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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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kann. Zu dem Ende muß die Esplanade von der Citadclle beherrscht sein, und die letzteremuß die Ausgänge der Stadtstraßen auf die Esplanade unter Strichfeuer halten können.

Esponton hieß der kleine, zuweilen vergoldete Spieß, den bis zum I. l 806 die Un-teroffiziere der meisten deutschen Armeen führten, der aber seitdem selbst bei Stadtsoldaten,wo er sich am längsten erhielt, abgeschafft worden ist.

Ksprit (franz.) entspricht ganz dem deutschen Geist, selbst in seinen abgeleiteten Be-deutungen. Esprits nannte man namentlich, ehedem jedoch häufiger als jetzt, alle die Flüs-sigkeiten, welche durch Destillation von Substanzen gewonnen wurden, die entweder wein-geistige oder andere sehr flüchtige und starkriechende Bestandtheile enthalten. So liefertWein, Bier, Eider, jedes seinen besonder» Esprit, im Grunde freilich nichts Anderes alsAlkohol (s. d.). Ebenso läßt sich aus jeder Pflanze, die nicht ganz arm an ätherischem Ölist, ein Esprit ziehen; ja selbst die Ergebnisse der Destillation mehrer mineralischer Substan-zen, wie des Salpeters, Vitriols, Grünspans u. s. w., wurden sonst unter die Esprits ge-rechnet. Jetzt bedient man sich statt dieser Benennung, die so verschiedene Erzeugnisse um-faßt, lieber der bestimmtem, welche die neuere chemische Nomenklatur an die Hand gibt; dochkommt sic bei mehren Arten Spiritus noch häufig vor. — In Militaircorporationen ver-steht man insbesondere unter Lsprit 6 e cor ps die thätigste Theilnahme jedes Einzelnenan dem gemeinschaftlichen Wohle Aller, verbunden mit dem redlichen Bestreben, jene Theil-nahme allgemeiner zu machen, sowie den festen Willen, alle andere Rücksichten, vorzüglichaber die egoistisch-persönlichen, der gemeinsamen Wohlfahrt mit der edelsten und uneigen-nützigsten Selbstverleugnung zu opfern. — Lspritslorts, d. i. starke Geister, nenntman Menschen, die an Allem zweifeln, sich über Alles wegsetzen und damit groß thun. DerAusdruck stammt aus der Zeit der von Frankreich ausgehenden Aufklärung, in der nicht sel-ten aller religiöse Glaube als geistige Schwäche vorkam.

Espronceda (Jose de), einer der ausgezeichnetsten unter den neuesten Dichtern Spa-niens, wurde um 1808 zu Almendralcjo, einem kleinen Orte in der Provinz Estremadura,geboren und machte seine Studien zu Madrid. Im 1.1824 wanderte er nach Portugalaus, dann nach England und Frankreich, wo er bis 1833 blieb, sich ausschließcnd mit demStudium der schönen Literatur beschäftigend. Durch die in diesem Jahre cingetretene Ver-änderung in der Politik des span. Cabincts ins Vaterland zurückgerufen, gab er bald Be-weise von diesen Studien und seinen poetischen Anlagen, indem er schon im I. 1834 miteinem sechsbändigen Romane „8uncllo 8ullliu>s, 6 ei Lastellsao <ie Luellar" in der damalsbegonnenen „Lolleccinn <Ie novelas kistvricss originales espuuolss" (Madr., Bd. 8—14)auftrat, ein Lustspiel e> tio ni ei sobrino" zur Aufführung brachte und an der Zeit-schrift „Li srtista" (1834—36) thätigen Antheil nahm. Am meisten zeichnete er sich jedochin der Lyrik aus, worin er nicht nur für einen der besten, wo nicht für den besten der jüngstenspan. Dichterschule gehalten wurde, sondern zu noch schöner» Hoffnungen berechtigte. Nichtminder versprach er durch seinen ehrenwerthen Charakter und seine patriotische Gesinnungals Bürger und Staatsmann dem Vaterlande nützlich zu werden. So hatte er sich bereitsals Cortesdeputirter bemerklich gemacht und war schon zum Secretair der span. Gesandt-schaft im Haag ernannt worden, als er am 23. Mai > 842 starb. Seine „koesms" erschie-nen zu Madrid 1840. Auch in E.'s Gedichten zeigt sich der Einfluß Victor Hugo's undByron's; Sprache und Versbau sind mit vielem Geschick behandelt, und einige seiner lyri-schen Gedichte, wie „LI pirsts", „Li menckigo" u. s. w., sind sehr beliebt geworden.

Esquilache (Don Francisco de Borja y Aragon, Principe de), Graf von Simari,Mayalde u. s. w., nicht blos durch seinen hohen Rang sondern auch durch Bildung und poe-tisches Talent ausgezeichnet, wurde um > 48 l wahrscheinlich zu Madrid geboren. Er warder Sohn des Don Juan de Borja, Grafen von Mayalde v Ficalbo und dessen zweiter Ge-mahlin Donna Francisca de Aragon y Barreto; den Titel uno Namen eines Fürsten vonEsquilache erhielt er durch seine Gemahlin, die Erbvrinzesstn von Sauillace im KöniareicheNeapel, mit der er sich 1602 vermählt hatte. In demselben Jahre wurde er von Wkilmv lll-zum Kammerherrn und Commthur des Ordens von Santiago und 16,4 rum Vicekönig vonPeru ernannt, welche Würde er bis zu Ende des 1.1621 bekleidete. Während seines Vi-rekönigthums eroberte Don Diego Baca de laVega die Maynas in Maraston und gründete