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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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115
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Cteokles

Ethik

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einer durchgreifenden Reform des socialen und politischen Lebens schreiten würde. Am 5.Mai >789 wurden endlich diese Gcncralstaaten zu Versailles eröffnet; sie zählten 308 Glie-der der Geistlichkeit, 28", Abgeordnete des Adels und 621 Glieder des dritten Standes, demman schon die Einberufung der doppelten Anzahl hatte bewilligen müssen. Der Hof hattesich alle Mühe gegeben, durch die Beibehaltung der veralteten Ständeordnung in jeder Artdie Thätigkeit der Versammlung zu lahmen. Gleich nach der pomphaften Eröffnung beganndeshalb der Kamps des von seinen Committenten mit ausführlichen Instructionen versehenendritten Standes gegen den Adel und die Geistlichkeit. Die Gemeinen, die wegen ihrer An-zahl den Hauptsaal inne hatten, beriefen die beiden andern Stände zur gemeinschaftlichenPrüfung der Vollmachten zu sich. Dieser Antrag wurde als ein Zugeständnis an das Volkvon Adel und Geistlichkeit verworfen, die die Vollmachten jedes Standes abgesondert geprüftwissen wollten. Die Verhandlungen darüber, in welchen Hof und Negierung ihreSchwäche,der dritte Stand eine weise Festigkeit an den Tag legte, zogen sich einen ganzen Monat hin.Am 10. Juni endlich erklärte der dritte Stand, daß er seine Unthätigkeit nicht mehr vor demVolke verantworten könne, foderte die Privilegirten nochmals zur vereinten Prüfung derVollmachten auf und proclamirte sich, nachdem er die Prüfung der Vollmachten allein voll-zogen, unter dem Namen der national«; (s. Nationalversammlung) alsdie einzige, gesetzliche Volksversammlung. Dieser inmitten einer unermeßlichen Menge vonZuschauern gefaßte Beschluß wurde von ganz Frankreich mit staunendem Beifall ausgenom-men; er war der erste Schritt zur Revolution. Als die Gemeinen sich am 20. Juni zurSitzung begeben wollten, fanden sic jedoch den Saal verschlossen und mit Militair besetzt.Sie protestirten gegen diese Gcwaltthat als unverletzliche Volksdeputirte und begaben sichin das Ballhaus, wo sie stehend bis auf Einen den Eid schwuren, daß sie nicht eher sichtrennen wollten, bis sie Frankreich eine neue Verfassung gegeben. Da ihnen die Prinzen fürdie nächste Sitzung auch diesen Ort vorenthielten, setzten sie ihre Berathungcn in der KircheSt.-Louis fort, und ein großer Theil der Geistlichkeit vereinigte sich hier mit ihnen. Unter-dessen hatten Hof und Adel in der größten Besorgniß den König am 23. Juni zu einer wie-derholten königlichen Sitzung vermocht, in welcher er in drohenden Worten die Beschlüsseder Gemeinen aufhvb und eine getrennte Verhandlung der verschiedenen Stände befahl.Die Gemeinen, die einer zerrütteten Negierung gegenüber im Namen des Volks und deröffentlichen Meinung handelten, ließen sich aber durch diesen Befehl nicht schrecken; sie hat-ten sogar die Genugthuung, daß sich der andere Theil der Geistlichkeit und mehre Adelige inden nächsten Sitzungen mit ihnen vereinigten. Endlich trat am 27. Juni der Adel, der dieOhnmacht seiner Jntrigucn und Prätcnsionen erkannte, auf eine königliche Ordonnanz eben-falls hinzu, und so begannen nun die verhängnißvollenArbeiten der Nationalversammlung.

Eteöklcs, der Sohn des Königs von Theben Ödipus (s. d.) und der Jokaste, derBruder des Polynices, übernahm nach seines Vaters Vertreibung mit seinem Bruder ab-wechselnd ein Jahr um das andere die Regierung, hielt aber diese Übereinkunft nicht. Poly-nices floh daher zum Ad rastu s (s. d.), welcher, um ihm zu seinem Rechte zu verhelfen, mitsechs andern Fürsten jenen berühmten Zug der Sieben gegen Theben unternahm. Nachdemdie meisten Helden gefallen, wollten E. und Polynices den Streit durch einen Zweikampfentscheiden, fielen aber Beide dabei. (S. Antigone.)— Eteokles, der Sohn des An-dreus oder des Flußgotkes CephissuS und der Evippe, war der Erste, welcher den Grazienim böorischen OrchomenuS opferte.

Eteöklos, der Sohn des Jphis, berühmt seiner Uneigennützigkeit wegen, wird vonEinigen unter den sieben Helden aufgezählt, die gegen Theben zogen.

Etevstichvn, s- Chrvnogramm.

Ethik, Sittenlehre oder Moral im weitern Sinne, ist die Wissenschaft von dem Gu-ten und Bösen. Alle Ethik beruht auf dcr Thatsache, daß menschliche Willensacte und Hand-lungen unwillkürlich einer Benrtheilung unterliegen, die sich durch ein solches Verziehen undVerwerfen äußert, wie es die Begriffe gut und böse bezeichnen, und cs ist die Aufgabe derWissenschaft, den Inhalt dieser Bezeichnungen, »»vermischt mit fremdartigen Bestimmun-gen, sowie die Weisungen, die sich daraus für das Wollen und Handeln ergeben, ans be-

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