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trefflich; ein Formbewältiger wie Wenige und der gediegenem Sprache Meister, taucht er stchin die tiefsten Gefühle und verwirrt sich nie in leeres Reimgcklingel oder verschrobene Diction.Auch auf dem Felde des lyrischen Dramas erntete er verdiente Lorbern. In „Adam undEva" (>769) kämpfte die gewaltige Idee mit der Darstellung, und obgleich die letztere, wiein Klopstock's „Messias", nicht selten sich überfliegt, so ist auch hier sein Streben gewiß an-zuerkennen. Shakspearc's Studium läßt sich bei der in Prosa geschriebenen Tragödie „RolfKrage" (1779) nicht verkennen. Den heroischen Nachklang des nordischen Mythus mehrals das innere Leben desselben, welches das Heldenalter erzeugt hat, stellt E. in „Balder'sTod" (>773) dar, einem Kunstwerke, das in objectiv-plastischer Form gewiß zu den ausge-zeichnetsten gehört. Doch die Krone der E.'sehen Dramen bezeichnet das vorwiegend lyrische„Die Fischer" (l778), wo gerade die Einfachheit der Exposition um so mehr den Schmelzder dichterischen Bearbeitung durchscheinen läßt. Auch als komischer Dichter erwarb er sicheinen unvergeßlichen Namen; doch ist es nicht sowol der leichte, treffende Witz als das ob-jektiv Lächerliche in Situationen und Charakteren, welches seine Arbeiten in diesem Genre,z. B. „Die brutalen Klatscher" (1771) und „Harlekin Patriot" (1772), bezeichnet. EinAnhänger des Bernstorffschen Ministeriums, wurde er von dem Guldberg'schen (1773)übersehen; auch die Unterstützung, welche ihm die Negierung in seinen letzten Jahren ge-währte, war nur gering. Gezwungen, mit Gelegenheitsgedichten seinen Unterhalt zu suchen,gerieth er in ein etwas unordentliches Leben hinein, dessen Schmerz der Mangel und die Nothnoch schärften. In seiner Verlassenheit von Verwandten, ja von der eigenen Mutter, gepflegtvon einer mildthätigen Frau, starb er, einem mehrjährigen Eichtlciden zum Opfer fallend,zu Kopenhagen am >7. März 1781. Seine sämmtlichen dichterischen Werke begann er nochselbst hcrauszugeben; doch wurde die Ausgabe erst nach seinem Tode vollendet (3 Bde., Ko-penh. 1781 —91; 2. Ausl., 1813 — 16). Eine ausführliche Biographie E.'s lieferte Mol-bech (Kopenh. 1831); Beiträge dazu aus ungedrucktcn Quellen hat später F. C. Olsen gegeben.
Ewald (Johann von), dän. General, geb. am 39. März 1 733 zu Kassel von bürger-lichen Älter», ging, nachdem er 1760 in den Militairdienst seines Vaterlands getreten warund einem Feldzuge im Siebenjährigen Kriege beigewohnt hatte, mit dem 1776 den Eng-ländern überlassenen Hess. Truppencorps als Befehlshaber einer Jägercompagnie nach Nord-amerika. Bei diesem Corps blieb er bis zum Ende des nordamcrik. Kriegs, während dessener sich vielfach auszeichncte. Vgl. seine Schrift „Über den kleinen Krieg" (Mark. 1785), dienamentlich Friedrich's II. Beifall erntete. Im I. 1788 trat er in dän. Dienst als Oberst-lieutenant und Chef eines Jägercorps, dessen Errichtung ihm anvertraut wurde. Als Dä-nemark 1801 die Städte Hamburg und Lübeck besetzte, erhielt er in erstgenannter Stadt dasMilitaircommando und erwarb sich hier so allgemeine Achtung, daß ihm die Hamburger denCommandantenposten ihrer Stadt antrugen, den er jedoch ausschlug. Durch geschicktes Be-nehmen hinderte er >806 als General der Avantgarde des zur Behauptung der Neutralitätder dän. Grenze in Holstein zusammengezogenen Armeecorps das Eindringen der Preußenund Schweden; nicht so gut gelang es ihm mit den Franzosen unter Murat, die das neutraledän. Gebiet verletzten. Im folgenden Jahre schützte er an der Spitze zweier von ihm organi-sirten Regimenter während der Unternehmung der Engländer gegen Kopenhagen die InselSeeland gegen feindliche Überfälle und ward dafür zum Großkreuz des Danebrogs und zumGouverneur von Kiel ernannt. Im I. 1899 commandirte er das dän. Corps, welches dieFranzosen gegen Schill unterstützte, zeichnete sich beim Sturm von Stralsund aus und wurdein Folge dieses zum Gcnerallieutenant ernannt. Seine in Stralsund nach Einnahme derStadt bewiesene Humanität erkannten die Einwohner dankbar an. Noch im selbigen Jahreward er commandirender General im Hcrzogthume Holstein unter dem Oberbefehl des Ge-neralfeldmarschalls Landgrafen Karl zu Hessen, und 1812 erhielt er das Commando einerArmeedivision von 19000 M., die sich mit dem l>. franz. Armeecorps vereinigen sollte.Eine gefährliche Krankheit zwang ihn 1813, sein Commando niederzulegen, und kurz nach-her starb er bei Kiel am 25. Juni. Wie er als Krieger durch Tapferkeit, Geistesgegenwartund seltenen Überblick ausgezeichnet war, so als Mensch durch Liebenswürdigkeit, religiösenSinn, hohe Bildung und ausgebreitcte Kenntnisse. Im Äußern soll er, bei vorgerücktem Äl-ter, zu Pferde, mit Friedrich ,11. von Preußen eine auffallende Ähnlichkeit gehabt haben.
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