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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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134 Europa

zwischen dem Cap St.-Vincent in Portugal und dem nördlichen Ende der Grenze zwischenEuropa und Asten, an der Straße Waigatsch; die größte Breite, ungefähr 520 M., zwi-schen dem Cap Matapan in Morca und dem Nordcap von Norwegen. Es ist außerordent-lich gut bewässert, obgleich seine Ströme wegen der geringen Landmasse keinen so langenLauf und keine so große Wafferfülle haben als in andern Erdtheilen, besonders in Amerika.Von den bedeutendsten Strömen fließen der Ebro, die Rhone und der Po in das Mittellän-dische; die Donau, der Dniestr und Dniepr in das Schwarze; der Don in das Asowsche;die Wolga in das Kaspische, die Dwina in das nördliche Eismeer; die Düna, die Weichselund die Oder in die Ostsee; die Elbe, Weser und die Gewässer des Rhein in die Nordsee;die Seine in den Kanal; die Loire und Garonne, der Duero und Tajo, die Guadiana undder Guadalquivir in das Atlantische Meer. Den längsten Lauf haben die Wolga und dieDonau. Die größten der zahlreichen Seen befinden sich im nördlichen Europa; in Ruß-land der Ladoga-, Onega- und Pcipussce; in Schweden der Mälar-, Wener- und Wctter-sce; an der Grenze von Deutschland und der Schweiz ist der Bodensec, an der Grenze oerSchweiz und Italiens der Gcnfcrscc; in Ungarn find der Platten- und der Neustcdlersce.Ein großer Thcil E.s ist gebirgig, doch der südliche mehr als der nördliche. Das höchsteLand ist die Schweiz, von wo der Boden sich nach allen Seiten zu senkt und endlich gegen dieNord- und Ostsee in flache Ebenen ausläuft. Die ebensten und niedrigsten Länder sind Hol-land und die Küstenländer der Nord- und Ostsee. Nach Alex, von Humboldt zieht sich diegroße europ. Ebene von den Haidesteppcn Nordbrabants östlich bis zu den asiat. Steppen,die den Westabhang umgeben, bis zur chines. Dschungarci, also in einer Strecke von 80Längengraden fort, ohne eine Höhe von 12—1300 F. zu überschreiten. Das größte europ.Gebirge find die Alpen (s. d.) in der Schweiz und Italien, die durch die Cevennen (s. d.)mit den Pyrenäen (s.d.) und südlich mit den Apennincn (s. d.) Zusammenhängen. Indem östlichen Thcile E.s find die Karpaten zn bemerken, die auf der einen Seite mit den Su-deten und auf der andern mit den Gebirgen in der europ. Türkei zusammcnhängcn. Derhöchste aller europ. Berge ist der zu den Alpen gehörige Montblanc (s. d.) in Savoyen.Mehre der Gebirge, der Ätna, Vesuv, Hekla u. s. w-, sind feuerspeiende Berge. Der Bo-den E.s hat zwar nicht die üppige Vegetation der tropischen Länder, ist aber doch fast durch-gehend des Anbaus fähig, indem nur die zur nördlichen Zone gehörigen Striche hiervon eineAusnahme machen. In Hinsicht des KlimaS kann man E. in drei Striche eintheilen, inden warmen, wo der Citronenbaum ohne Pflege blüht, bis zum 38" der B-, mit angeneh-mem Frühling, heißem Sommer und kurzem Winter; den gemäßigten, bis zum 65°, wonoch das Getreide zur Reife gelangt; und in den kalten, bis zum äußersten Norden, wonicht einmal Holz, sondern nur Rmnthiermovs gedeiht, alle Cnltnr erstirbt und außer demRennthier und Hunde kein Hausthier mehr vorkommt. Die Products E.s sind nicht somannichfaltig als in den übrigen Erdtheilen, und viele derselben erst aus andern Erdstri-chen dahin verpflanzt und einheimisch gemacht worden. Aus dem Thierreiche hat es Pferde,zum Theil die edelsten Racen; Rindvieh, Schafe allerwärts und in Spanien, Deutschlandund England mit der feinsten Wolle; Esel, Ziegen, Schweine, Hunde, Nennthiere, Speise-,Raub - und Pelzwild der verschiedensten Arten; Walfische und Seehunde; viel zahmesund anderes Geflügel; eine große Menge von Fischen in den Meeren, Seen und Flüssen;viele nutzbare Insekten, wie Bienen, Scidcnwürmer, auch Austern und Perlenmuscheln.Aus dem Pflanzenreiche hat es Getreide aller Art und hinreichend zu seinem Bedarfc;schöne und schmackhafte Gartengewächse; vieles Obst und Südfrüchte, wie Feigen, Man-deln, Kastanien, Citronen, Pomeranzen, Oliven, Granatäpfel und Datteln. Auch gibt csviel Flachs, Hanf, Baumwolle, Färberröthe, Taback, die edelsten Weinsorten und einen gro-ßen Reichthum an Brenn-, Bau- und Schiffsbauholz. Das Mineralreich liefert alle Me-talle und die meisten Mineralien in hoher Güte und hinreichender Menge. An Gold undSilber sind Ungarn und Siebenbürgen, an Eisen Schweden, Norwegen und Rußland diereichsten Länder, Salz hat es hinlänglich, ja überflüssig, sowol Stein- als See- und Oucllsalj.

Die E in w oh ner, über 216 Mill., sind ungleich auf dem Boden E.s verthcilt. Wäh-rend in Rußland und Schweden gegen 3—100 Menschen auf einer OM. leben, ernährenBelgien, wo die Bevölkerung am stärksten ist, Italien, Frankreich, Großbritannien und