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Eugen (Friede. Heim.) Euguvmyche Tafeln
^crite psr lui-meme" (18ÜS und Par. 1810) hat ven Prinzen von Ligne zum Verfasser,der durch diese Schrift das Pudlicum zu mystificiren versuchte.
Eugen (Friede. Heinr.), Herzog von Würtemberg, geb. am 2I.Nov. 1758, der dritteSohn des Herzogs Friedrich Eugen, trat 1777 in prcuß. Dienste und stieg rasch zum Ge-neralmajor und Chef eines Husarenregiments. Im poln. Feldzuge von 1794 und wamcnt-lich in der Schlacht von Sczekoczin commandirte er als Gencrallieutenant die Neiterci. Im
1. 1806 befehligte er als General der Cavalerie die Reservearmee, mit welcher er am 17.
Oct. von Bernadotte bei Halle geschlagen wurde. Nach dem Frieden von Tilsit nahm erseine Entlassung und starb am 20. Juni 1822 zu Meiningen.
Eugen (Friedr. Ka.l Paul Ludw.), Herzog von Würtcmberg, russ. General der In-fanterie, der Sohn des Vorigen, geb. am 8. Jan. 1788, wurde frühzeitig von seinem Oheim,dem Kaiser Paul, in Dienst genommen. Er nahm an den Feldzügen von 1806—7 in Ost-preußen und 1810 in der Türkei Theil und commandirte 1812—l 4 die vierte Division deszweiten Armeecorps, welches fast an allen Hauptschlachten Theil nahm. In Folge seinerWaffenthaten bei Smolensk am 17. Aug. 1812 wurde er zum Generallieutenant befördert.Ebenso ausgezeichnet wie hier bewies er sich bei Borodino, beim Überfall von Tarutino, beiKrasnoi und, nachdem er inzwischen das Commando des zweiten Armeecorps, das in die !Avantgarde unter General Winzingerode eingerückt war, erhalten hatte, bei Kalisch. In der >Schlacht bei Lützen stand er anfangs in Reserve; zu spät nach Eisdorf entsendet, um hier letwas Entscheidendes ausrichten zu können, leistete er doch wenigstens dem ihm von Leipzigaus entgegenkommenden Vicekönig bis zum Abende einen solchen Widerstand, daßdieFlankeund der Rückzug der Armee gedeckt wurden. In der Schlacht bei Bautzen vertheidigte er am20. Mai die Scadt, bis er nach Auritz befehligt wurde; am 21. Mai warf er bei Nischenden Angriff Macdonald's mit entschiedenem Erfolge zurück, und am 22. besetzte er auf eigene lVerantwortung den Töpfcrberg bei Neichenbach, durch dessen Behauptung er den Marschund Übergang der Armee bei Görlitz sicherte. Nach dem Waffenstillstände kam er mit seinemCorps in die Avantgarde der Abtheilung des Grasen Wittgenstein, mit der er den König- l
stein blockirte. Nachdem er hierauf bei Pirna und bei Kulm gegen Vandamme eine erfolg- !
reiche Thätigkeit bewiesen, ging er mit der Wittgenstcin'schen AbklMung über Zwickau nach lLeipzig, wo er in der Schlacht am 10. Oct. die zweite Coloune commandirte, die bei Wachau jin ein blutiges Gefecht verwickelt, gegen Mittag über die Hälfte zusammengeschmolzen, sichzurückziehcn mußte, und am 19. Oct. den letzten Angriff an Prvbsthaida vollführte. In Frank-reich hatte der Herzog namentlich an dem Treffen bei Bar-sur-Aube, wo er den linken FlügelOudinot's umging und zurückwarf, und bei Arcis-sur-Aube entscheidenden Antheil. In demruss. Feldzüge von 1828 gegen die Türken befehligte der Herzog das siebente Armcccorps.
Er ist in zweiter Ehe feit 1827 mit der Prinzessin Helena von Hohenlohe-Langenburg ver-mählt und Vater von drei Söhnen und drei Töchtern.
Eugubinische Tafeln heißen sieben eherne Tafeln, in deren Inschriften allein unsein umfänglicheres, höchst merkwürdiges Denkmal der umbrischcn Sprache erhalten ist. DieSchrift ist auf fünf von ihnen die umbrische, von der ctrurischen wenig verschiedene, aufzwei die lateinische; den Inhalt bilden Vorschriften über Opfergebräuche und Gebetformcln,deren Aufzeichnung wahrscheinlich zu verschiedenen Zeiten, im Ganzen wol noch vor dem
2. Jahrh, v. Chr. geschehen ist. Aufgefunden wurden sie im I. 14 44 zu Gubbio im Kirchen-staate, dem alten Jguvium oder Eugubium in Umbrien, wo sie noch aufbewahrt werden.Philipp Bonarota machte sie zuerst vollständig bekannt in Dempfer's „Ltruris regillis"(172.1—24); unter den frühern Erklärungsversuchen ist der von Lud.Lanzi in seinem
gio <li lingua etruscs" (Bd. 3, 1789) am bemerkenswerthesten. Bedeutender sind die Un-tersuchungen, die in neuerer Zeit deutsche Gelehrte über sie angestellt haben, obwol eine voll-kommen befriedigende Deutung nochnicht gelungen ist; so namentlich Otfr. Müller in seinemWerke „Die Etrusker" (Bd. 1), Lepsius („De tsbnlis Lugubinis", ?. l, Bcrl. 1833) undDerselbe im „Rheinischen MuseumsürPhilvlvgie" (1834), Lassen („Beiträge zur Deutungder Eugubinischen Tafeln", Bonn 1833) und G. F. Grotefend („kulliineuts Imgnse um-bliese", Hannov. 1835—39). Das genaueste und zuverlässigste Abbild der Inschriften hatLepsius in den „Inscrssrtwnes umbliese et oscse" (Lpj. 1841) geliefert.