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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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EutropiuS Evagrius IN

Die vorzüglichsten Gebäude sind die alte Michaeliskirche mit ihrem spitzen Thurme, das ge-räumige Schloß, welches im 13. Jahrh. erbaut, >689 abbrannte, hierauf vom damaligenBischöfe neu aufgcführt und in neuer Zeit durch den Großherzog von Oldenburg vielfachverschönert wurde, und das 1791 erbaute Rathhaus. Die Stadt hat eine vereinigte Gelehr-ten- und Bürgerschule in einem 1833 erbauten herrlichen Schulhause mit einer seit 1837öffentlichen Bibliothek, eine Freischulc, eine höhere Töchterschule, eine Warteschule; fernerein Armenhaus, ein Hospital, eine Spar - und Leihkaffe und eine Brandkasse. Das vorma-lige, 1309 gestiftete Collegiatstift, das in Folge der Reformation von seiner Blüte herab-sank, wurde durch den Neichsdcputationshauptschluß im I. 1803 aufgehoben. E. soll vondem Grafen Adolf II. von Holstein gegründet sein und war schon im 12. Jahrh. sehr gut be-festigt; im I. II55 überließ es der Graf Adolf dem Bischöfe Gerold, der den Ort zur Stadterhob und daselbst einen Hof erbauen ließ. Noch stärker wurde E. im 13. und 14. Jahrh.befestigt. Fortwährend hatte es durch Pest, Krieg und Brand zu leiden, so zuletzt im1.1813,wo es von franz. und dän. Truppen besetzt, schwere Contributionen erlegen und Hamburgmit Proviant versorgen mußte.

EutropMs (Flavius), ein lat. Geschichtschreiber, von dessen Lebensnmständen wirnur so viel wissen, daß er unter dem Kaiser Konstantin die Stelle eines Epistolographen oderSecretairs bekleidete, unter Julian mit gegen die Perser focht, unter Valens noch lebte undum 370 n. Chr. starb. Seinkrevisrimn Iiistoiiiie rom.", worin die röm. Geschichte vonder Gründung Roms bis auf die Zeiten des Kaisers Valens ganz kurz erzählt wird, ist ineiner ziemlich einfachen und reinen Sprache verfaßt und scheint ursprünglich auf den Schul-gebrauch berechnet gewesen zu sein. Außer den größer» Ausgaben von Haverkamp (Leyd.1729) und Verheyk (2 Bdc., Leyd. 1762 und 1770) erwähnen wir die mehr für den Unter-richt bestimmten von Tzschucke (Lpz. 1804), Hermann (Lüb. 1818; neue Aust., 1834), Zell(Stuttg. 1829) und Namshorn (Lpz. >837). Die gricch. Übersetzung des E. von einem ge-wissen Päanius hat Kaltwasser besonders herausgcgeben (Gotha 1780).

Eutyches, der Urheber eines stürmisch geführten Kirchenstrcits im 5. Jahrh., warArchimandrit zu Konstantinopel und ein eifriger, aber ungeschickter Vertreter der dogmati-schen Ansichten des Cyrillus von Alexandrien (s.d.). Mangel an Gewandtheit führteihn zu den Lehren, daß nach der Vereinigung der beiden Naturen in Christo nur Eine Naturanzunehmen und Christi Leib dem Leibe anderer Menschen nach dem Wesen nicht gleich, son-dern durch das Göttliche in ihm verklärt und vergöttlicht worden sei. Wegen dieser Über-treibungen auf einer Synode zu Konstantinopcl im I. 448 angeklagt und von seinem Bi-schof Flavianus abgesetzt, fand er in der Gunst des Ministers Chrysaphius und des alcxandrin.Bischofs Dioscurus, die Beide Flavian's Gegner waren, eine mächtige Stütze. Aus der so-genannten Räubersynode zu Ephesus im I. 449 erzwang Dioscur durch den Pöbel und be-waffnete Mönche die Freisprechung des E. und ließ dessen Lehre von einer Natur als mitdem nicäischcn Concile übereinstimmend bestätigen. Jndeß dauerte dieser Triumph nur zweiJahre, denn 451 wurde zu Chalcedon der Eutychianismus für Ketzerei erklärt und gegenihn auf Grund des Briefs, den Leo der Große schon früher an Flavian erlassen hatte, fest-gesetzt, daß die beiden Naturen in Christo ohne Vermischung und Verwandlung miteinandervereinigt seien. Der Vorwurf, den man dem E. und seinen Anhängern machte, daß er Apol-linarismus und Doketismus lehre, beruhte nur auf Folgerungen, die man aus seinen Sähenzog. Obgleich übrigens E. nachmals von allen Monophysiten verworfen wurde, so erhieltensich doch viele Eutychianerin der armenischen, äthiopischen und koptischen Kirche. ImZeitalter der Reformation war Schwenkfeld (s. d.) als solcher verschrieen.

Eva, s. Adam.

Evagrius, bekannt als Kirchenhistoriker, wurde um 536 zu Epiphania in Cülc-syrien geboren und trat tüchtig vorgcbildet als Sachwalter in Antiochien auf. Durch ein.Vertheidigung des dasigen Patriarchen Gregorius kam er in solchen Ruf, daß er vom KaiserMauritius zum Stadtpräfecten ernannt wurde. Nebenbei beschäftigte er sich auch mit ge-lehrten Studien und führte die kirchengeschichtlichen Werke des Sokrates und Theodorct insechs Büchern von 431593 fort. Die Notizen, die sich darin finden, sind zum Thcil nicht