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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Eustathius

Eutin

des E. hat Tafel zuerst durch den Druck bekannt gemacht (Franks. 1832, 4.). Ein andererEustathius, auch Emathius genannt, welcher im 6., nach Andern sogar erst im 12.Zahrh. lebte, ist der letzte griech. Erotiker und Verfasser eines ziemlich geistlosen Romans, inwelchem die Liebesgeschichte des Hisminias und der Hismine mitgetheilt wird. BesondereAusgaben besorgten Teucher (Lpz. 1782) und Lcbas (Par. 1828), eine deutsche Übersetzungzuletzt Reiske inHellas" (Bd> I,Mitau 1778).

Eustathius, Kirchenlehrer des 3. Jahrh. und Bischof von Antiochien, ist vornehm-lich durch den Eifer bekannt, mit dem er an den nicäischen Beschlüssen festhiclt. Als näm-lich um 330 die semiarianischc Partei des Eusebius von Nikomedien am Hofe Konstantinsdie Oberhand gewann, und in Folge davon einige Antinicäner aus der Verbannung zurück-berufen wurden, wollte E. mit diesen nicht in Kirchcngcmeinschaft treten. Er wurde deshalbim J. 331 vertrieben und Mclctius, damals Bischof von Sebaste, zu seinem Nachfolger er-nannt. Allein ein Theil der antiochenischen Gemeinde wollte diesen, als von den Arianerneingesetzt, nicht anerkennen, sondern bildete unter dem später auch zum Bischof geweihtenPresbyter Paulinus die abgesonderte Partei der Eustathianer. Die dadurch hervorgc-rufene Spaltung dauerte noch lange nach dem Tode des E-, der um 360 erfolgte, fort undkonnte erst im Anfänge des 5. Jahrh. beigelegt werden.

Eustathius, Mönch in Pontus und seit 355 Bischof von Sebaste in Armenien, ver-pflanzte das Mönchswesen nach Pontus, Paphlagonien und Armenien, war aber in seinemEifer für mönchische Ascetik so überspannt, daß er darüber nicht nur mit seinem Freunde, demPresbyter Aerius (s. Aerianer), zerfallen zu sein scheint, sondern auch wegen unbedingterVerwerfung der Ehe von der Synode zu Gangra in Paphlagonien, die zwischen die I. 362und 370 fällt, verdammt wurde. Seine Anhänger, die Eustathianer, verwarfen heiligeHandlungen, wenn sie von verheirathetenPriestern verrichtet wurden, überredeten vornehnrlich Weiber, ihre Männer zu verlassen, bedienten sich einer eigenthümlichen Mönchstrachtund sollen auch, was für ketzerisch galt, am Sabbath gefastet haben.

Euterpe, die Tochter des Zeus und der Mnemosyne, war eine der neun Musen, dieErgötzerin, und vom Flußgott Ttrymon Mutter des Nhcsos. In antiken Darstellungen siehtman sie mit Flöten sitzend und stehend, in Ambrakia sich auflchncnd, ja auch tanzend.

Euthanasra nennt man die Kunst, sein Leben so einzurichten, daß man ruhig demTode entgegensetzen und sterben kann; in mcdicinischer Hinsicht die Erleichterung des Todes.Eine schwere Aufgabe ist cs für den Arzt am Sterbebette, den Widerspruch, in den hier seinePflicht oft mit seinem Gefühle tritt, aufzulöscn. Die Pflicht gebietet ihm, das Leben desKranken so lange wie möglich zu fristen, gleichwol sagt ihm sehr oft seine Wissenschaft, daßdie Mittel, welche das Leben vielleicht eine Stunde länger erhalten, auch die Schmerzen undden Todeskampf ebenso nähren; daher tritt hier die dringendste Auffoderung für ihn ein,neben der Erfüllung seiner Pflicht den Zustand des Kranken auf jede Art so erträglich wiemöglich zu machen. Der Natur vorzugreifen und das Leben schneller zu endigen, als cs derVerlauf der Krankheit bedingt, würde mit der Pflicht des Arztes in directcm Widerspruchestehen. Vgl. Ernestine von Krosigk,Über den Umgang mit Lcidcnden u.s.w."(Berl. 1826).

Euthymms Zigabönus (Zigadenus), ein gelehrter Mönch der griech. Kirche, lebtezu Anfang des 12. Jahrh. in Konstantinopel und zeichnete sich theils als verständiger Exegct,theils als Dogmatiker und Polemiker aus. Wir haben von ihm einen Commentar zu denPsalmen, der den Werken des Thcophylakt (Ven. 1530) beigcgcbcn ist, und einen zu denvier Evangelien, welchen zuerst Matthäi (3 Bde., Lpz. 1792) griechisch herausgegebcn hat.Sehr wichtig für Ketzcrgeschichte ist die von E. auf Befehl des Kaisers Alexius KomnenusverfaßtePanoplia (d.i. Rüstkammer) des orthodoxen Glaubens in 23 Titeln". Leider sindjedoch sowol in der griech. Ausgabe von Gregoras (Tergovist 1711) wie in der lat. vonZinus (Ven. 1555) mehre Titel aus dogmatischen Rücksichten weggelassen worden.

Eutin, im Mittelalter Uthin, die Hauptstadt des zum Großherzogthum Oldenburggehörigen Fürstenthums Lübeck, in anmuthiger Gegend, am Eutinersee, der einen Flächen-inhalt von 20872 OM. hat, ein sehr freundlicher Ort, der Sitz der großherzoglichen Landes-bchörden, hat über 2800 meist protestantische E., die in Ackerbau, Viehzucht, städtischen Ge-werben und durch Frachtfuhren nach Lübeck ihre hauptsächlichsten Nahrungsqucllen finden.