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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Etsch Ettlingen 121

Q. Fabius über die Etrusker und im I 285, wo P. Cornelius Dolabella über sie und diemit ihnen verbundenen Gallier siegte. Von Norden her hatten Ligurer, in deren Gebiet 177v. Chr. Luca zur röm. Colonie wurde, und Gallier die Grenzen der Etrusker geschmälert.Das Bundcsgcnosscnverhältniß, in welches E- 280 trat, wurde zu Anfang desBundesge-nossenkriegs, da E. den Römern treu blieb, mit der Civität vertauscht; den Untergang deretrur. Eigenthümlichkeit beförderten besonders dir Härte Sulla's, der seinen Veteranen indem ihm feindlichen E. Land gab, und die Militaireolonien, die Octavian anlegte. Vgl.Otfr. Müller, „Die Etrusker" (2 Bde., Bresl. 1928) und Abeken, „Mrttelikalien vor denZeiten röm. Herrschaft nach seinen Denkmalen dargestellt" (Stuttg. und Tüb. 1843).Unter der Römerherrschaft wurde der alte Name E. endlich ganz durch den Namen Tuscienverdrängt, der später in den Namen Toscana (s. d.) überging. Nur noch einmal tauchteder alte Name des Landes wieder auf, und zwar im Frieden zu Luneville von I80l, wo E.oder, wie man es oft, obwolmit Unrecht, auch genannt hat, Hetrurien dem Erbprinzen Lud-wig von Parma als Königreich überlassen wurde. Nach seinem Tode übernahm seine Witwe,die Infantin Marie Luise von Spanien, als Vormünderin ihres Sohns Karl Ludwig, dieNegierung, die sie jedoch schon am 10. Dec. 1807 in Folge eines zwischen Frankreich undSpanien geschlossenen Vertrags wieder niedcrlegen mußte. Hierauf wurde E. franz. Pro-vinz und durch einen Senatsbeschluß vom 30 . Mai 1808 für einen Theil des franz. Reichserklärt; im I. 1809 aber als Großherzogthum Toscana Napolcon's Schwester, Elisa, über-geben, die es 1814 wieder an das frühere Negcntenhaus abtreten mußte.

Etsch, bei den Römern Xtbesi--, von den Italienern äciigs genannt, seiner Wasser-masse nach nächst dem Po der bedeutendste Fluß Italiens, entspringt in Tirol und mündet,nachdem er einen Theil Tirols und die Provinzen Verona, Padua und Rovigo durchströmt,in mehren Armen in das Adriatische Meer. Zur Zeit der Römer hatte sie eine mehr nörd-liche Richtung. Durch ihr Anschwellen und Austrcten richtete sie oft große Verheerungenan, so namentlich in den I. 1721 und 1774. Ihre Ufer waren wiederholt der Kampfplatzin den ital. Kriegen.

Etschmiadzin, ein berühmtes Kloster im russ. Armenien unweit Eriwan am Fußedes Ararat (s. d.) gelegen, ist befestigt und der Sitz des Katholikos, des Haupts der Ar-me n i sch e n K i r ch e (s. d.), den jetzt auch die Patriarchen von Wan im heutigen Kurdistanund von Konstantinopel als Oberhaupt anerkennen. Außerdem gibt es in E. 4 Erzbischöfe,0 Bischöfe, 12 Archimandriten und gegen 40 Mönche. Als die Pforte und die Perser dasAnsehen des Katholikos zum Druck seiner Glaubensgenossen misbrauchten, floh derselbe mitden Mönchen, Archiven und Heiligthümern in daS Gebiet der Russen. Der pers. Hof ver-langte hierauf die Auslieferung desselben und die Verweigerung dieser Foderung galt alseine der Ursachen des Kriegs der Perser mit den Russen, der von Paskewitsch durch die Ero-berung von E. am 27. Apr. 1827 eröffnet wurde und in welchem das Kloster viel litt. Indem Frieden von Turkmantschai wurde E. mit andern Gebieten von Persien an Rußlandabgetreten. Vgl. Smith und Dwight, „kiesesrcbtz5 in ^rnienia" (2 Bde., Boston 1833),

Ettenheim, eine alte Stadt im Obcrrheinkreise des Großherzogthums Baden, amEingänge eines lieblichen Thales und am Ettenbach, hat ungefähr 3100 E., die vorrüglichmit Leinwebern und andern Gewerben, mit Ackerbau, Viehzucht und Handel sich beschäf-tigen und hierdurch sowie durch andere günstige Umstände sich einen Wohlstand begründethaben. E-, das in seiner Kirche des heil. Bartholomäus, in dem ehemaligen fürstbischöfiichenHofsitze und dem kaiserlichen Freihofe merkwürdige Gebäude besitzt, wurde gegen Ende des7-Jahrh. durch den Herzog Eticho, Grafen des Nordgaus, angelegt und stand im l5.Zahrh.in seiner schönsten Blüte. Dann 1790—1803 war es die Residenz des letzten Fürstbischofsvon Strasburg, des Fürsten von Rohan - Guemene, der hier 1803 starb und seine Ruhe-stätte fand. In E. wurde 1804 der Herzog vonEnghien ss. d.), der hier residirte, auf Be-fehl Napolcon's aufgehoben. — Anderthalb Stunden südöstlich von E. liegt die ehemalsberühmte Bcnedictinerabtei Ettenheimmünster, die im 7. Jahrh. gegründet, im lune-villcr Frieden aufgehoben wurde und jetzt im Besitze des Freiherrn von Türckheim ist.

Ettlingen, eine Stadt im Mittelrheinkreise des Großherzogthums Baden, zweiStunden von Karlsruhe, am Eingänge eines romantischen AlPthaleS, ist noch mit Gräben