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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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127
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ElchemcroS Euleuspiegel 127

Euhemkrvs oder Euemeros, wahrscheinlich aus Messana, ein Philosoph dercyre-naischen Schule, des Bion Schüler, lebte am Hofe des macedonischen Königs Kassander. Erhat dadurch, daß er die Hellen. Volksreligion ganz einfach zu erklären suchte, im Alterthumeeine ziemliche Berühmtheit erlangt. Sein Bemühen ging nämlich dahin, durch angeblicheUrkunden und Inschriften, die er auf seinen im Aufträge des Kassander gemachten Reisengesammelt, zu zeigen, daß die von den Griechen verehrten Wesen nur ausgezeichnete Men-schen seien, wodurch er sich den Namen eines Atheisten zuzog. Diese Art, die alten Mythenzu erklären, welche Euhemerismus heißt, fand viel Beifall, und sein Werk darüber, wel-ches „»(>« hieß und vom Ennius übersetzt wurde, war, wie es scheint, sehr ver-

breitet, da spätere Schriftsteller, wie Diodor, dasselbe vielfach benutzten; besonders thatendies die Kirchenväter, um damit den alten Götterglauben zu bekämpfen.

Euklides, der Vater der Mathematik, geb. zu Alexandria um 300 v. Ehr., siudirtezu Athen unter Platon und lehrte dann in seiner Geburtsstadr unter Ptolemäus Sotcr dieGeometrie. Er erweiterte das Gebiet der Mathematik vielfach, und in seinen Schriften herrschteine unübertroffene Strenge der Methode und des Systems. Die besten Ausgaben seinersämmtlichen Werke besorgten Gregory (Oxf. 1703, Fol.) und Peyrard (3 Bde., Par.1814—18,4.). Die älteste griech. Ausgabe seiner „8toiclleia" (Elemente der reinen Mathe-matik), die wir nach einer im 4. Jahrh. ». Ehr. veranstalteten Revision besitzen, erschien zuBasel 1533 und ist noch jetzt unentbehrlich, weil sie dennachher nicht wieder gedruckten griech.Commentar des Proclus zu dem ersten Buche enthält. Die neueste Ausgabe derselben lieferteAugust (2 Bde., Berl. 1826—29); ins Deutsche wurde sie überseht von Lorenz (Halle1781; 6. Aust,, von Dippe, 1840) und von Hoffmann (Mainz 1829); die „Dedomena"oder „Data" von Wurm (Berl. 1825). Die gleich einigen andern Schriften vielleicht mitUnrecht ihm beigelegten „Anfangsgründe der Musik" gabPena (Par. 1557,4.) heraus.

Enkltdes aus Megara, der Stifter der megarischen Schule, ist einer der ältestenSchüler des Sokrates. Obgleich Megara von Athen ziemlich entfernt und allen Megaren-sern bei Todesstrafe verboten war, das Gebiet von Athen zu betreten, kam er doch des Abendsin weiblicher Kleidung zur Stadt, um einige Stunden den Unterricht des Sokrates zu genie-ßen. Nach dem Tode des Sokrates stiftete er eine eigene Schule, die megarische (s. d.).Er starb um 424 v. Ehr. Den Mittelpunkt seiner Lehre bildete der eine Verschmelzung elea-tischer Begriffe mit der Sokratischen Hervorhebung des Sittlichen enthaltende Satz, daß dasEinzige, was in Wahrheit sei, das Gute sei, welches durch vielerlei Namen bezeichnet werde;alles Übrige sei nicht. Um diesen Satz zu rechtfertigen, suchte er indirect nachzuweiscn, daßalle übrigen gewohnten Begriffsverbindungen unfähig seien, den Inhalt Dessen, was alleinsei, zu bezeichnen. Diese zum Theil spitzfindige Dialektik bildeten seine Anhänger weiter aus,und die Schule wurde deshalb auch dieeristische, d. i. streitsüchtige, genannt.

Eule, eine Gattung von Vögeln, die unter den Raubvögeln die sich scharf auszeich-nende Gruppe der nächtlichen bildet. Sie sind für die Zwecke der nächtlichen Jagd organisirk,denn ihr seidenartiges Gefieder gestattet einen geräuschlosen Flug; ihr Ohr fängt das ge-ringste Geräusch auf, indem eine Art Ohrmuschel durch einen Kranz steifer Federn gebildetwird, und der Bau ihres Auges macht scharfes Sehen im Dunkeln möglich. Nicht alle sindvöllige Nachtthiere, denn in Südamerika kennt man mehre am Tage umherfliegende; jedochgleichen sich alle in Beziehung auf ihre Ernährungsweise als Raubvögel. Die Färbung allerist düster, aber feine Zeichnungen schmücken dennoch ihr Gefieder; die arktische Schneeeulewird im Winter schneeweiß. Die Verbreitung der Eule reicht über die ganze Erde, und dieZahl der Arten ist daher ziemlich bedeutend. Dem Volke sind sie von jeher unheimlich erschienen,theils in Folge ihres ungeselligen nächtlichen Leben- und ihres Aufenthalts in verlassenenWinkeln und Ruinen, theils wegen ihres klagenden Geschreis und dem wunderlichen An-sehen ihres Kopfes und Auges. Die Alten fanden in ihnen den Ausdruck des Ernstes undDenkens, und daher war das südeurop. Käuzchen (Strix scops) der Minerva geheiligt.Mehre Arten lassen sich zähmen, sind aber unangenehme Gesellschafter. Deutschland besitztelf Arten, von welchen der Uhu die größte ist.

Eulenspiegel (Tyll), das Vorbild aller Schalksnarren der spätem Zeit, wurde indem Dorfe Kneitlingen im Braunschweigischen geboren. Sein Vater hieß Klaus E. und seine