begannim Alter von 16 Jahren seine militairische Laufbahn in einem Freiwilligenbataillon, das derjunge Oudinot commandirte. Unter Championnet zeichnete er sich 1799 bei der Eroberungdes Königreichs Neapel aus und als Adjutant Murat's im Kriege gegen Ostreich von ! 895.Nach der Schlacht bei Eylau zum Brigadegeneral ernannt, folgte er Murat nach Spanien,wurde aber hier gefangen und nach England gebracht. Erst 1811 wieder freigegebcn, ginger sofort nach Neapel an den Hof des inzwischen zum König erhobenen Murat, der ihn inseinen Diensten anstellte; doch sehr bald trat er in franz. Dienste zurück, in denen er die Feld-zügc von 1813, 1814 und 1815 mitmachte. In dem russ. Feldzuge mehre Male verwundet,erhielt er zur Belohnung den Befehl über eine Division, die zum Armeecorps Macdonald'sgehörte, und an deren Spitze er sich 1813 in Sachsen und Schlesien auszeichnete. Im I.1814 commandirte er die Cavalerie der kaiserlichen Garde. Nach der Kapitulation vonParis zog er sich nach Clermont-Ferrand zurück. Wegen eines Briefs, den er in der Zeit derRestauration an den König Murat, den er darin beglückwünschte, daß ihm der Thron vonNeapel verblieben, und den man aufgefangen hatte, sollte er verhaftet werden; doch gelanges ihm zu entkommen. Als er indeß vernahm, daß er vor cm Kriegsgericht gestellt werdensollte, stellte er sich freiwillig und wurde frei gesprochen. Während der Hundert Tage com-mandirte er wieder die Cavalerie der kaiserlichen Garde und zeichnete sich in der Schlacht beiWaterloo rühmlichst aus. Der Kaiser hatte ihn zum Pair ernannt; nach der zweiten Re-stauration wurde er 181 «i proscribirt und lebte nun in Belgien und in Deutschland im Her-zogkhume Nassau, bis er 1823 die Erlaubniß zur Rückkehr nach Frankreich erhielt. DurchLudwig Philipp kam er 1831 wieder in die Pairskammer, in der er beim Processe ArmandCarrel's sich in harten Worten über die Richter des Marschalls Ney vernehmen ließ und stetsganz unabhängig von der Negierung rein im Interesse des Volks stimmte.

Eremtionen. In der Regel erstreckt sich nach dem kanonischen Rechte das Recht desPfarrers über alle Inwohner der Parochie, und die bischöfliche Jurisdiction begreift allePersonen und kirchliche Anstalten innerhalb der Diöces. Hiervon machen die Exemtionen,d. h. die Befreiungen, der Klöster von der ordentlichen bischöflichen Jurisdiction eine Aus-nahme, welche in früherer Zeit vielfach zu Gunsten der Erweiterung der päpstlichen Machtgcmisbraucht, durch das tridentiner Concil aber in engere Normen gebracht wurden. InFolge der neuern Säkularisationen sind die meisten exemten Institute hinweggcfallen, doch sindnoch gegenwärtig z. B. der Bischof von Ermeland und der Fürstbischof von Breslau cxemt.

Epequien, bei den Römern der Leichenzug, nannte man in der alten Kirche alle Feier-lichkeiten, welche bei der Beerdigung gebräuchlich waren. Dahin gehörten das Absingen vonPsalmen und Hymnen, Trauerreden, Gebete für die Verstorbenen und hin und wieder auchdie Feier des Abendmahls. Gegenwärtig aber bezeichnet man mit dem Worte Excquienin der katholischen Kirche vorzugsweise die Seelenmessen, welche, gewöhnlich einige Wochennach der Beerdigung, für den Verstorbenen gelesen werden. Bei den Exequien hoher, beson-ders fürstlicher Personen, wird zugleich ein <7astrum ckoloi-is (s. d.) errichtet, eine feier-liche Musik aufgeführt, die Kirche schwarz ausgeschlagen u. s. w.

Exetcr, die Hauptstadt der engl. Grafschaft Devon an der schiffbaren Ex, mit einemHafen, der Sitz eines Bischofs, hat eine schöne, 1 1941327 erbaute Kathedrale mit derberühmtesten Orgel Englands, > 9 andere Kirchen und viele schöne öffentliche Gebäude undetwa 32999 E., welche große Fabriken in Leinwand, Flanell undTapetcn unterhalten und be-deutenden Handel treiben. Früher von Briten und Angelsachsen gemeinschaftlich bewohnt,wurden unter König Athelstan die erstem vertrieben und die Stadt befestigt, worauf sie baldzu einem ansehnlichen Handelsplatz sich erhob.

Erhaustion nannten die alten Geometer, welche mit den Hülfsmitteln der hohemAnalysis unbekannt waren, das Verfahren, welches sie zur Vergleichung krummliniger Fi-guren, krummer Oberflächen und runder Körper anwendeten, und welches darin bestand,die gedachten Größen vermittelnd auf andere, ;. B. geradlinige Figuren, eckige Körper, zubeziehen, die ihnen zwar nicht bis zum Erschöpfen (extwnstio), aber doch so nahe gebrachtwerden können, daß der Unterschied kleiner als jede angebliche Größe wird. Die Kenntniß