Eulogie Cumenes 129
Newton seinen Nachfolgern aufzulösen hinterlaffen hatte, waren der immerwährende Gegen-stand der Forschungen E.'s und erwarben ihm den größten Theil der Preise, die er bei akade-mischen Bewerbungen erhielt. Eine ausführliche dioptrische Abhandlung „Surlapertectiond«8 verres otstectils des lunettes" in den „5lemoire8 de I'^csdsmie de Derlin" (1747)war die Frucht seiner Untersuchungen über die Mittel, die Brillengläser zu verbessern. Schonder Antheil, den er dadurch an der Erfindung der achromatischen Ferngläser hatte, würdehinreichend sein, um ihn auch hier mit Auszeichnung zu nennen. In der Behandlung derPhysik aber gab er sich oft sehr unhaltbaren Hypothesen hin. Auch mit der Philosophie imeigentlichen Sinne beschäftigte er sich. Er wollte die Unkörperlichkcit der Seele beweisen unddie Offenbarung gegen die Freigeister vertheidigen. In seinen „Dettrs8 5 uns princesssd'.älieinuAnesur guslguss 8ujst8dspb^8!gusetdspIiiIo8opIiie"(3Bde.,Berl. 1768—72;neue Ausg., von Labey, 2 Bde., Par. 1812; deutsch von Kries, 3 Bde., Lpz. 1792—94)griff er das Leibnitz'sche System der Monaden und der prästabilirten Harmonie an; allein cswar dies nicht das Feld, auf dem er glänzen konnte. Unter seinen übrigen zahlreichen Schriftensind als die vorzüglicher» zu bemerken „Ureoris motuum plsnstsruin et comsturuin" (Berl.1744, 4.; deutsch von Pacassi, Wien 1781, 4.), „Introductio in snal/gin iuünitorum" (2Bde., Lausanne 1748; deutsch von Michelsen, 3 Bde., Berl. 1788—91; neue Aust., 1836),seine noch immer als Hauptwerk anerkannten „In8titu1ione8 calculi diKsrentinI^" (2 Bde.,Berl. 1755, 4.; neue Aust., 2 Bde., Pctersb. 1864; deutsch von Michelsen, 2 Bde., Berl.1796—98,4.), „InotilutioneocaleuIiinleAralio" (3 Bde., Petersb. 1768 — 76,4.; 2.Aust.,4 Bde., 1792—94; deutsch von Salomon, 4 Bde.,Wien 1828—36); seine ungemeinfaßliche „Anleitung zur Algebra" (2 Bde., Pctersb. 1771; neue Aust, von Ebert, 2 Bde.,Berl. 1861), die „Dioptrien" (3 Bde., Petersb. 1769 — 71, 4.) und die „0pu8dila k>nn-Iztticn" (2 Bde., Petersb. 1783—85, 4.). — Von seinen 13 Kindern ist Ioh. Albert E.zu erwähnen, geb. zu Petersburg am 27. Nov. 1734, gcst. als ruff. Staatsrath am18. Sept. 1866, der sich durch viele Abhandlungen, unter denen sich allein sieben gekröntePrcisschriften befinden, als einen gründlichen und gewandten Mathematiker bewährt hat.
Eulögie bezeichnte in der neuen Platonischen Akademie des Arccsilaus und Karnea-des die Wahrscheinlichkeit. — Eulogismus nennt man das bei Verschiedenheit der An-sichten eintretende Handeln nach Gründen der Wahrscheinlichkeit. (S. Probabilismus.)
Eumelus, der Sohn des Admetus und der Alcestis, führte elf Schiffe gegen Trojaund besaß die herrlichen Rosse, welche Apollon selbst im Hirtenstande bei dem Admetus auf-gezogen hatte. Mit denselben rang er bei den Leichenspiclen des Patroklus um den Preis;es brach ihm aber, als er dem Ziele nahe war, der Wagen, worauf ihm Achilles wenigstensnoch den Panzer des Asteropäus gab. Seine Gemahlin war Zphthime, die Schwester derPenelope. — Eumelus, der König zu Pakrä, beherbergte den Triptolemus auf seinerDurchreise. Sein Sohn, Antheus, stürzte von des Letztem Wagen herab.
Eumknes aus Kardia in Thrazien wurde, noch nicht 26 Jahre alt, von Philipp vonMacedonien zu seinem Geheimschrciber ernannt und genoß ebenso sehr das Vertrauen Phi-lipp's als seines Sohns Alexander. Nach dem Tode des Letztem 323 v. Ehr. gab ihm Per-dikkas, der Neichsverweser, die Statthalterschaft von Paphlagonien und Kappadocien; E.siegte über Kraterus, der mit Antipater gegen Perdikkas zog, im I. 321 in einer Schlacht,in der Kraterus selbst und sein Verbündeter, Neoptolemus von Armenien, fielen. Antigonus,dem nach des Perdikkas Ermordung Antipater den Krieg gegen E. aufgctragen hatte, wußteden größten Theil seines HeerS von ihm abtrünnig zu machen, vermochte aber die BergfesteNora in Kataonien, in der E. sich über ein Jahr hielt, nicht zu erobern. Nach Antipatcr'STod im I. 318 versuchte Antigonus, den E. für sich gegen Polysperchon, der Jenem alsNeichsverweser gefolgt war, zu gewinnen, aber vergeblich; E. entkam aus Nora, war sieg-reich in Cilicien und Phönizien und wandte sich, als Antigonus selbst im I. 317 gegen ihnzog, nach Oberasien; hier wurde er, ohne besiegt zu sein, von seinen makedonischen Soldatenverrätherisch dem Feinde ausgeliefert und von diesem 316getödtet. Aus dem Alterthumehaben wir Biographien des E. durch Plutarch und Cornelius Nepos. — Den Namen Eu-menesführen auch zwei Könige von P erg amu s (s. d.), von denen namentlich Eume-Conv.-Lex. Neunte Ausl. V. 9